Fragen & Antworten

Antworten auf häufige Fragen.

Kuratiert aus unseren Beiträgen zu Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung — alphabetisch, nach Zielgruppe oder Thema gefiltert.

656 Fragen · Seite 2 / 14

  • Gilt die Entnahme eines Grundstücks aus dem Betriebsvermögen als Anschaffung im Sinne des § 23 EStG?

    Ja. Nach § 23 Abs. 1 S. 2 EStG steht die Überführung eines Wirtschaftsguts aus dem Betriebsvermögen in das Privatvermögen einer Anschaffung gleich. Wird das Grundstück innerhalb von 10 Jahren nach der Entnahme veräußert, liegt damit ein steuerpflichtiges privates Veräußerungsgeschäft vor. Der Zeitpunkt der Entnahme ist maßgeblich für den Beginn der 10-Jahresfrist.

    Stand: Juli 2022

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  • Gilt die Wohnungsüberlassung an eigene Kinder als Nutzung zu eigenen Wohnzwecken nach § 23 EStG?

    Ja, die unentgeltliche Überlassung einer Wohnung an eigene Kinder wird grundsätzlich als Nutzung zu eigenen Wohnzwecken im Sinne des § 23 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 EStG anerkannt. Voraussetzung ist jedoch, dass es sich um Kinder handelt, die einkommensteuerlich nach § 32 EStG zu berücksichtigen sind, da der Steuerpflichtige damit seiner Unterhaltspflicht nachkommt. Nur unter dieser Voraussetzung kann ein Veräußerungsgewinn steuerfrei bleiben.

    Stand: Oktober 2023

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  • Gilt die dreimonatige Kindergeld-Sperrfrist auch für zugezogene EU-Ausländer?

    Nach dem Urteil des FG Münster vom 10.12.2020 greift die dreimonatige Sperrfrist für nicht erwerbstätige EU-Ausländer nicht, wenn bereits vor Begründung des inländischen Wohnsitzes ein Anspruch auf Kindergeld in Deutschland bestand. Die Familienkasse darf das Kindergeld in diesen Fällen nicht für die ersten drei Monate verweigern. Die Revision zum BFH wurde wegen grundsätzlicher Bedeutung zugelassen.

    Stand: Februar 2021

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  • Gilt die erhöhte Pauschale ab dem ersten Kilometer des Arbeitswegs?

    Nein, die Erhöhung greift erst ab dem 21. Entfernungskilometer. Für die ersten 20 Kilometer der einfachen Wegstrecke zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte bleibt es bei 0,30 EUR pro Kilometer.

    Stand: März 2020

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  • Gilt die Überlassung an das eigene Kind als Eigennutzung im Sinne des § 23 EStG?

    Die unentgeltliche Überlassung einer Wohnung an ein unterhaltsberechtigtes Kind kann als mittelbare Nutzung zu eigenen Wohnzwecken gelten und die Steuerbefreiung auslösen. Dies setzt voraus, dass die Wohnung ausschließlich dem Kind überlassen wird. Wohnt zusätzlich eine andere Person wie der geschiedene Ehepartner darin, scheidet die Begünstigung aus, da diese Person als fremder Dritter gilt.

    Stand: August 2023

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  • Gilt ein Taxi als öffentliches Verkehrsmittel im Sinne des § 9 Abs. 2 S. 2 EStG?

    Nein. Der BFH hat mit Urteil vom 09.06.2022 (VI R 26/20) entschieden, dass ein Taxi kein öffentliches Verkehrsmittel im Sinne des § 9 Abs. 2 S. 2 EStG ist. Der Gesetzgeber hatte bei der Privilegierung öffentlicher Verkehrsmittel den Linienverkehr im Blick, nicht den genehmigungspflichtigen Gelegenheitsverkehr per Taxi.

    Stand: Dezember 2022

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  • Gilt eine Bildungseinrichtung auch bei kurzen Vollzeitlehrgängen als erste Tätigkeitsstätte?

