Fragen & Antworten

Antworten auf häufige Fragen.

Kuratiert aus unseren Beiträgen zu Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung — alphabetisch, nach Zielgruppe oder Thema gefiltert.

656 Fragen · Seite 1 / 14

  • Ab wann entfällt der Kindergeldanspruch, wenn aus einem Jahr Auslandsstudium ein mehrjähriger Aufenthalt wird?

    War der Auslandsaufenthalt zunächst nur für ein Jahr geplant, wird der inländische Wohnsitz erst ab dem Zeitpunkt nach den strengeren Maßstäben des mehrjährigen Aufenthalts geprüft, in dem die Entscheidung zur Verlängerung getroffen wurde. Steht bereits während des laufenden Ausbildungsjahres fest, dass das Kind nicht mehr als die Hälfte der ausbildungsfreien Zeit zu Hause verbringen wird, entfällt der Wohnsitz schon ab diesem Zeitpunkt und nicht erst am Studienjahresende.

    Stand: Oktober 2023

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  • Ab wann gilt die RV-Befreiung bei fristgerechter Meldung zum Beschäftigungsbeginn?

    Bei fristgerechter Meldung innerhalb der 6-Wochen-Frist wirkt die Befreiung rückwirkend ab dem Beschäftigungsbeginn. Beispiel: Bei Beschäftigungsbeginn am 01.03. und Antragstellung am gleichen Tag muss die Meldung bis spätestens 12.04. erfolgen, damit die Befreiung ab 01.03. greift.

    Stand: September 2022

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  • Ab wann gilt die neue niederländische USt-IdNr. für Einzelunternehmer?

    Ab dem 1. Januar 2020 müssen niederländische Einzelunternehmer eine neue Umsatzsteuer-Identifikationsnummer bei innergemeinschaftlichen Umsätzen verwenden. Die bisherigen USt-IdNrn. dieser Einzelunternehmer werden zu diesem Zeitpunkt ungültig. USt-IdNrn. anderer niederländischer Unternehmensformen sind von der Umstellung nicht betroffen.

    Stand: Januar 2020

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  • Ab wann ist eine verbilligte Vermietung mit vollem Werbungskostenabzug möglich?

    Ab dem 01.01.2021 können Vermieter ihre Werbungskosten bei verbilligter Vermietung von Wohnraum bereits dann vollständig abziehen, wenn die vereinnahmte Miete mindestens 50% der ortsüblichen Miete beträgt. Zuvor lag diese Grenze bei 66%. Damit soll verhindert werden, dass Vermieter aus rein steuerlichen Gründen die Miete anheben müssen.

    Stand: Januar 2021

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  • Ab wann müssen elektronische Kassen mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgestattet sein?

    Seit dem 1.1.2020 besteht die gesetzliche Pflicht, elektronische Aufzeichnungssysteme durch eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) zu schützen. Zusätzlich müssen die Kassen für jeden Geschäftsvorfall einen Beleg ausdrucken können und die eingesetzten Kassen sind dem Finanzamt zu melden.

    Stand: November 2019

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  • Ab wann nimmt ein Pächter eines kompletten Gewerbebetriebs am wirtschaftlichen Verkehr teil?

    Aufgrund der Fiktion einer Neugründung nach § 2 Abs. 5 GewStG nimmt der Pächter bereits ab Pachtbeginn am wirtschaftlichen Verkehr teil, nicht erst ab der tatsächlichen Betriebseröffnung. Dies hat zur Folge, dass Aufwendungen zwischen Pachtbeginn und Eröffnung gewerbesteuerlich relevant sein können.

    Stand: Februar 2022

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  • Ab wann und in welcher Höhe gilt die erhöhte Entfernungspauschale?

    Die Entfernungspauschale steigt bereits ab 2022 (statt erst 2024) auf 0,38 € pro Kilometer. Die Erhöhung gilt jedoch erst ab dem 21. Entfernungskilometer und soll Berufspendler angesichts steigender Energiepreise entlasten.

