Fragen & Antworten

Antworten auf häufige Fragen.

Kuratiert aus unseren Beiträgen zu Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung — alphabetisch, nach Zielgruppe oder Thema gefiltert.

656 Fragen · Seite 3 / 14

  • Kann eine Tagesmutter zwischen tatsächlichen Betriebsausgaben und einer Pauschale wählen?

    Ja, bei Einkünften aus selbständiger Arbeit besteht ein Wahlrecht zwischen dem Ansatz der tatsächlichen Betriebskosten und einer Betriebsausgabenpauschale. Die Pauschale darf jedoch nur angesetzt werden, wenn die Betreuung im eigenen Haushalt der Tagesmutter erfolgt. Findet die Betreuung in fremden Räumen statt, sind nur die tatsächlichen Kosten ansetzbar.

    Stand: Juli 2021

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  • Kann eine Zwangsversteigerung steuerfrei sein?

    Ja, eine Zwangsversteigerung kann steuerfrei sein, wenn zwischen Anschaffung des Grundstücks und Abgabe des Meistgebotes mehr als zehn Jahre liegen. In diesem Fall ist die Spekulationsfrist des § 23 Abs. 1 Nr. 1 EStG abgelaufen und ein etwaiger Veräußerungsgewinn unterliegt nicht der Einkommensteuer.

    Stand: Mai 2022

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  • Kann eine optierende Gesellschaft zur Personengesellschaftsbesteuerung zurückkehren?

    Ja, das KöMoG sieht keine Mindestverweildauer vor. Über einen Rücktrittsantrag kann die Gesellschaft in die ursprüngliche transparente Besteuerung zurückkehren. Der Antrag muss ebenfalls mindestens einen Monat vor Beginn des Wirtschaftsjahres beim Finanzamt gestellt werden.

    Stand: Juli 2021

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  • Kann für 2022 angeschaffte Wirtschaftsgüter die degressive Abschreibung genutzt werden?

    Ja, die degressive Abschreibung nach § 7 Abs. 2 S. 1 EStG wurde für im Kalenderjahr 2022 angeschaffte oder hergestellte bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens verlängert. Sie kann alternativ zur linearen AfA gewählt werden und beträgt maximal das Zweieinhalbfache der linearen AfA, höchstens 25 %.

    Stand: Juni 2022

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  • Kann für ein langfristig erkranktes Kind weiterhin Kindergeld bezogen werden?

    Ja, allerdings auf einer anderen Rechtsgrundlage. Statt § 32 Abs. 4 S. 1 Nr. 2 a EStG kommt eine Berücksichtigung wegen Behinderung nach § 32 Abs. 4 S. 1 Nr. 3 EStG in Betracht, wenn das Kind sich infolge der Erkrankung nicht selbst unterhalten kann. Voraussetzung ist die Unfähigkeit zum Selbstunterhalt aufgrund der Erkrankung.

    Stand: Mai 2022

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  • Kann man Forschungsgelder durch Eintrag in einem Hinweisfeld der Steuererklärung als steuerfrei deklarieren?

    Das alleinige Eintragen der Forschungsgelder in einem Hinweisfeld der Einkommensteuererklärung führt nicht zur Steuerfreiheit. Die Finanzverwaltung prüft den sachlichen Zusammenhang zur beruflichen Tätigkeit und unterwirft die Gelder bei beruflicher Veranlassung der Besteuerung. Eine Steuerbefreiung muss sich aus dem Gesetz ergeben und ist im Habilitationskontext regelmäßig nicht gegeben.

    Stand: August 2022

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  • Kann statt der Pauschale auch der tatsächliche Aufwand angesetzt werden?

    Ja, anstelle der Pauschale können höhere tatsächliche Betriebsausgaben geltend gemacht werden, sofern diese durch Belege nachgewiesen sind. Zu beachten ist allerdings, dass für pauschal angesetzte Betriebsausgaben kein Vorsteuerabzug möglich ist.

