Fragen & Antworten
Antworten auf häufige Fragen.
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172 Fragen · Seite 1 / 4
Ab wann gelten die Klarstellungen zur Steuerbefreiung von Sanierungserträgen?
Die Neuregelungen gelten ab dem Tag nach der Verkündung des entsprechenden Gesetzes. Ein rückwirkendes Inkrafttreten ist nicht vorgesehen.
Stand: Dezember 2024
Ab wann gelten die Neuregelungen zum Lohnsteuerfreibetrag?
Die Änderungen treten am Tag nach der Verkündung des Gesetzes in Kraft. Sie betreffen sowohl die neue Antragsfrist als auch die Regelung zum Entlastungsbetrag für Alleinerziehende im Trennungsjahr.
Stand: Dezember 2024
Ab wann gelten die neuen Regelungen zum Abzug von Kinderbetreuungskosten?
Die Erhöhung auf 80 % der Aufwendungen sowie der neue Höchstbetrag von 4.800 EUR je Kind gelten erstmals ab dem Veranlagungszeitraum 2025. Für frühere Veranlagungszeiträume bleibt es bei der Zwei-Drittel-Regelung und dem Höchstbetrag von 4.000 EUR.
Stand: Dezember 2024
Ab wann gelten die neuen Regelungen zur Photovoltaik-Steuerbefreiung?
Die vereinheitlichten Leistungsgrenzen und die Klarstellung als Freigrenze gelten erstmals für Anlagen, die nach dem 31.12.2024 angeschafft, in Betrieb genommen oder erweitert werden. Für ältere Anlagen bleiben die bisherigen Regelungen maßgeblich.
Stand: Dezember 2024
Ab wann gilt das Barzahlungsverbot für haushaltsnahe Pflege- und Betreuungsleistungen?
Die neue Regelung gilt ab dem Veranlagungszeitraum 2025. Wer ab diesem Jahr Pflege- oder Betreuungsleistungen steuerlich geltend machen möchte, sollte sicherstellen, dass die Bezahlung unbar erfolgt und eine Rechnung vorliegt.
Stand: Dezember 2024
Ab wann gilt der erhöhte Erbfallkostenpauschbetrag von 15.000 EUR?
Die Erhöhung gilt für Erwerbe, für die die Erbschaftsteuer ab dem Monat entsteht, der auf die Verkündung des Gesetzes folgt. Maßgeblich ist also der Zeitpunkt der Steuerentstehung, nicht der Zeitpunkt des Erbfalls im Allgemeinen.
Stand: Dezember 2024
Ab wann gilt der gesetzliche Freibetrag von 150 EUR für Bonusleistungen?
Die gesetzliche Regelung gilt ab dem Veranlagungszeitraum 2025. Für bis zum 31.12.2024 geleistete Zahlungen war eine entsprechende Verwaltungsregelung als Vereinfachungsregelung anwendbar.
Stand: Dezember 2024
Ab wann gilt die 4-Tage-Zugangsvermutung für Steuerbescheide?
Die neue 4-Tage-Zugangsvermutung gilt für alle Verwaltungsakte, die nach dem 31.12.2024 zur Post gegeben, elektronisch übermittelt oder elektronisch zum Abruf bereitgestellt werden. Sie ersetzt die bisherige 3-Tage-Frist und wurde an die verlängerten Laufzeitvorgaben der Briefzustellung angepasst.
Stand: Dezember 2024
Ab wann gilt die Anpassung von § 7a EStG an die degressive Gebäude-AfA?
Die Neuregelung gilt rückwirkend ab dem Veranlagungszeitraum 2023. Steuerpflichtige können die angepassten Regeln somit bereits für die Steuererklärung 2023 anwenden.
Stand: Dezember 2024
Ab wann gilt die Beschränkung auf ELSTER und ERiC?
Die Neuregelung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft. Eine Übergangsfrist ist nicht vorgesehen, sodass Kanzleien ihre Kommunikationsprozesse zeitnah anpassen müssen.
Stand: Dezember 2024
Ab wann gilt die Erweiterung des § 19a EStG auf Konzernanteile?
Die Regelung gilt rückwirkend ab dem Veranlagungszeitraum 2024. Sie kann somit auf entsprechende Anteilsübertragungen seit Beginn dieses Veranlagungszeitraums angewendet werden.
