Fragen & Antworten
Antworten auf häufige Fragen.
Kuratiert aus unseren Beiträgen zu Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung — alphabetisch, nach Zielgruppe oder Thema gefiltert.
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130 Fragen · Seite 1 / 3
Auf welchen Betrag wurde die Hinzuverdienstgrenze für vorgezogene Altersrentner 2020 erhöht?
Aufgrund der Corona-Krise wurde die jährliche Hinzuverdienstgrenze für vorgezogene Altersrentner bis Ende 2020 auf 44.590 EUR angehoben. Damit sollten vorzeitige Rentner ohne Rentenkürzung in systemrelevanten Bereichen aushelfen können.
Stand: März 2020
Auf welcher Rechtsgrundlage basierte das Corona-Sofortprogramm für Beratungskosten?
Das BMWi hatte die bestehende Rahmenrichtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows um ein Corona-Modul ergänzt und so ein Sofortprogramm geschaffen. Die Abwicklung erfolgte über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit Unterstützung der DIHK-Leitstelle.
Stand: März 2020
Bis wann kann die Überbrückungshilfe II beantragt werden und durch wen?
Die Antragsfrist läuft bis zum 31.01.2021. Anträge müssen über das Portal www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de durch einen registrierten prüfenden Dritten gestellt werden, also durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer. Bei der Schlussabrechnung sind künftig nicht nur Rückforderungen, sondern auch Nachzahlungen möglich.
Stand: November 2020
Bis wann konnten Anträge für die Überbrückungshilfe II gestellt werden?
Die Antragsfrist für die zweite Phase der Überbrückungshilfe (September bis Dezember 2020) endete am 31. Dezember 2020. Anträge waren ab dem 26. Oktober 2020 möglich.
Stand: September 2020
Bis wann konnten Anträge im NRW-Sonderprogramm Digitaler Einzelhandel 2020 gestellt werden?
Die Einreichefrist für Anträge endete am 15. September 2020. Anträge konnten beim Projektträger Jülich (PtJ) eingereicht werden.
Stand: Juli 2020
Bis wann konnten Änderungsanträge zur Überbrückungshilfe I gestellt werden?
Änderungsanträge zur Überbrückungshilfe I (Mai bis August 2020) konnten bis zum 30.11.2020 gestellt werden, nachdem die ursprüngliche Frist 30.10.2020 verlängert wurde. Bei bereits beschiedenen Anträgen ist ein begründeter Änderungsantrag elektronisch möglich, etwa zur Ergänzung förderfähiger Kosten. Eine Nachzahlung im Zuge der Schlussabrechnung ist nicht vorgesehen; tatsächliche Fixkosten und Umsatzrückgänge werden dort jedoch bestätigt.
Stand: November 2020
Bis wann muss die Corona-Soforthilfe in NRW abgerechnet werden?
Die Abrechnung der NRW-Soforthilfe 2020 soll regulär im Frühjahr 2021 erfolgen. Für eine eventuelle Rückzahlung zu viel erhaltener Mittel besteht Zeit bis zum Herbst 2021. Die ursprünglich gesetzte Rückmeldefrist zum 30. November 2020 wurde verschoben.
Stand: November 2020
Bis wann mussten Anträge für die erste Phase der Überbrückungshilfe gestellt werden?
Anträge für die erste Phase (Fördermonate Juni bis August 2020) mussten spätestens bis zum 9. Oktober 2020 eingereicht werden. Eine rückwirkende Antragstellung nach diesem Datum war nicht möglich.
Stand: September 2020
Bis zu welchem Betrag können Corona-Bonuszahlungen an Beschäftigte 2020 steuerfrei geleistet werden?
Arbeitgeber können ihren Beschäftigten im Jahr 2020 Beihilfen und Unterstützungen bis zu 1.500 Euro steuerfrei auszahlen oder als Sachlohn gewähren. Voraussetzung ist, dass die Leistung zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht wird. Die Steuerfreiheit gilt für alle Branchen, nicht nur für systemrelevante Berufe.