    Stand: Dezember 2023

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  • Können Betreuungskosten an Großeltern steuerlich abgesetzt werden?

    Ja, sofern die Großeltern nicht im selben Haushalt wie das Kind leben, sind Vergütungen und Fahrtkostenerstattungen abziehbar. Voraussetzung ist eine schriftliche Betreuungsvereinbarung, die Vergütung und Betreuungszeiten wie unter fremden Dritten regelt. Familieninterne Betreuungen, etwa durch im Haushalt lebende Angehörige oder Lebenspartner, werden nicht anerkannt.

    Stand: Mai 2022

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  • Können Gartenumgestaltungskosten als Handwerkerleistung nach § 35a EStG abgezogen werden?

    Ja, wenn ein Abzug nach § 33 EStG nicht möglich ist – etwa weil die zumutbare Belastung nicht überschritten wird –, können die enthaltenen Lohnkosten der Handwerker nach § 35a EStG mit 20 % berücksichtigt werden. Dies hat die Finanzverwaltung ausdrücklich anerkannt. Materialkosten bleiben dabei außen vor.

    Stand: Juni 2022

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  • Können Hausnotrufsysteme in anderen Konstellationen steuerlich begünstigt sein?

    Ja. Der BFH hat ausdrücklich offengelassen, dass eine Steuerermäßigung nach § 35a Abs. 2 EStG in Betracht kommen kann, wenn die Rahmenbedingungen vom entschiedenen Fall abweichen. Wird etwa nicht für eine externe Rufbereitschaft gezahlt oder umfasst das System einen Sofort-Helfer-Einsatz direkt im Haushalt, ist eine steuerliche Berücksichtigung im Einzelfall zu prüfen.

    Stand: Mai 2023

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  • Können Kosten der Abwasserentsorgung als haushaltsnahe Dienstleistung geltend gemacht werden?

    Gebühren für die kommunale Abwasserentsorgung sind nicht nach § 35a Abs. 2 EStG begünstigt. Die Abgaben finanzieren Leistungen außerhalb des Haushalts, nämlich Transport, Reinigung des Abwassers sowie Bau und Unterhalt der städtischen Kanäle. Nur Aufwendungen, die unmittelbar im eigenen Haushalt anfallen, können nach der Katalogliste der Finanzverwaltung berücksichtigt werden.

    Stand: Januar 2023

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  • Können Mieter haushaltsnahe Dienstleistungen nach § 35a EStG geltend machen, obwohl sie den Vertrag nicht selbst abgesch

    Ja. Der BFH hat entschieden, dass Mieter die Steuerermäßigung nach § 35a EStG auch dann in Anspruch nehmen können, wenn nicht sie selbst, sondern der Vermieter oder Hausverwalter den Vertrag mit dem Dienstleister oder Handwerker geschlossen hat. Entscheidend ist, dass die Leistung im Haushalt des Mieters erbracht wird und ihm zugutekommt.

    Stand: August 2023

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  • Können Minijobber durch die neue 520-€-Grenze mehr arbeiten als zuvor?

    Nein, trotz der Anhebung sinkt die mögliche Stundenzahl leicht. Bei 9,60 € Mindestlohn und 450 € Grenze waren rund 46,9 Stunden monatlich möglich, bei 12 € und 520 € sind es nur noch etwa 43,3 Stunden. Minijobber können also rund 3,5 Stunden weniger pro Monat arbeiten.

    Stand: März 2022

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  • Können Soloselbständige sowohl Neustarthilfe als auch Überbrückungshilfe III beantragen?

    Nein, Unternehmen und Soloselbständige haben ein Wahlrecht zwischen Neustarthilfe und Überbrückungshilfe III. Die Entscheidung sollte in Absprache mit einem prüfenden Dritten erfolgen, da beide Förderungen nicht parallel bezogen werden können.

    Stand: April 2021

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  • Können Taxikosten für Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte über die Entfernungspauschale hinaus abgezogen werden?