Stand: Dezember 2024
Ab wann gilt die Neuregelung zu Entnahmen und Einlagen im Rückwirkungszeitraum?
Die Neuregelung gilt erstmals für Einbringungen, bei denen in Fällen der Gesamtrechtsnachfolge der Umwandlungsbeschluss nach dem 31.12.2023 erfolgt ist. In den anderen Fällen gilt sie, wenn der Einbringungsvertrag nach dem 31.12.2023 geschlossen worden ist.
Stand: Dezember 2024
Ab wann gilt die Neuregelung zu Glattstellungsgeschäften bei Stillhalterprämien?
Die Neuregelung tritt am Tag nach der Verkündung des Gesetzes in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt sind gezahlte Prämien aus Glattstellungsgeschäften zum Zahlungszeitpunkt als negativer Kapitalertrag zu erfassen.
Stand: Dezember 2024
Ab wann gilt die Neuregelung zur Buchwertübertragung nach § 6 Abs. 5 Satz 3 Nr. 4 EStG?
Die Regelung ist in allen offenen Fällen anwendbar. Für Übertragungen vor dem 12.1.2024 kann jedoch aus Vertrauensschutzgründen auf Antrag aller beteiligten Mitunternehmer von der Anwendung abgesehen werden, falls der Buchwertansatz im Einzelfall nachteilig wirkt.
Stand: Dezember 2024
Ab wann gilt die Neuregelung zur wohngemeinnützigen Vermietung?
Die Aufnahme der Förderung wohngemeinnütziger Zwecke in den Katalog der gemeinnützigen Zwecke gilt ab dem 1.1.2025. Ab diesem Zeitpunkt können entsprechende vergünstigte Vermietungen als gemeinnützig anerkannt werden.
Stand: Dezember 2024
Ab wann gilt die Registrierungspflicht für ausländische Zuwendungsempfänger?
Die Regelung gilt erstmals für Zuwendungen, die nach dem 31.12.2024 geleistet werden. Für frühere Spenden ist eine Eintragung in das Zuwendungsempfängerregister nicht erforderlich.
Stand: Dezember 2024
Ab wann gilt die Streichung des Verlustverrechnungskreises bei Termingeschäften?
Die Neuregelung gilt in allen offenen Fällen. Für den Kapitalertragsteuerabzug durch Kreditinstitute wird es jedoch nicht beanstandet, wenn die IT-technische Umsetzung erst ab dem 1.1.2026 erfolgt.
Stand: Dezember 2024
Ab wann gilt die Widerspruchslösung bei der elektronischen Bekanntgabe von Steuerbescheiden?
Die Neuregelung tritt am 1.1.2026 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt ist für die Bekanntgabe von Verwaltungsakten durch Bereitstellung zum Datenabruf keine Einwilligung des Empfängers mehr erforderlich. Stattdessen gilt eine Widerspruchslösung, bei der Betroffene aktiv widersprechen müssen, wenn sie diese Form der Bekanntgabe nicht wünschen.
Stand: Dezember 2024
Ab wann gilt die neue Regelung zur elektronischen Kindergeldbeantragung?
Die Neuregelung gilt für Kindergeldanträge, die nach dem Tag der Verkündung des Gesetzes eingehen. Für davor gestellte Anträge gelten die bisherigen Regelungen.
Stand: Dezember 2024
Ab wann gilt die neue Zuordnungsregelung zur Grunderwerbsteuer?
Die Neuregelung gilt erstmals für Erwerbsvorgänge nach § 1 Abs. 2a bis 3a GrEStG, die nach dem Tag der Verkündung des Jahressteuergesetzes 2024 verwirklicht werden. Zusätzlich sind auch Erwerbsvorgänge nach § 1 Abs. 1 und 2 GrEStG zu berücksichtigen, die vor diesem Stichtag verwirklicht wurden.
Stand: Dezember 2024
Ab wann ist die eRechnung im B2B-Bereich Pflicht und welche Übergangsregelungen gelten?
Eine eRechnung muss in einem strukturierten elektronischen Format nach EN 16931 ausgestellt werden. Für Umsätze zwischen dem 1.1.2025 und 31.12.2026 dürfen weiterhin Papier- oder sonstige elektronische Rechnungen (mit Zustimmung des Empfängers) verwendet werden. Für Unternehmer mit einem Vorjahresumsatz bis 800.000 EUR verlängert sich diese Übergangsfrist bis zum 31.12.2027. Kleinbetragsrechnungen und Fahrausweise sind dauerhaft ausgenommen.