Stand: Mai 2020
Bis zu welcher Höhe ist die Corona-Sonderzahlung an Arbeitnehmer steuer- und sozialversicherungsfrei?
Nach § 3 Nr. 11a EStG können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern eine Corona-Sonderzahlung bis maximal 1.500 € steuer- und sozialversicherungsfrei gewähren. Darüber hinausgehende Beträge sind als regulärer Arbeitslohn zu versteuern. Die Zahlung kann wahlweise als Geldleistung oder Sachbezug erfolgen.
Stand: September 2020
Darf eine bereits zugesagte freiwillige Sonderzahlung in eine Corona-Prämie umgewandelt werden?
Nein, wenn bereits vor dem 1. März 2020 ein Anspruch auf eine Sonderleistung bestand – etwa durch arbeitsvertragliche Fixierung, auch wenn als freiwillig deklariert – darf diese nicht in eine Corona-Prämie umgewandelt werden. Es läge sonst eine schädliche Gehaltsumwandlung vor. Echte freiwillige Leistungen ohne Anspruch dürfen jedoch durch die Corona-Prämie ersetzt werden.
Stand: September 2020
Dürfen Arbeitnehmer aus Angst vor Ansteckung der Arbeit fernbleiben?
Nein. Arbeitnehmer dürfen ihrer Beschäftigung nur fernbleiben, wenn sie tatsächlich arbeitsunfähig sind. Bloße Angst vor einer möglichen Ansteckung am Arbeitsplatz reicht nicht aus. Unentschuldigtes Fernbleiben kann arbeitsrechtliche Konsequenzen wie Abmahnung oder Kündigung nach sich ziehen.
Stand: März 2020
Dürfen Solo-Selbständige einen Pauschalbetrag für Lebenshaltungskosten ansetzen?
Ja, Solo-Selbständige, Freiberufler sowie im Unternehmen tätige Inhaber von Einzelunternehmen und Personengesellschaften dürfen einmalig pauschal 2.000 EUR für die Monate März und April für Lebenshaltungskosten oder einen fiktiven Unternehmerlohn ansetzen. Voraussetzung ist eine erstmalige Antragstellung im März oder April 2020, keine Beantragung von ALG II für diese Monate und keine Inanspruchnahme des Sofortprogramms für Künstler.
Stand: Mai 2020
Für welchen Zeitraum gilt die erhöhte Hinzuverdienstgrenze von 44.590 EUR?
Die erhöhte Hinzuverdienstgrenze von 44.590 EUR gilt befristet bis Ende 2020. Danach kehrt die reguläre Grenze von 6.300 EUR pro Jahr zurück, sofern keine erneute gesetzliche Verlängerung erfolgt.
Stand: März 2020
Gibt es trotz Aussetzung des Corona-Moduls Alternativen für eine geförderte Unternehmensberatung?
Ja, auf das reguläre Förderprogramm zur Förderung unternehmerischen Know-hows kann ausgewichen werden, sofern die allgemeinen Voraussetzungen vorliegen. Dieses reguläre Modul besteht unabhängig vom Corona-Sonderprogramm fort und wird über das BAFA abgewickelt.
Stand: März 2020
Gilt die Umsatzsteuersenkung auf 7 % auch für Getränke in der Gastronomie?
Nein, die befristete Senkung des Umsatzsteuersatzes auf 7 % gilt ausschließlich für Speisen in der Gastronomie. Für Getränke bleibt es beim regulären Umsatzsteuersatz von 19 %. Gastronomiebetriebe müssen Speisen und Getränke daher umsatzsteuerlich getrennt erfassen.
Stand: Mai 2020
In welchem Gesetz ist die Umsatzsteuersenkung für die Gastronomie geregelt?
Die gesetzliche Grundlage findet sich im Corona-Steuerhilfegesetz, das am 6. Mai 2020 vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Es enthält mehrere steuerliche Entlastungsmaßnahmen zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise, darunter die Anwendung des ermäßigten Umsatzsteuersatzes auf Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen.
Stand: Mai 2020
Kann die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht über den 30.09.2020 hinaus verlängert werden?