    Nein. Da ein Taxi nach BFH-Rechtsprechung nicht als öffentliches Verkehrsmittel gilt, sind Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte mit einem Taxi nur mit der Entfernungspauschale (in den Streitjahren 0,30 € pro Entfernungskilometer) abzugsfähig. Die in § 9 Abs. 2 S. 2 EStG vorgesehene Möglichkeit, höhere tatsächliche Kosten anzusetzen, greift nicht.

    Stand: Dezember 2022

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  • Können Umbaukosten für altersgerechtes Wohnen steuerlich geltend gemacht werden?

    Ja, Hausumbaukosten können als außergewöhnliche Belastungen abgesetzt werden, wenn sie ausschließlich durch eine Krankheit oder Behinderung begründet sind. Voraussetzung ist, dass es sich um angemessene, übliche Kosten für eine alters- oder behindertengerechte Ausstattung handelt. Dies gilt sowohl für Neubauten als auch für den Umbau bestehender Wohnungen.

    Stand: November 2019

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  • Können Umzugskosten auch ohne Belege geltend gemacht werden?

    Ja, für die sonstigen Umzugsauslagen besteht ein Wahlrecht zwischen Einzelnachweis und Pauschbetrag nach dem Bundesumzugskostengesetz (BUKG). Transportkosten, Reisekosten, Mietentschädigungen und Maklergebühren sind dagegen grundsätzlich durch Belege nachzuweisen.

    Stand: August 2021

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  • Können Unterhaltsleistungen für eigene Kinder steuerlich abgesetzt werden?

    Unterhaltsleistungen für eigene Kinder können nur dann als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden, wenn weder Kindergeld noch der Kinderfreibetrag für das Kind beansprucht wird. In allen anderen Fällen sind die Unterhaltsleistungen bereits durch Kindergeld bzw. Freibetrag steuerlich abgegolten.

    Stand: April 2021

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  • Können Unterkunftskosten abgezogen werden, wenn der Arbeitgeber eine Dienstwohnung stellt?

    Ja, sofern der Arbeitnehmer tatsächlich finanziell belastet wird, etwa durch eine vom Gehalt einbehaltene Dienstwohnungsvergütung. Werden die Kosten dagegen vollständig vom Arbeitgeber erstattet oder die Wohnung kostenfrei gestellt, scheidet ein Werbungskostenabzug aus.

    Stand: November 2023

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  • Können Unwetter-Geschädigte ihre Steuervorauszahlungen herabsetzen lassen?

    Ja, betroffene Privatpersonen und Unternehmen können beim zuständigen Finanzamt eine Herabsetzung der Steuervorauszahlungen beantragen. Für den Antrag genügt grundsätzlich ein Nachweis der Betroffenheit. Alternativ ist auch eine Stundung der Vorauszahlungen möglich, im Fall des Unwetters im Juli 2021 bis zum 31.01.2022.

    Stand: Oktober 2021

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  • Können Zahlungen an einen Schul-Förderverein als Schulgeld abgezogen werden?

    Nach einem Urteil des FG Münster können auch Zahlungen an einen Förderverein als Schulgeld im Sinne der Sonderausgaben anerkannt werden, sofern diese Mittel zur Deckung schulischer Kosten dienen und entsprechend weitergeleitet werden. Maßgeblich ist nicht die Bezeichnung als Schulgeld, sondern dass es sich um Schulkosten handelt, die bei staatlichen Schulen aus öffentlicher Hand finanziert würden. Eine endgültige Entscheidung des BFH steht jedoch noch aus.

    Stand: Februar 2024

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  • Können neue Eigentümer bei Vorbehaltsnießbrauch vorab Werbungskosten abziehen?

    Nein, der Bundesfinanzhof versagt den Abzug vorweggenommener Werbungskosten beim neuen Eigentümer, wenn die Immobilie unter Vorbehalt des Nießbrauchs übertragen wurde. Es fehlt der erforderliche zeitliche Zusammenhang mit künftigen Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung, da das Ende der Nießbrauchsnutzung nicht absehbar ist.