Stand: Dezember 2024
Ab wann kann der anteilige Entlastungsbetrag für Alleinerziehende beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt werden?
Bei dauerndem Getrenntleben der Ehegatten oder Lebenspartner kann der anteilige Entlastungsbetrag für Alleinerziehende bereits ab dem Monat der Trennung als Freibetrag im Lohnsteuerabzugsverfahren gebildet werden, sofern die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind. Damit wird die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs gesetzlich verankert.
Stand: Dezember 2024
Ab welchem Betrag können Wirtschaftsgüter in den Sammelposten eingestellt werden?
Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten ab 250 € können in den Sammelposten eingestellt werden. Die Obergrenze liegt derzeit bei 1.000 €, soll aber auf 5.000 € pro Wirtschaftsgut angehoben werden.
Stand: Dezember 2023
Ab welchem Zeitpunkt gilt die Pflicht zur Banküberweisung bei Unterhaltsaufwendungen?
Die Regelung gilt ab dem Veranlagungszeitraum 2025. Für frühere Zeiträume können Barzahlungen unter den bisherigen Voraussetzungen noch berücksichtigt werden.
Stand: Dezember 2024
Ab welcher Höhe sollen Mieteinnahmen künftig steuerpflichtig sein?
Nach dem geplanten Wachstumschancengesetz sollen Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung erst dann besteuert werden, wenn sie 1.000 € im Kalenderjahr übersteigen. Bis zu dieser Freigrenze bleiben die Einnahmen steuerfrei. Wird die Grenze überschritten, sind die Einnahmen in voller Höhe steuerpflichtig.
Stand: Dezember 2023
Bis wann muss der Antrag auf einen Lohnsteuerfreibetrag gestellt werden?
Die Antragsfrist für den Lohnsteuerfreibetrag wurde auf den 1. November des Vorjahres verschoben, für das der Freibetrag gelten soll. Arbeitnehmer haben damit etwas mehr Zeit, ihren Antrag rechtzeitig beim Finanzamt einzureichen.
Stand: Dezember 2024
Bis zu welchem Bruttolistenpreis wird ein E-Firmenwagen begünstigt?
Die Bruttolistenpreisgrenze für die begünstigte Versteuerung von Elektro-Firmenwagen wurde angehoben; den genauen Betrag und die Fundstelle finden Sie im Beitrag. (Quelle: Deubner Recht & Steuern)
Stand: Dezember 2025
Bis zu welcher Höhe gelten Bonusleistungen der Krankenkasse nicht als Beitragserstattung?
Bonusleistungen für gesundheitsbewusstes Verhalten gelten bis zu 150 EUR pro versicherter Person und Beitragsjahr nicht als Beitragserstattung. Bis zu diesem Freibetrag mindern sie somit nicht die als Sonderausgaben abziehbaren Krankenversicherungsbeiträge.
Stand: Dezember 2024
Bis zu welcher Leistung sind kleine Photovoltaikanlagen steuerbefreit?
Die Steuerbefreiung für Photovoltaikanlagen gilt einheitlich für Anlagen mit einer maximal zulässigen Bruttoleistung von 30 kW (peak) je Wohn- oder Gewerbeeinheit, unabhängig von der Gebäudeart. Pro Steuerpflichtigem oder Mitunternehmerschaft dürfen insgesamt höchstens 100 kW (peak) installiert sein. Die bisherige Grenze von 15 kW (peak) bei bestimmten Gebäuden entfällt damit.
Stand: Dezember 2024
Für welche Rechnungen gilt die eRechnungspflicht nicht?
Ausgenommen von der Pflicht zur elektronischen Rechnung sind Kleinbetragsrechnungen bis 250 EUR brutto (§ 33 UStDV) sowie Fahrausweise (§ 34 UStDV). In diesen Fällen können weiterhin sonstige Rechnungen wie Papierrechnungen oder elektronische Rechnungen in nicht normkonformen Formaten ausgestellt werden. Ebenfalls nicht betroffen sind B2C-Umsätze und nach § 4 Nr. 8-29 UStG steuerbefreite Leistungen.