    Stand: März 2022

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  • Ab wann wird die Wirtschafts-Identifikationsnummer eingeführt?

    Das Gesetz zur Einführung der W-IdNr. ist bereits am 15. Juli 2021 in Kraft getreten (BGBl. I 2021, 2506). Die tatsächliche Vergabe und das zugehörige Basisregister sollen voraussichtlich ab Herbst 2024 betriebsbereit sein.

    Stand: September 2024

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  • Ab welchem Kilometer greift die erhöhte Entfernungspauschale für die Mobilitätsprämie?

    Die erhöhte Entfernungspauschale greift ab dem 21. Entfernungskilometer und beträgt 2021 0,35 € pro Kilometer, 2022 voraussichtlich 0,38 € pro Kilometer. Für die ersten 20 Kilometer gilt weiterhin der reguläre Satz von 0,30 €/km. Nur die erhöhte Pauschale ab dem 21. Kilometer ist Grundlage für die Berechnung der Mobilitätsprämie.

    Stand: März 2022

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  • Auf welchen Betrag wird der Arbeitnehmer-Pauschbetrag durch das Steuerentlastungsgesetz 2022 angehoben?

    Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag wird von 1.000 € auf 1.200 € pro Kalenderjahr erhöht. Die Anhebung soll rückwirkend zum 01.01.2022 gelten und führt zu einer Senkung der Einkommensteuerlast für Arbeitnehmer.

    Stand: März 2022

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  • Auf welcher Rechtsgrundlage besteht die Mitteilungspflicht zum Transparenzregister?

    Die Mitteilungspflicht ergibt sich aus §§ 18 ff. des Geldwäschegesetzes (GwG). Sie betrifft Angaben zu wirtschaftlich Berechtigten und ist gegenüber dem offiziellen Transparenzregister kostenfrei zu erfüllen.

    Stand: Januar 2020

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  • Besteht Kindergeldanspruch bei kurzfristiger krankheitsbedingter Unterbrechung der Ausbildung?

    Ja. Bei einer krankheitsbedingten Unterbrechung der Berufsausbildung bleibt der Kindergeldanspruch nach § 32 Abs. 4 S. 1 Nr. 2 a EStG bestehen, solange die Erkrankung voraussichtlich nicht länger als sechs Monate dauert. In diesem Fall genügen ein fortbestehender Ausbildungsplatz und der Ausbildungswille des Kindes, auch wenn aktuell keine Ausbildungsmaßnahmen durchgeführt werden.

    Stand: Mai 2022

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  • Besteht bei EU-Sachverhalten nur Anspruch auf Differenzkindergeld?

    Nein, der Anspruch ist nicht auf das Differenzkindergeld beschränkt, wenn Deutschland vorrangig zuständig ist. Geht ein Elternteil in Deutschland einer Erwerbstätigkeit nach und besteht im Heimatland (z. B. Bulgarien) kein eigener Kindergeldanspruch, so wird das volle deutsche Kindergeld gezahlt. Die Reihenfolge der Zuständigkeit richtet sich nach der EG-VO 883/2004.

    Stand: Februar 2021

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  • Bis wann gilt die Homeoffice-Pauschale und wie hoch ist sie?

    Die Homeoffice-Pauschale wurde bis zum 31.12.2022 verlängert. Arbeitnehmer ohne häusliches Arbeitszimmer können für jeden vollen Tag Tätigkeit von zu Hause 5 € pauschal ansetzen, maximal 600 € im Kalenderjahr. Die Pauschale ist ausgeschlossen, wenn im Veranlagungszeitraum Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer geltend gemacht werden.

    Stand: Juni 2022

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  • Bis wann gilt die erhöhte Pendlerpauschale ab dem 21. Kilometer?