    Stand: Oktober 2023

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  • Können sich Sportvereine auf Art. 132 Abs. 1 Buchst. m MwStSystRL berufen?

    Nein, eine direkte Berufung auf die Steuerbefreiung nach Art. 132 Abs. 1 Buchst. m Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie ist nach dem EuGH-Urteil vom 10.12.2020 (C-488/18) und der nachfolgenden BFH-Entscheidung nicht mehr möglich. Dies gilt insbesondere, wenn die Gemeinnützigkeit des Vereins zweifelhaft ist oder keine Vermögenszweckbindung besteht.

    Stand: Mai 2022

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  • Können sich Steuerpflichtige auf das Urteil des FG Berlin-Brandenburg berufen?

    Ja, da das Finanzamt keine Revision eingelegt hat, kann davon ausgegangen werden, dass die Finanzverwaltung die Entscheidung mitträgt. Steuerpflichtige in vergleichbaren Fällen können sich daher auf das Urteil stützen. Ein identischer positiver Ausgang ist jedoch nicht garantiert, da jeder Einzelfall individuell zu beurteilen ist.

    Stand: Januar 2023

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  • Können Überbrückungshilfen III Plus und Neustarthilfen Plus gleichzeitig beantragt werden?

    Nein, eine parallele Beantragung ist nicht möglich. Soloselbständige und andere Berechtigte müssen sich zwischen den Überbrückungshilfen III Plus und den Neustarthilfen Plus entscheiden.

    Stand: November 2021

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  • Liegt bei Anwendung des § 10 Abs. 4b EStG auf Altjahre ein Verstoß gegen das Rückwirkungsverbot vor?

    Nein. Die seit 2012 geltenden Regelungen sind auf alle nach dem 31.12.2011 zugeflossenen Erstattungen anzuwenden, auch wenn die zugrundeliegenden Beiträge in früheren Veranlagungszeiträumen gezahlt wurden. Der BFH sieht hierin keinen Verstoß gegen das verfassungsrechtliche Rückwirkungsverbot.

    Stand: August 2023

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  • Liegt bei einer Zwangsversteigerung ein privates Veräußerungsgeschäft vor?

    Ja, eine Zwangsversteigerung gilt als privates Veräußerungsgeschäft im Sinne des § 23 Abs. 1 Nr. 1 EStG. Begründet wird dies damit, dass der Eigentümer die Versteigerung durch Begleichung seiner offenen Verbindlichkeiten abwenden kann. Aus dieser Möglichkeit wird eine willentliche Betätigung des Steuerpflichtigen abgeleitet.

    Stand: Mai 2022

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  • Liegt beim symbolischen Ankauf eines Handys ein Gestaltungsmissbrauch nach § 42 AO vor?

    Nein, der BFH verneint einen Gestaltungsmissbrauch. Der Ankauf privater Mobiltelefone stellt eine einfache Möglichkeit dar, betriebliche Geräte zu beschaffen, zumal die Arbeitnehmer die Geräte bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses zurückgeben müssen. Die Höhe der Anschaffungskosten ist für die Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 45 EStG unerheblich.

    Stand: Februar 2023

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  • Lohnt sich das Aufschieben des Rentenbeginns steuerlich?

    Steuerlich wirkt sich ein Aufschub regelmäßig nachteilig aus, weil der Besteuerungsanteil mit jedem späteren Beginnjahr steigt und der steuerfreie Anteil dauerhaft sinkt. Dem stehen jedoch die höheren Rentenzahlungen durch die Aufwertung der Anwartschaften gegenüber. Eine individuelle Vergleichsrechnung ist daher vor der Entscheidung empfehlenswert.

    Stand: April 2023

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  • Lohnt sich der Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung beim Kauf einer PV-Anlage künftig noch?