Stand: November 2023
Gibt es Ausnahmen von der Pflicht zur Banküberweisung bei Unterhaltszahlungen?
Ja, Erleichterungen können nach allgemeinen Billigkeitsgrundsätzen gewährt werden, wenn im Wohnsitzstaat der unterhaltenen Person besondere Verhältnisse vorliegen, etwa im Falle eines Krieges. Voraussetzung ist eine entsprechende Verwaltungsregelung der Finanzverwaltung.
Stand: Dezember 2024
Gibt es Meldepflichten für Krypto-Transaktionen?
Für Krypto-Transaktionen kommen Melde- und Berichtspflichten — ab wann und für wen, steht mit Fundstelle im Beitrag. (Quelle: Deubner Recht & Steuern)
Stand: Dezember 2025
Gibt es eine besondere Abschreibung für betriebliche Elektrofahrzeuge?
Für neue E-Fahrzeuge im Betriebsvermögen ist eine eigene degressive Abschreibung vorgesehen — Details und Fundstelle im Beitrag. (Quelle: Deubner Recht & Steuern)
Stand: Dezember 2025
Gilt der ermäßigte Umsatzsteuersatz ab 2025 wieder für Kunstgegenstände?
Ja, ab 1.1.2025 unterliegen die Lieferung, der innergemeinschaftliche Erwerb und die Einfuhr von Kunstgegenständen und Sammlungsstücken wieder dem ermäßigten Umsatzsteuersatz. Möglich wurde dies durch eine unionsrechtliche Änderung. Die Vermietung von Kunstgegenständen und Sammlungsstücken bleibt jedoch vom ermäßigten Steuersatz ausgeschlossen.
Stand: Dezember 2024
Gilt die Steuerbefreiung für Sanierungserträge auch bei Restschuldbefreiung?
Ja, die Steuerbefreiung für Sanierungserträge ist auch in Fällen der Restschuldbefreiung anwendbar. Eine gesetzliche Klarstellung stellt sicher, dass die Regelungen zu Sanierungserträgen entsprechend gelten.
Stand: Dezember 2024
Gilt für Restaurantumsätze wieder der ermäßigte Umsatzsteuersatz?
Für Speisen in der Gastronomie ist die Rückkehr zum ermäßigten Steuersatz vorgesehen — ab wann genau, steht mit Fundstelle im Beitrag. (Quelle: Deubner Recht & Steuern)
Stand: Dezember 2025
Handelt es sich bei den 1.000 € um einen Freibetrag oder eine Freigrenze?
Es handelt sich um eine Freigrenze. Das bedeutet: Werden die Einnahmen von 1.000 € im Jahr überschritten, sind sie vollständig steuerpflichtig und nicht nur der übersteigende Betrag. Ein Freibetrag würde demgegenüber stets steuerfrei bleiben.
Stand: Dezember 2023
In welchem Gesetz ist die geplante Freigrenze für Mieteinnahmen vorgesehen?
Die Einführung einer Freigrenze von 1.000 € für Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung ist im Entwurf des Wachstumschancengesetzes vorgesehen. Die endgültige Umsetzung hängt vom Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens ab.
Stand: Dezember 2023
Ist das Bundesmodell der Grundsteuer verfassungswidrig?
Zur Verfassungsmäßigkeit des Grundsteuer-Bundesmodells gibt es offene Verfahren — den aktuellen Stand und die Fundstelle finden Sie im Beitrag. (Quelle: Deubner Recht & Steuern)
Stand: Dezember 2025
Ist die Steuerbefreiung für Photovoltaikanlagen ein Freibetrag oder eine Freigrenze?
Es handelt sich um eine Freigrenze, nicht um einen Freibetrag. Das bedeutet: Wird die zulässige Leistungsgrenze überschritten, entfällt die Steuerbefreiung vollständig und nicht nur für den übersteigenden Anteil. Diese Klarstellung wurde nun gesetzlich verankert.
Stand: Dezember 2024
Ist doppelte Haushaltsführung auch im Einpersonenhaushalt möglich?
Auch Alleinstehende können eine doppelte Haushaltsführung geltend machen — unter welchen Voraussetzungen, steht im Beitrag. (Quelle: Deubner Recht & Steuern)
Stand: Dezember 2025
Ist ein Kaufpreisdarlehen eine Alternative zur Immobilienschenkung?