    Die Erhöhung der Entfernungspauschale ab dem 21. Kilometer ist befristet bis zum 31.12.2026. Danach könnte wieder einheitlich der bisherige Satz von 0,30 EUR pro Entfernungskilometer gelten, sofern keine erneute gesetzliche Verlängerung erfolgt.

    Stand: März 2020

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  • Bis wann kann der Antrag auf Verzicht der Gewinnerzielungsabsicht gestellt werden?

    Für Altanlagen, die vor dem 01.01.2022 in Betrieb genommen wurden, ist der Antrag bis Ende 2022 möglich. Für Neuanlagen ab dem 01.01.2022 kann der Antrag im Folgejahr der Inbetriebnahme gestellt werden. Bei Anlagen, die vor dem 01.01.2004 in Betrieb gingen, ist der Antrag erst nach Ablauf der 20-jährigen EEG-Förderung möglich.

    Stand: Januar 2022

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  • Bis wann kann die Neustarthilfe beantragt werden und wer darf den Antrag stellen?

    Der Förderzeitraum umfasst den 01.01.2021 bis 30.06.2021. Anträge können bis einschließlich 31.08.2021 gestellt werden, und zwar ausschließlich über einen prüfenden Dritten wie einen Steuerberater. Pro Antragsteller ist nur ein Antrag auf Neustarthilfe möglich, und es muss zwischen Neustarthilfe und Überbrückungshilfe III gewählt werden.

    Stand: März 2021

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  • Bis wann können alte niederländische USt-IdNrn. nach § 18e UStG bestätigt werden?

    Bestätigungsanfragen nach § 18e UStG für die bis zum 31.12.2019 gültigen niederländischen USt-IdNrn. müssen bis zum Ende des Jahres 2019 beim Bundeszentralamt für Steuern gestellt werden. Ab dem 1. Januar 2020 ist eine Bestätigung der alten Nummern nicht mehr möglich.

    Stand: Januar 2020

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  • Bis wann muss der Antrag auf Grundsteuerlass für 2020 gestellt werden?

    Der Antrag auf Teilerlass der Grundsteuer für das Jahr 2020 muss bis zum 31.03.2021 bei der zuständigen Stadt bzw. dem Steueramt gestellt werden. Diese Frist ist eine Ausschlussfrist.

    Stand: März 2021

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  • Bis wann muss der Befreiungsantrag gestellt werden, damit er rückwirkend zum 01.10.2022 gilt?

    Der Antrag muss bis zum 02.01.2023 beim Arbeitgeber eingehen, damit die Befreiung rückwirkend zum 01.10.2022 wirkt. Eine rückwirkende Befreiung in der Kranken- und Pflegeversicherung ist allerdings nur möglich, wenn bis zu diesem Zeitpunkt keine Leistungen in Anspruch genommen wurden.

    Stand: September 2022

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  • Bis wann muss die Einkommensteuererklärung ohne Steuerberater abgegeben werden?

    Nach § 149 Abs. 2 S. 1 AO gilt als regulärer Abgabetermin der 31.07. des Folgejahres. Für die Steuererklärung 2022 ist also der 31.07.2023 maßgeblich. Fällt der Termin auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag, verlängert sich die Frist bis zum nächsten Werktag.

    Stand: Juli 2021

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  • Bis wann muss die Schlussabrechnung der Corona-Hilfen abgegeben werden?

    Die Schlussabrechnung kann von Mitte Mai 2022 bis zum 31.12.2022 eingereicht werden. Eine fristgerechte Abgabe ist zwingend, da sonst die bewilligten Fördermittel in voller Höhe zurückgezahlt werden müssen.

    Stand: Mai 2022

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  • Bis wann und wo kann ein Steuerklassenwechsel beantragt werden?