    Voraussichtlich nicht mehr. Da Lieferung und Installation von PV-Anlagen und zugehörigen Komponenten künftig dem Nullsteuersatz unterliegen, fällt beim Erwerb keine Umsatzsteuer mehr an. Damit entfällt der bisherige Hauptgrund, zur Erstattung der Vorsteuer auf die Kleinunternehmerregelung zu verzichten.

    Stand: Oktober 2022

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  • Mit welchen Werten sind Vermögensgegenstände bei der Inventur anzusetzen?

    Vermögensgegenstände sind grundsätzlich einzeln mit ihren (fortgeführten) Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu bewerten. Dabei sind auch Nebenkosten wie Transport, Inbetriebnahmekosten oder Finanzierungskosten zu berücksichtigen. Für Vorräte sind Vereinfachungsverfahren wie Lifo, Fifo oder das Durchschnittswertverfahren nach § 240 Abs. 3 und 4 HGB handelsrechtlich zulässig.

    Stand: November 2023

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  • Muss der Kaufvertrag zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer einem Fremdvergleich standhalten?

    Nach Auffassung des BFH ist in dieser Konstellation kein Fremdvergleich erforderlich. Zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer besteht eine natürliche Interessengemeinschaft, in der beide Seiten ihre wirtschaftlichen Interessen wahren. Eine private Nähebeziehung, die einen symbolischen Kaufpreis verdächtig machen würde, liegt regelmäßig nicht vor.

    Stand: Februar 2023

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  • Muss die Inflationsausgleichsprämie in der Steuererklärung oder Lohnsteuerbescheinigung angegeben werden?

    Nein, die steuerfreie IAP ist weder in der Lohnsteuerbescheinigung noch in der Einkommensteuererklärung anzugeben. Sie unterliegt auch nicht dem Progressionsvorbehalt, sodass keine nachträgliche Erhöhung der Einkommensteuerbelastung droht.

    Stand: Januar 2023

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  • Muss die Neustarthilfe zurückgezahlt werden?

    Die Auszahlung erfolgt zunächst als Vorschuss. Nach Ende des Förderzeitraums (30.06.2021) müssen die tatsächlich erzielten Umsätze gemeldet werden. Liegt der Umsatz im Förderzeitraum bei höchstens 40 % des Referenzumsatzes, darf der Vorschuss vollständig behalten werden. Liegen die Umsätze darüber, ist anteilig zurückzuzahlen.

    Stand: März 2021

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  • Muss die Pacht bei mitverpachteten Betriebsvorrichtungen weiterhin aufgeteilt werden?

    Nein. Nach dem EuGH-Urteil (EU:C:2023:372) und der Folgeentscheidung des BFH entfällt das Aufteilungsgebot, wenn die Vermietung der Betriebsvorrichtungen eine Nebenleistung zur Hauptleistung (Vermietung von Grundstück/Gebäude) zwischen denselben Vertragspartnern darstellt. Es liegt dann eine einheitliche wirtschaftliche Leistung vor, die insgesamt umsatzsteuerfrei sein kann.

    Stand: September 2023

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  • Muss die betreuende Person die erhaltene Fahrtkostenerstattung versteuern?

    Nein, die Fahrtkostenerstattung gilt als reine Aufwandsentschädigung und nicht als Einnahme. Sie ist daher bei der betreuenden Person nicht steuerpflichtig. Beim Steuerpflichtigen sind die Fahrtkosten dennoch zu zwei Dritteln als Sonderausgaben abziehbar, sofern eine ordnungsgemäße Aufstellung mit Datum und Strecke vorliegt.

    Stand: Mai 2022

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  • Muss ein zeitlicher Zusammenhang zwischen Habilitation und Dienstverhältnis bestehen?

    Ein enger zeitlicher Zusammenhang zwischen Abschluss der Habilitation und Beginn eines Dienstverhältnisses ist nicht erforderlich. Es genügt, wenn die Habilitation für die spätere berufliche Berufung oder Tätigkeit förderlich ist. Damit ist der notwendige Veranlassungszusammenhang zum Arbeitslohn bereits gegeben.