Statt einer Schenkung kann ein Kaufpreisdarlehen ein Gestaltungsmittel bei der Immobilienübertragung sein — Chancen und Grenzen im Beitrag. (Quelle: Deubner Recht & Steuern)
Stand: Dezember 2025
Kann beim Grundsteuerwert ein niedrigerer Verkehrswert nachgewiesen werden?
Ja, Steuerpflichtige können nach neuer gesetzlicher Regelung einen niedrigeren gemeinen Wert ihres Grundstücks nachweisen, der dann anzusetzen ist. Als Nachweis kann auch ein Kaufpreis dienen, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr innerhalb eines Jahres vor oder nach dem Hauptfeststellungszeitpunkt zustande gekommen ist. Der festgestellte Grundsteuerwert darf den nachgewiesenen Wert nicht um 40 % oder mehr übersteigen.
Stand: Dezember 2024
Kann die Fünftelungsregelung 2025 noch beim Lohnsteuerabzug angewendet werden?
Nein, ab dem Lohnsteuerabzug 2025 kann der Arbeitgeber die Fünftelungsregelung für Entschädigungen oder Vergütungen für mehrjährige Tätigkeiten nicht mehr im Lohnsteuerabzugsverfahren berücksichtigen, da das Verfahren für Arbeitgeber als zu kompliziert galt. Arbeitnehmer können die Tarifermäßigung jedoch weiterhin im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung geltend machen.
Stand: Dezember 2024
Kann nach einer Sonderabschreibung degressiv weiter abgeschrieben werden?
Ja. Nach dem Ende einer Sonderabschreibung – etwa bei neu gebauten Mietwohnungen – kann die weitere Abschreibung auf Basis des Restwerts und des für die degressive AfA geltenden Prozentsatzes erfolgen. Voraussetzung ist jedoch, dass das Wirtschaftsgut bereits vor Ende des Sonderabschreibungszeitraums degressiv abgeschrieben wurde.
Stand: Dezember 2024
Können Arbeitnehmer ihre Betriebsrente künftig parallel zur Teilrente beziehen?
Ja, mit dem Zweiten Betriebsrentenstärkungsgesetz wird der Rentenzugang flexibler gestaltet. Arbeitnehmer können ihre Betriebsrente künftig bereits dann beziehen, wenn sie eine Teilrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten. Damit wird ein gleitender Übergang in den Ruhestand erleichtert.
Stand: Dezember 2024
Können auch Unternehmer aus anderen EU-Ländern die deutsche Kleinunternehmerregelung nutzen?
Ja, ab 1.1.2025 können auch in anderen EU-Mitgliedstaaten ansässige Unternehmer die Kleinunternehmerregelung in Deutschland anwenden. Umgekehrt können deutsche Unternehmer die Steuerbefreiung im EU-Ausland nutzen, müssen dafür aber an einem besonderen Meldeverfahren beim Bundeszentralamt für Steuern teilnehmen und ihre Umsätze quartalsweise elektronisch melden.
Stand: Dezember 2024
Können beA und beSt weiterhin für die Kommunikation mit dem Finanzamt genutzt werden?
Nein. Die besonderen elektronischen Anwalts- und Steuerberaterpostfächer (beA und beSt) sind für die Kommunikation mit der Finanzverwaltung grundsätzlich ausgeschlossen. Ihre Nutzung bleibt jedoch in gerichtlichen Verfahren verpflichtend.
Stand: Dezember 2024
Muss Kindergeld künftig elektronisch beantragt werden?
Die elektronische Antragstellung wird gemäß der Neufassung des § 67 Satz 1 EStG zum Regelfall. Sie muss nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz über die amtlich vorgeschriebene Schnittstelle erfolgen; eine einfache E-Mail genügt nicht mehr. Ein Antrag in Papierform bleibt aber weiterhin zulässig.
Stand: Dezember 2024
Müssen Kleinunternehmer ab 2025 E-Rechnungen ausstellen und empfangen können?
Kleinunternehmer sind von der Pflicht zur Ausstellung von E-Rechnungen befreit. Sie müssen jedoch in der Lage sein, E-Rechnungen zu empfangen. Zusätzlich wurde in § 34a UStDV eine vereinfachte Rechnungsregelung speziell für Kleinunternehmer eingeführt, die nicht mit den Kleinbetragsrechnungen zu verwechseln ist.
Stand: Dezember 2024