    Ein Antrag auf Wechsel der Steuerklasse kann mehrfach im Kalenderjahr beim Wohnsitzfinanzamt gestellt werden. Abgabefrist ist der 30. November des jeweiligen Kalenderjahres. Der Antrag ist auch elektronisch über das Portal „Mein Elster“ möglich.

    Stand: Mai 2022

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  • Bis zu welchem Betrag ist der vereinfachte Spendennachweis möglich?

    Der vereinfachte Spendennachweis ist ab dem Jahressteuergesetz 2020 bis zu einem Betrag von 300,- EUR möglich (bisher 200,- EUR). In diesen Fällen genügt eine Kopie des Kontoauszugs als Nachweis gegenüber dem Finanzamt; eine separate Spendenbescheinigung ist nicht erforderlich.

    Stand: Januar 2021

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  • Bis zu welcher Höhe sind Erstausbildungskosten als Sonderausgaben abziehbar?

    Kosten für eine Erstausbildung können nach § 10 Abs. 1 Nr. 7 EStG nur als Sonderausgaben bis zu einem Höchstbetrag von 6.000 EUR pro Kalenderjahr geltend gemacht werden. Ein Abzug ist zudem nur möglich, wenn im selben Jahr Einkünfte des Steuerpflichtigen vorliegen.

    Stand: August 2023

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  • Bleibt die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht bei Unterbrechung des Minijobs bestehen?

    Ja, eine einmal erteilte Befreiung von der Rentenversicherungspflicht gilt für die gesamte Dauer des Minijobs und endet erst mit Beendigung der Beschäftigung. Unterbrechungen durch Elternzeit oder Entgeltersatzleistungen wie Kurzarbeitergeld berühren die Befreiung nicht, solange das Arbeitsverhältnis fortbesteht.

    Stand: August 2021

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  • Darf der Arbeitgeber das Handy für einen symbolischen Preis vom Arbeitnehmer kaufen?

    Ja, der BFH hat entschieden, dass auch ein Ankauf des Mobiltelefons vom Arbeitnehmer zu einem symbolischen Preis (z. B. 1 bis 6 Euro) die Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 45 EStG nicht ausschließt. Entscheidend ist, dass ein wirksamer Kaufvertrag vorliegt und das Gerät damit in das wirtschaftliche Eigentum des Arbeitgebers übergeht. Die Finanzverwaltung sieht dies bislang allerdings restriktiver (LSt-Handbuch H 3.45, Beispiel 2).

    Stand: Februar 2023

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  • Darf eine weitere volljährige Person mit im Haushalt des Alleinerziehenden leben?

    Grundsätzlich nicht, da das Finanzamt dann ein gemeinsames Wirtschaften unterstellt und der Anspruch auf den Entlastungsbetrag entfällt. Ausgenommen sind volljährige Personen, für die selbst ein Anspruch auf Kindergeld oder den Kinderfreibetrag besteht. Auch wenn nachgewiesen werden kann, dass keine Haushaltsgemeinschaft (z.B. durch getrennte Wohnteile) vorliegt, bleibt der Anspruch erhalten.

    Stand: Dezember 2021

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  • Dürfen alte, nicht aufrüstbare Registrierkassen weiterverwendet werden?

    Ja, für Registrierkassen, die nach dem 25.11.2010 und vor dem 1.1.2020 angeschafft wurden, die alten Anforderungen erfüllen, aber technisch nicht aufrüstbar sind, gilt eine Übergangsfrist bis zum 31.12.2022. Voraussetzung ist, dass entsprechende Nachweise vorliegen und der Systemdokumentation beigefügt sind.

    Stand: November 2019

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  • Dürfen bereits festgesetzte Erstattungszinsen rückwirkend zulasten des Steuerpflichtigen gemindert werden?

    Nein. Nach § 176 Abs. 1 Nr. 1 AO (Vertrauensschutz) darf eine Änderung oder Aufhebung eines Steuerbescheides nicht zu Ungunsten des Steuerpflichtigen erfolgen. Wurden also bereits Erstattungszinsen nach altem Recht zugunsten des Steuerpflichtigen festgesetzt, dürfen diese durch die Neuregelung nicht nachträglich gekürzt werden.