    Stand: August 2022

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  • Müssen Pflege-Umbaukosten von anderen Umbaumaßnahmen abgegrenzt werden?

    Ja, eine genaue Abgrenzung der behinderungsbedingten Umbaukosten von allgemeinen Modernisierungs- oder Renovierungsmaßnahmen ist zwingend erforderlich. Nur die rein behinderungs- oder krankheitsbedingten Kosten sind als außergewöhnliche Belastung abziehbar. Eine entsprechende Dokumentation und ggf. ein ärztliches Attest sollten vorliegen.

    Stand: November 2019

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  • Müssen SFN-Zuschläge zusätzlich zum Grundlohn gezahlt werden?

    Ja, Zuschläge für Sonn-, Feiertags- oder Nachtarbeit sind nur dann steuer- und sozialversicherungsfrei, wenn sie neben dem Grundlohn gewährt werden. Eine Verrechnung mit dem Grundlohn ist nicht zulässig. Andernfalls verlieren die Zuschläge ihre Steuer- und Beitragsfreiheit.

    Stand: Mai 2022

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  • Müssen Trinkgelder an Arbeitnehmer aufgezeichnet werden?

    Grundsätzlich bestand für Trinkgelder an Arbeitnehmer keine Aufzeichnungspflicht. Mit Einführung der elektronischen Kasse mit TSE verlangt die Finanzverwaltung jedoch, dass bar gezahltes Trinkgeld als separater Geschäftsvorfall gebucht wird, sofern es nicht klar vom Kassenbestand getrennt ist. Unbar gezahltes Trinkgeld (EC- oder Kreditkarte) muss zwingend über die TSE abgesichert werden.

    Stand: Mai 2021

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  • Nach welchem Maßstab erfolgt die Aufteilung des Veräußerungsgewinns bei teilweiser Fremdvermietung?

    Die Aufteilung erfolgt nach dem Verhältnis der Wohnflächen: Die durchgängig zu eigenen Wohnzwecken genutzte Fläche wird ins Verhältnis zur tageweise an Dritte vermieteten Fläche gesetzt. Nur der auf die vermieteten Räume entfallende Anteil des Veräußerungsgewinns ist nach § 22 Nr. 2 i.V.m. § 23 EStG steuerpflichtig.

    Stand: Juli 2023

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  • Nach welchen Maßstäben richtet sich die steuerliche Einordnung als Minijob?

    Die Frage, ob eine geringfügige Beschäftigung vorliegt, richtet sich ausschließlich nach sozialversicherungsrechtlichen Maßstäben (§ 8 SGB IV). Damit soll ein Gleichlauf zwischen sozialversicherungsrechtlicher und lohnsteuerlicher Behandlung sichergestellt werden und ein Auseinanderfallen vermieden werden.

    Stand: Februar 2023

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  • Profitieren auch Personengesellschaften von der geplanten PV-Steuerbefreiung?

    Ja, offene Handelsgesellschaften, Kommanditgesellschaften und andere Personengesellschaften sollen ebenfalls steuerfrei gestellt werden, wenn allein der Betrieb einer PV-Anlage zur Einstufung als Gewerbebetrieb nach § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG führt. Voraussetzung ist die Einhaltung der vorgenannten Leistungsgrenzen.

    Stand: Oktober 2022

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  • Reicht die Nebenkostenabrechnung als Nachweis für die Steuerermäßigung nach § 35a EStG aus?

    Ja, eine Wohnnebenkostenabrechnung oder eine Bescheinigung nach dem Muster der Finanzverwaltung (Anlage 2 des BMF-Schreibens vom 9.11.2016) genügt als Nachweis. Aus der Abrechnung müssen sich jedoch Art, Inhalt und Zeitpunkt der Leistung, Leistungserbringer und -empfänger sowie das geschuldete Entgelt mit Hinweis auf die unbare Zahlung ergeben.