Ja, vorgesehen ist eine Verordnungsermächtigung für das BMJV, mit der die Maßnahme höchstens bis zum 31.03.2021 verlängert werden kann.
Stand: März 2020
Können Empfänger der NRW-Soforthilfe freiwillig schon 2020 abrechnen?
Ja, das Land NRW eröffnet Soforthilfe-Empfängern Ende November per E-Mail die Möglichkeit, noch im laufenden Jahr abzurechnen und gegebenenfalls zu viel erhaltene Mittel zurückzuzahlen. Dies ist insbesondere für jene relevant, die die Rückzahlung steuerlich noch in 2020 geltend machen wollen. Mit einem Klick erhalten sie Zugriff auf die Berechnungshilfe und das Rückmelde-Formular.
Stand: November 2020
Können Minijobber die steuerfreie Corona-Prämie erhalten, ohne den Minijob-Status zu verlieren?
Ja. Nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 Sozialversicherungsentgeltverordnung zählt die Corona-Prämie nicht zum sozialversicherungsrechtlichen Entgelt. Sie kann daher auch geringfügig Beschäftigten gezahlt werden, ohne dass die 450-€-Grenze berührt wird oder der Minijob-Status gefährdet ist.
Stand: September 2020
Können Personalkosten bei der Abrechnung der Corona-Soforthilfe abgesetzt werden?
Ja, Personalkosten können nachträglich von den Einnahmen abgesetzt werden, sofern sie zur Erzielung dieser Einnahmen notwendig waren und nicht durch andere Leistungen wie Kurzarbeitergeld gedeckt wurden. Diese Anpassung wurde vorgenommen, weil viele Betriebe nach den Lockerungen im Mai und Juni 2020 wieder öffneten und sonst rechnerische Liquiditätsüberschüsse entstanden wären.
Stand: August 2020
Können Sozialversicherungsbeiträge wegen Corona gestundet werden?
Ja, Arbeitgeber können auf Antrag eine Stundung der Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung) bis Juni 2020 erreichen. Stundungszinsen werden hierfür nicht berechnet. Der Antrag sollte zügig gestellt werden, da die Beiträge regulär monatlich fällig werden.
Stand: März 2020
Können Steuervorauszahlungen wegen der Corona-Krise herabgesetzt werden?
Ja, für Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Einkommensteuer können Anträge auf Herabsetzung oder vorläufige Aussetzung der laufenden Vorauszahlungen gestellt werden. Diese Anträge sind elektronisch unkompliziert möglich und werden von den Finanzämtern in der Regel zügig und ohne Probleme bearbeitet.
Stand: März 2020
Können Studenten und Rentner die Corona-Soforthilfe beantragen?
Ja, der Status als Student oder Rentner ist unerheblich. Entscheidend ist, dass die Person zum 31.12.2019 als selbständiger Unternehmer am Markt tätig war und zum Antragszeitpunkt eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit im Sinne des § 2 UStG selbständig ausübt.
Stand: März 2020
Können Verbraucher- und Baukredite während der Corona-Krise gestundet werden?
Ja. Verbraucherkredite und Baukredite, deren Raten in einem bestimmten Zeitraum fällig werden, können für bis zu sechs Monate gestundet werden. Die Zahlungen müssen in dieser Zeit nicht geleistet, sondern erst später beglichen werden. Auch Vermieter mit Liquiditätsproblemen durch Mietausfälle können ihre Baukredite vorübergehend ohne Zins- und Tilgungsleistung stunden.
Stand: März 2020
Muss die Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung (1/11) weiterhin gezahlt werden?
Nein, die Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung in Höhe von 1/11 für die Dauerfristverlängerung muss derzeit nicht gezahlt werden. Die Fristverlängerung um einen Monat wird trotzdem gewährt. Bereits gezahlte Beträge können auf formlosen Antrag beim Finanzamt erstattet werden.
Stand: März 2020
Sind alle BAFA-Förderprogramme zur Unternehmensberatung eingestellt worden?