    Stand: Mai 2022

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  • Entfällt die Steuerfreiheit, wenn das Stipendium an eine spätere Arbeitsverpflichtung gekoppelt ist?

    Ja. Das FG Berlin-Brandenburg (Urteil v. 30.3.2022, 16 K 2083/20) entschied, dass die Steuerfreiheit nach § 3 Nr. 44 EStG entfällt, wenn der Stipendiat sich verpflichtet, nach Abschluss des Studiums für eine bestimmte Zeit eine Arbeitnehmertätigkeit auszuüben. Im konkreten Fall war ein Lehramtsstipendiat zu mindestens drei Jahren Tätigkeit als Lehrkraft in Berlin verpflichtet. Ein Revisionsverfahren ist beim BFH anhängig.

    Stand: Juli 2022

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  • Erhalten Rentner und Pensionäre die Energiepreispauschale?

    Reine Rentner oder Empfänger von Versorgungsbezügen (z. B. Beamtenpensionen) erhalten die Energiepreispauschale nicht, da diese Bezüge nicht zu den begünstigten Einkunftsarten zählen. Anspruchsberechtigt sind sie nur dann, wenn sie zusätzlich Einkünfte nach § 13, § 15, § 18 oder § 19 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 EStG erzielen.

    Stand: Juli 2022

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  • Führt eine einmalige Beauftragung über 450 EUR automatisch zur Künstlersozialabgabe?

    Nein. Das Bundessozialgericht hat entschieden, dass das bloße Überschreiten der 450-EUR-Grenze nach § 24 Abs. 3 KSVG nicht automatisch eine Beitragspflicht zur Künstlersozialkasse auslöst. Entscheidend ist, ob die Aufträge mit einer gewissen Regelmäßigkeit und Dauerhaftigkeit erteilt werden. Eine einmalige Beauftragung erfüllt diese Voraussetzung nicht.

    Stand: August 2022

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  • Für welche Einkunftsarten gilt das Zufluss-/Abfluss-Prinzip?

    Das Prinzip gilt uneingeschränkt für die Überschusseinkunftsarten, also Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit (§19), Kapitalvermögen (§20), Vermietung und Verpachtung (§21) sowie sonstige Einkünfte (§22 EStG). Bei den Gewinneinkunftsarten ist es nur anwendbar, wenn der Gewinn durch Einnahmenüberschussrechnung nach §4 Abs. 3 EStG ermittelt wird. Beim Betriebsvermögensvergleich nach §4 Abs. 1 EStG findet es keine Anwendung.

    Stand: Februar 2022

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  • Für welche Leistungen gelten Bonuszahlungen nicht als Beitragsrückerstattung?

    Keine Beitragsrückerstattung liegt vor, wenn die Bonuszahlung Leistungen außerhalb der Basiskrankenversicherung betrifft, etwa Alternativmedizin oder professionelle Zahnreinigung. Gleiches gilt für Boni zur Förderung gesundheitsbewussten Verhaltens wie Mitgliedschaften in Sportverein oder Fitnessstudio, sofern der Versicherte die Aufwendungen finanziell selbst getragen hat. In diesen Fällen entfällt eine Kürzung der Sonderausgaben.

    Stand: März 2023

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  • Für welche freiberuflichen Tätigkeiten gilt die Betriebsausgabenpauschale?

    Die Finanzverwaltung lässt eine Betriebsausgabenpauschale (H 18.2 EStH) für vier Tätigkeitsgruppen zu: hauptberufliche schriftstellerische und journalistische Tätigkeiten, wissenschaftliche, künstlerische und schriftstellerische Nebentätigkeiten, nebenamtliche Lehr- und Prüfungstätigkeiten sowie selbstständige Hebammen und Tagesmütter. Die Pauschale kann ohne Belegnachweis geltend gemacht werden.