    Ja. Nach dem BFH-Urteil vom 14.05.2020 ist die Dauer einer vollzeitigen Bildungsmaßnahme für die Einordnung als erste Tätigkeitsstätte unerheblich. § 9 Abs. 4 Satz 8 EStG verlangt keine zeitliche Mindestdauer. Ausreichend ist, dass die Bildungseinrichtung während der befristeten Maßnahme fortdauernd und nicht nur gelegentlich aufgesucht wird.

    Stand: Oktober 2020

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  • Gilt für mitvermietete Möbel die einjährige oder die zehnjährige Spekulationsfrist?

    Für Möbel und Einrichtungsgegenstände, die zur Einkünfteerzielung (z. B. Vermietung) eingesetzt wurden, verlängert sich die Spekulationsfrist von einem auf zehn Jahre. Dies gilt nach Auffassung des FG Münster bereits, wenn die Gegenstände in mindestens einem Kalenderjahr vermietet wurden. Praktisch relevant wird die Verlängerung jedoch nur, wenn es sich nicht um Gegenstände des täglichen Gebrauchs handelt.

    Stand: Januar 2021

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  • Gilt für zusammengeballt ausgezahlte Überstundenvergütungen der ermäßigte Steuersatz?

    Ja. Der BFH hat mit Urteil vom 2.12.2021 (VI R 23/19) entschieden, dass nachgezahlte Überstundenvergütungen, die zusammengeballt in einem Veranlagungszeitraum ausgezahlt werden, als außerordentliche Einkünfte nach § 34 Abs. 1 EStG mit dem ermäßigten Steuersatz (Fünftelregelung) zu besteuern sind. Damit wird die durch den progressiven Tarif entstehende Steuermehrbelastung abgemildert.

    Stand: März 2022

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  • Greift die Regelung zu anschaffungsnahen Herstellungskosten bei Entnahme aus dem Betriebsvermögen?

    Nein. Wird eine Immobilie vom selben Steuerpflichtigen aus dem Betriebsvermögen ins Privatvermögen entnommen, liegt kein Anschaffungsvorgang vor. Anschließende Sanierungskosten sind daher nicht nach § 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG zu aktivieren, sondern können als sofort abzugsfähige Werbungskosten geltend gemacht werden.

    Stand: Juni 2023

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  • In welche Kategorien werden Mietereinbauten steuerlich unterteilt?

    Mietereinbauten werden in vier Kategorien unterteilt: Scheinbestandteile, Betriebsvorrichtungen, sonstige Mietereinbauten im wirtschaftlichen Eigentum des Mieters sowie sonstige Mietereinbauten mit besonderem betrieblichen oder beruflichen Nutzungsvorteil. Die Einordnung bestimmt, ob es sich um bewegliche oder unbewegliche Wirtschaftsgüter handelt und wie die Abschreibung erfolgt.

    Stand: Juli 2023

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  • In welchen Bundesländern sind Verspätungszuschläge bei der Grundsteuererklärung weitgehend ausgeschlossen?

    In den Bundesländern, die das Bundesmodell anwenden – Thüringen, Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein – ist die automatische Festsetzung eines Verspätungszuschlags nach § 152 Abs. 2 AO gemäß Art. 97 § 8 Abs. 5 EGAO ausgeschlossen. Verspätungszuschläge werden hier nur in begründeten Einzelfällen erhoben.

    Stand: Februar 2023

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  • In welchen Fällen ist eine Überschussprognose bei einer Ferienwohnung entbehrlich?

    Nach Verwaltungsauffassung entfällt die Überschussprognose, wenn einer der folgenden Punkte glaubhaft gemacht wird: Übertragung der Vermietung an einen Vermittler mit vertraglichem Ausschluss der Eigennutzung, Lage der Wohnung in einem ansonsten selbst genutzten Zwei- oder Mehrfamilienhaus bzw. in unmittelbarer Nähe, mehrere Ferienwohnungen am selben Ort mit nur einer Eigennutzung, oder eine Vermietungszeit, die die ortsübliche nicht um mehr als 25 % unterschreitet.