Nein, eingestellt wurde nur das spezielle Corona-Modul. Die übrigen Programme der BAFA zur Förderung unternehmerischen Know-hows bleiben weiterhin bestehen und können regulär in Anspruch genommen werden.
Stand: Juni 2020
Sollen die Rückmeldebögen zur Corona-Soforthilfe trotzdem ausgefüllt und zurückgesendet werden?
Nein, Empfänger der NRW-Soforthilfe sollten die Rückmeldebögen vorerst weder ausfüllen noch zurücksenden. Es wird empfohlen, die bundeseinheitliche Klärung zu den Abrechnungsmodalitäten abzuwarten und im Einzelfall Rücksprache mit dem zuständigen Steuerberater zu halten.
Stand: Juli 2020
Sollten Empfänger der NRW-Soforthilfe bereits jetzt Geld zurücküberweisen?
Nein, bis zum offiziellen Start des Rückmeldeverfahrens sollte von Rücküberweisungen an die Bewilligungsbehörden oder an die Landeskasse abgesehen werden. Rückzahlungen sollen erst nach Erhalt der Aufforderungs-E-Mail und über das offizielle Rückmelde-Formular erfolgen.
Stand: November 2020
Von welcher Absenderadresse kommt die Mail zur Rückmeldung der NRW-Soforthilfe?
Die Information zur Rückmeldung wird Ende November von der Adresse noreply@soforthilfe-corona.nrw.de versendet. Empfänger sollten auf diese Mail warten, bevor sie tätig werden. Wer nicht vorzeitig abrechnen will, muss zunächst nichts unternehmen.
Stand: November 2020
Wann besteht ein Ausgleichsanspruch nach § 29 UStG bei Steuersatzänderungen?
Ein Ausgleichsanspruch besteht, wenn die Leistung nach dem 30.06.2020 ausgeführt wird und der zugrundeliegende Vertrag vor dem 01.03.2020 (also mehr als 4 Monate vor Inkrafttreten) geschlossen wurde. Eine Festpreisvereinbarung oder anderweitige vertragliche Regelung schließt den Anspruch jedoch aus. Beide Vertragsparteien können den Ausgleich für umsatzsteuerliche Mehr- oder Minderbelastungen verlangen.
Stand: Juli 2020
Wann erhalten Arbeitnehmer den erhöhten Leistungssatz von 67 Prozent?
Der erhöhte Satz wird gewährt, wenn mindestens ein nach § 32 Abs. 1, 3 bis 5 EStG zu berücksichtigendes Kind im Haushalt lebt und ein Kinderfreibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen ist. Kinderfreibeträge werden nur bei den Steuerklassen I, II, III und IV eingetragen. Für volljährige Kinder kann der Freibetrag unter bestimmten Voraussetzungen (z. B. Berufsausbildung) beim Finanzamt beantragt werden.
Stand: März 2020
Wann gilt ein Unternehmen als "Unternehmen in Schwierigkeiten" und ist damit nicht antragsberechtigt?
Nach Art. 2 Abs. 18 der VO EU Nr. 651/2014 liegt dies vor, wenn bei haftungsbeschränkten Gesellschaften (z.B. GmbH, UG, gegründet vor 31.12.2016) mehr als die Hälfte des Stammkapitals durch Verluste aufgezehrt ist, bei Personengesellschaften (KG, OHG) mehr als die Hälfte der Eigenmittel verloren ging, ein Insolvenzverfahren läuft oder dessen Voraussetzungen erfüllt sind, oder eine noch nicht zurückgezahlte Rettungs- bzw. laufende Umstrukturierungsbeihilfe besteht. Trifft eine dieser Bedingungen zum 31.12.2019 zu, darf der Zuschuss nicht beantragt werden.
Stand: März 2020
War eine betriebswirtschaftliche Beratung durch Steuerberater förderfähig?
Ja, im Rahmen des Corona-Moduls der Rahmenrichtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows war auch die betriebswirtschaftliche Beratung durch Steuerberater explizit förderfähig. Voraussetzung war eine Corona-bedingte Betroffenheit des Unternehmens.