    Stand: Dezember 2023

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  • Für welchen Zeitraum kann die Steuerermäßigung nach § 35b EStG geltend gemacht werden?

    Die Ermäßigung wird für Einkünfte gewährt, die im Veranlagungszeitraum oder in den vier vorangegangenen Veranlagungszeiträumen der Erbschaftsteuer als Erwerb von Todes wegen unterlegen haben. Daraus ergibt sich ein maximaler Begünstigungszeitraum von fünf Jahren ab dem Todestag des Erblassers.

    Stand: Mai 2024

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  • Für welchen Zeitraum können Überbrückungshilfen III Plus und Neustarthilfen Plus zusätzlich beantragt werden?

    Die Überbrückungshilfen III Plus und Neustarthilfen Plus wurden um das 4. Quartal 2021 verlängert. Damit können staatliche Zuschüsse nun auch für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2021 beantragt werden. Der gesamte Förderzeitraum erstreckt sich somit von Juli bis Dezember 2021.

    Stand: November 2021

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  • Für welchen Zeitraum können Überbrückungshilfen III Plus und Neustarthilfen Plus zusätzlich beantragt werden?

    Die Überbrückungshilfen III Plus und Neustarthilfen Plus wurden auf den Zeitraum Oktober bis Dezember 2021 verlängert. Damit umfasst der gesamte Förderzeitraum die Monate Juli bis Dezember 2021. Anträge sind sowohl als Erstantrag als auch als Änderungsantrag möglich.

    Stand: Oktober 2021

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  • Gehören Erschließungskosten beim Kauf von einer erschließungspflichtigen Gemeinde zur Grunderwerbsteuer-BMG?

    Nein. Verkauft eine erschließungspflichtige Gemeinde ein noch unerschlossenes Grundstück und übernimmt der Erwerber zusätzlich die Pflicht, einen Erschließungsbeitrag zu zahlen, ist regelmäßig nur das unerschlossene Grundstück Gegenstand des Kaufvorgangs. Die Erschließungskosten gehören dann nicht zur Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer. Dies gilt unabhängig davon, ob die Erschließungsvereinbarung im Kaufvertrag integriert oder gesondert geschlossen ist (BFH II R 32/20).

    Stand: Dezember 2022

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  • Gelten die neuen Vergütungssätze auch für PV-Anlagen, die vor dem 30.07.2022 in Betrieb genommen wurden?

    Nein, für Anlagen mit Inbetriebnahme vor dem 30.07.2022 gelten weiterhin die bisherigen, deutlich niedrigeren Vergütungssätze (z. B. 6,23 Cent/kWh für Anlagen bis 10 kWp im Juli 2022). Die angehobenen Sätze sind ausschließlich für Neuanlagen ab dem Stichtag rechtskräftig.

    Stand: September 2022

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  • Gibt es bereits ein BFH-Urteil zur Abzugsfähigkeit von Müll- und Abwassergebühren?

    Nein, eine höchstrichterliche Entscheidung des BFH liegt bislang nicht vor. Das FG Münster hatte die Revision zwar zugelassen, diese wurde jedoch mit Beschluss vom 01.09.2022 als unzulässig abgelehnt, weil die Klägerin die Antragsfrist versäumt hatte. Die Rechtsfrage bleibt damit bis auf Weiteres durch die Finanzgerichtsrechtsprechung und Verwaltungsauffassung geklärt.

    Stand: Januar 2023

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  • Gibt es eine Bagatell- oder Freigrenze für die kurzfristige Vermietung einzelner Räume?

    Nein, eine räumliche oder zeitliche Freigrenze für die steuerlich unschädliche kurzfristige Vermietung einzelner Wohnräume an Dritte ist gesetzlich nicht geregelt. Bereits eine geringfügige tageweise Vermietung führt dazu, dass der anteilige Veräußerungsgewinn für diese Räume steuerpflichtig wird.