    Stand: August 2023

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  • Reicht ein einziges berücksichtigungsfähiges Kind aus, um die Steuerfreiheit nach § 23 EStG zu sichern?

    Nein. Der BFH hat entschieden, dass bereits die Mitbenutzung der Wohnung durch Kinder, die nicht mehr nach § 32 EStG zu berücksichtigen sind, der Steuerfreiheit entgegensteht. Auch wenn parallel ein jüngeres, kindergeldberechtigtes Kind in der Wohnung lebt, ist die Nutzung durch die nicht mehr berücksichtigungsfähigen Kinder schädlich für die Steuerbefreiung.

    Stand: Oktober 2023

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  • Reicht für die 3-Jahres-Regel des § 23 EStG eine durchgehende Eigennutzung im mittleren Jahr aus?

    Ja. Nach BFH-Rechtsprechung (IX R 37/16) genügt es, wenn die Immobilie im mittleren Kalenderjahr des Dreijahreszeitraums durchgehend zu eigenen Wohnzwecken genutzt wird. Im Jahr der Veräußerung und im davorliegenden Jahr reicht eine teilweise Nutzung, sofern insgesamt ein zusammenhängender Eigennutzungszeitraum vorliegt.

    Stand: Juli 2023

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  • Sind Arbeitgeberzuschüsse zum Kurzarbeitergeld steuerfrei?

    Arbeitgeberzuschüsse zum Kurzarbeitergeld sind im Zeitraum vom 01.03.2020 bis 31.12.2021 grundsätzlich steuerfrei. Übersteigen Kurzarbeitergeld und Zuschuss zusammen jedoch 80 Prozent des ursprünglichen Arbeitslohns, ist der übersteigende Teil rückwirkend zu versteuern. Unabhängig davon unterliegen die Zuschüsse dem Progressionsvorbehalt.

    Stand: Mai 2021

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  • Sind Betriebsausgaben im Zusammenhang mit steuerbefreiten PV-Anlagen abziehbar?

    Aufgrund der Steuerbefreiung der Einnahmen und Entnahmen entfällt nach § 3c Abs. 1 EStG auch der Betriebsausgabenabzug. Für privat betriebene PV-Anlagen besteht jedoch die Möglichkeit, Kosten für Reparatur- oder Wartungsarbeiten als haushaltsnahe Handwerkerleistungen nach § 35a EStG steuermindernd zu berücksichtigen. Bei PV-Anlagen in einem nicht ausschließlich auf Stromerzeugung gerichteten Betrieb gelten Sonderregeln, bei denen ein Betriebsausgabenabzug in bestimmten Konstellationen möglich bleibt.

    Stand: August 2023

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  • Sind Ertragssteuern aus rückwirkender Betriebsaufgabe durch Erben als Nachlassverbindlichkeit abziehbar?

    Nein. Nach dem BFH-Urteil vom 10. Mai 2023 (II R 3/21) können Ertragssteuern auf einen Aufgabegewinn, der durch eine von den Erben erklärte Betriebsaufgabe nach § 16 Abs. 3b S. 3 EStG entsteht, nicht als Nachlassverbindlichkeit nach § 10 Abs. 5 Nr. 1 ErbStG abgezogen werden. Entscheidend ist, dass der steuerrelevante Tatbestand nicht vom Erblasser, sondern von den Erben selbst verwirklicht wurde.

    Stand: Oktober 2023

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  • Sind Fahrtkosten für die Kinderbetreuung auch ohne Vergütung abziehbar?

    Ja. Der BFH hat 1998 (III R 94/96) entschieden, dass Fahrtkosten als Sonderausgaben nach § 10 Abs. 1 Nr. 5 EStG abziehbar sind. Laut FG Baden-Württemberg gilt dies sogar dann, wenn die betreuende Person keine Vergütung erhält. Es können pauschal 0,30 € pro Entfernungskilometer angesetzt werden.

    Stand: Mai 2022

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