Stand: März 2020
Warum hat NRW das Rückmeldeverfahren zur Soforthilfe gestoppt?
Die Landesregierung NRW hat festgestellt, dass mehrere Abrechnungsvorgaben problematisch sind, und entsprechende Punkte an den Bund weitergegeben. Der Bund hat die Länder zur Stellungnahme aufgefordert. Bis zu einer bundeseinheitlichen Lösung pausiert NRW das Verfahren, um Nachteile für die Hilfeempfänger zu vermeiden.
Stand: Juli 2020
Warum kann eine Rückzahlung der Soforthilfe noch in 2020 steuerlich vorteilhaft sein?
Die Corona-Soforthilfe stellt steuerpflichtige Betriebseinnahmen dar. Erfolgt die Rückzahlung zu viel erhaltener Mittel noch im selben Wirtschaftsjahr, mindert sie unmittelbar den Gewinn 2020. Daher äußern viele Empfänger den Wunsch, bereits in 2020 abzurechnen, um die Rückzahlung im laufenden Veranlagungszeitraum zu verbuchen.
Stand: November 2020
Warum kann § 616 BGB den Erstattungsanspruch des Arbeitgebers ausschließen?
Nach § 616 BGB behält der Arbeitnehmer seinen Lohnanspruch, wenn er für eine verhältnismäßig kurze Zeit unverschuldet an der Arbeitsleistung gehindert ist. Greift diese Vorschrift, besteht ein eigener arbeitsrechtlicher Lohnfortzahlungsanspruch und damit kein Verdienstausfall im Sinne des § 56 IfSG. In diesen Fällen kann der Arbeitgeber keine Erstattung von der Behörde verlangen und bleibt auf den Lohnkosten sitzen.
Stand: November 2020
Warum wird die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt?
In der aktuellen Lage kann die Bearbeitung von Anträgen auf öffentliche Hilfen oder Finanzierungs- und Sanierungsverhandlungen häufig nicht innerhalb der gesetzlichen Drei-Wochen-Frist abgeschlossen werden. Die Aussetzung verhindert, dass Unternehmen allein deshalb einen Insolvenzantrag stellen müssen.
Stand: März 2020
Warum wurde der ermäßigte Umsatzsteuersatz für Gastronomiebetriebe eingeführt?
Gastronomiebetriebe wie Restaurants und Cafés sind von der Corona-Krise besonders stark betroffen, unter anderem durch behördliche Beschränkungen des Betriebs. Die Steuersatzsenkung soll als Anschubhilfe wirken, damit diese Betriebe nach der Lockerung der Beschränkungen schnell wieder aus eigener Kraft wirtschaften können.
Stand: Mai 2020
Warum wurde die Antragsfrist der ersten Phase verlängert?
Aufgrund erheblicher Bearbeitungszeit und technischer Schwierigkeiten beim Online-Verfahren – etwa der verzögerten Zusendung der erforderlichen PIN – wurde die ursprüngliche Frist vom 31.8.2020 bis zum 30.9.2020 verlängert. Steuerberaterverbände hatten sich nachdrücklich für diese Verlängerung eingesetzt.
Stand: September 2020
Warum wurde die Corona-Beratungsförderung der BAFA so schnell ausgeschöpft?
Die Nachfrage übertraf alle Erwartungen, zugleich gab es nach Medienberichten der Süddeutschen Zeitung in erheblichem Umfang missbräuchliche und teils betrügerische Anträge. Diese Überstrapazierung des Programms hat dazu beigetragen, dass die Mittel vorzeitig aufgebraucht waren.
Stand: Juni 2020
Was bedeutet die Voraussetzung, zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen zu sein?
Ein Unternehmen gilt nach EU-Definition als nicht in Schwierigkeiten, wenn der Hausbank zum Stichtag 31.12.2019 keine ungeregelten Zahlungsrückstände von mehr als 30 Tagen bekannt waren. Nur solche Unternehmen können die KfW-Corona-Hilfe beantragen. Zudem muss zum Antragszeitpunkt unter Annahme einer Normalisierung der Lage eine positive Fortführungsprognose bestehen.