    Stand: Juli 2023

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  • Gibt es einen Höchstbetrag bei der Entfernungspauschale?

    Die Entfernungspauschale ist auf 4.500 € pro Kalenderjahr begrenzt (§ 9 Abs. 1 Nr. 4 S. 2 EStG). Ein höherer Betrag kann nur geltend gemacht werden, wenn der Steuerpflichtige einen eigenen oder ihm zur Nutzung überlassenen Pkw verwendet. Für Fahrten mit Fahrrad, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln gilt die 4.500-€-Grenze.

    Stand: Januar 2022

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  • Gilt das BFH-Urteil zur Verpachtung vor Veräußerung nur für Landwirte?

    Nein, obwohl sich das BFH-Urteil vom 13.3.1986 (IV R 176/84) auf einen landwirtschaftlichen Betrieb bezog, gelten die Grundsätze für alle Gewinneinkunftsarten. Damit ist die Rechtsprechung auch auf Gewerbetriebe und freiberufliche Praxen anwendbar.

    Stand: November 2022

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  • Gilt der Freibetrag von 3.000 € pro Arbeitsverhältnis oder pro Arbeitnehmer?

    Der Freibetrag von 3.000 € kann grundsätzlich für jedes Dienstverhältnis gesondert in Anspruch genommen werden, auch bei mehreren parallelen Beschäftigungen bei verschiedenen Arbeitgebern. Der Arbeitgeber muss nicht prüfen, ob der Arbeitnehmer die IAP bereits aus einem früheren Dienstverhältnis erhalten hat. Bei aufeinanderfolgenden Dienstverhältnissen beim selben Arbeitgeber gilt der Höchstbetrag jedoch nur einmal.

    Stand: Januar 2023

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  • Gilt der Wegfall des Aufteilungsgebots auch außerhalb der Landwirtschaft?

    Ja, die Grundsätze sind auf andere Vermietungs- und Verpachtungsverhältnisse übertragbar, etwa bei Gebäuden mit Lastenaufzügen oder ähnlichen Betriebsvorrichtungen. Eine umsatzsteuerfreie Vermietung ist damit auch dann möglich, wenn Betriebsvorrichtungen mitvermietet werden, sofern diese als Nebenleistung zur Gebäudeüberlassung anzusehen sind.

    Stand: September 2023

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  • Gilt die 1.000-EUR-Grenze bei doppelter Haushaltsführung auch im Ausland?

    Nein. Die monatliche Höchstgrenze von 1.000 EUR nach § 9 Abs. 1 S. 3 Nr. 5 S. 4 EStG gilt ausschließlich für Unterkünfte im Inland. Bei einer doppelten Haushaltsführung im Ausland sind die tatsächlich notwendigen Unterkunftskosten als Werbungskosten abziehbar.

    Stand: November 2023

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  • Gilt die Anzeigepflicht für elektronische Kassen nach § 146a Abs. 4 AO bereits?

    Nein, die Anzeigepflicht nach § 146a Abs. 4 AO findet bis zur Bereitstellung einer elektronischen Übermittlungsmöglichkeit keine Anwendung. Der Zeitpunkt, ab dem diese Möglichkeit eröffnet wird, wird durch die Finanzverwaltung gesondert bekannt gegeben.

    Stand: November 2019

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  • Gilt die BSG-Rechtsprechung auch für typische Verwerter nach § 24 Abs. 1 KSVG?

    Nein. Bei den im § 24 Abs. 1 KSVG ausdrücklich genannten typischen Verwerter-Unternehmen kommt es nicht darauf an, ob Aufträge nur gelegentlich erteilt werden. Für diese Unternehmen besteht die Beitragspflicht unabhängig von der Häufigkeit der Aufträge.

    Stand: August 2022

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