Stand: März 2020
Was bedeutet Überkompensation bei der Corona-Soforthilfe und welche Folgen hat sie?
Eine Überkompensation liegt vor, wenn der Antragsteller mehr Zuwendungen erhalten hat als der tatsächlich eingetretene Schaden, also der durch die Corona-Krise verursachte Umsatzausfall abzüglich eingesparter Kosten. Der zu viel erhaltene Betrag muss zurückgezahlt werden. Am Ende des Bewilligungszeitraums werden alle Empfänger angeschrieben und müssen die Verwendung mittels Vordruck nachweisen.
Stand: Mai 2020
Was ist Kurzarbeitergeld und wie hoch ist die Grundleistung?
Kurzarbeitergeld ist eine Leistung der Agentur für Arbeit, die einen Teil des Nettolohnausfalls bei vorübergehendem Arbeitsausfall ersetzt. Kinderlose Beschäftigte erhalten 60 Prozent, Beschäftigte mit Kindern 67 Prozent des entfallenen Nettoentgelts. Ziel ist es, Arbeitgeber zu entlasten und Kündigungen zu vermeiden.
Stand: März 2020
Was passiert mit bereits gestellten Anträgen auf die Corona-Beratungsförderung der BAFA?
Bewilligt und ausgezahlt werden nur Anträge, bei denen die BAFA bereits eine Inaussichtstellung erteilt hat. Andernfalls kann eine Berücksichtigung nur über ein Nachrückverfahren erfolgen, sofern ein förderfähiger Verwendungsnachweis eingereicht wird und ausreichend Haushaltsmittel verfügbar sind.
Stand: Juni 2020
Was regelt das Corona-Steuerhilfegesetz vom 6. Mai 2020?
Das vom Bundeskabinett am 6. Mai 2020 beschlossene Corona-Steuerhilfegesetz umfasst mehrere steuerliche Entlastungsmaßnahmen. Zentrale Punkte sind die befristete Absenkung des Umsatzsteuersatzes für Speisen in der Gastronomie auf 7 % sowie flankierende Regelungen zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie für Unternehmen und Beschäftigte.
Stand: Mai 2020
Welche Ausgaben sind im Sonderprogramm Digitaler Einzelhandel NRW förderfähig?
Förderfähig sind Beratungsdienstleistungen für den erstmaligen Einsatz oder den Ausbau digitaler Technologien im Einzelhandel. Daneben können auch projektbezogene Sachausgaben bezuschusst werden.
Stand: Juli 2020
Welche Entlastungen wurden für Familien und Alleinerziehende beschlossen?
Für jedes kindergeldberechtigte Kind wird ein einmaliger Kinderbonus von 300 € gezahlt. Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende wird befristet auf zwei Jahre von bisher 1.908 € auf 4.000 € angehoben. Zusätzlich soll ein Prämiensystem das Ausbildungsplatzangebot bei KMU stärken.
Stand: Juni 2020
Welche Entschädigung erhalten Eltern bei Verdienstausfall wegen Schul- oder Kitaschließung?
Nach der Neufassung des Infektionsschutzgesetzes erhalten betroffene Eltern 67 % des Nettoeinkommens, maximal 2.016 € pro Monat und längstens für 6 Wochen. Anspruchsberechtigt sind Eltern von Kindern unter 12 Jahren, sofern keine Notbetreuung besteht, Homeoffice nicht zumutbar ist und Überstunden bereits abgebaut wurden. Die Zahlung erfolgt nicht während der Schulferien.
Stand: März 2020
Welche Erleichterungen beim Zugang zum Kurzarbeitergeld gelten seit dem 16. März 2020?
Es genügt, wenn 10 Prozent der Belegschaft vom Arbeitsausfall betroffen sind (statt einem Drittel). Die Sozialversicherungsbeiträge werden den Arbeitgebern von der Bundesagentur für Arbeit vollständig erstattet. Auch Leiharbeitnehmer haben Anspruch, und es müssen keine negativen Arbeitszeitsalden mehr aufgebaut werden.
Stand: März 2020