    Stand: Januar 2021

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  • In welchen Zeiträumen ist die Sonderabschreibung nach § 7b EStG förderfähig?

    Begünstigt sind Wohnungen, deren Bauantrag oder Bauanzeige nach dem 31.08.2018 und vor dem 01.01.2022 sowie nach dem 31.12.2022 und vor dem 01.01.2027 gestellt wurde. Für das Jahr 2022 besteht eine Förderlücke, da der Gesetzgeber nur einen Anreiz für künftige Bauvorhaben setzen wollte. Maßgeblich ist regelmäßig der Posteingangsstempel bei der zuständigen Baubehörde.

    Stand: März 2023

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  • In welcher Höhe ist Schulgeld als Sonderausgabe abziehbar?

    Eltern können 30 % des Entgeltes, das sie für den Schulbesuch ihres Kindes an eine Schule in freier Trägerschaft oder eine überwiegend privat finanzierte Schule zahlen, als Sonderausgaben abziehen (§ 10 Abs. 1 Nr. 9 EStG). Entgelte für Beherbergung, Betreuung und Verpflegung sind hiervon ausgenommen. Voraussetzung ist zudem, dass die Schule vom zuständigen Landesministerium für die Zeugnisausstellung anerkannt ist.

    Stand: Februar 2024

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  • In welcher Höhe können Handwerkerleistungen nach § 35a Abs. 3 EStG steuerlich geltend gemacht werden?

    Steuerpflichtige können 20 % der begünstigten Aufwendungen, höchstens jedoch 1.200 EUR pro Kalenderjahr, direkt von der tariflichen Einkommensteuer abziehen. Begünstigt sind Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen im eigenen Haushalt.

    Stand: Dezember 2022

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  • In welcher Höhe sind Kinderbetreuungskosten als Sonderausgaben abziehbar?

    Nach § 10 Abs. 1 Nr. 5 EStG können zwei Drittel der Aufwendungen für die Betreuung eines zum Haushalt gehörenden Kindes im Sinne des § 32 Abs. 1 EStG als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Die Abzugsgrenze liegt bei maximal 4.000 € pro Kind und Jahr.

    Stand: Mai 2022

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  • Ist Fahrschulunterricht umsatzsteuerfrei?

    Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg (AZ 5 V 5144/15) hat entschieden, dass Fahrschulunterricht – einschließlich der Klassen A und B – grundsätzlich umsatzsteuerbefreit sein kann. Eine endgültige Entscheidung des Bundesfinanzhofs steht jedoch noch aus, sodass die Rechtslage derzeit unsicher ist.

    Stand: März 2016

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  • Ist das Abzugsverbot für Erstausbildungskosten verfassungsgemäß?

    Ja. Das Bundesverfassungsgericht hat mit Beschluss vom 10.01.2020 entschieden, dass die Regelung mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Zwar liegt eine Ungleichbehandlung gegenüber Zweitausbildungen vor, diese ist aber durch sachliche Gründe gerechtfertigt.

    Stand: Februar 2020

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  • Ist das Entgelt für Firmenwerbung am privaten Fahrzeug des Arbeitnehmers Arbeitslohn?

    Nach dem Urteil des FG Münster vom 03.12.2019 (Az. 1 K 3320/18 L) handelt es sich bei Zahlungen des Arbeitgebers für die Anbringung von Kennzeichenhaltern mit Firmenwerbung am Privatfahrzeug des Arbeitnehmers um lohnsteuerpflichtigen Arbeitslohn. Auslösendes Moment für die Zahlung sei die Arbeitnehmerstellung und damit die Arbeitstätigkeit, nicht ein eigenständiges Werbeinteresse.

    Stand: Februar 2020

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  • Ist das Urteil des FG Brandenburg rechtskräftig?

    Nein, das FG Brandenburg hat die Revision zugelassen. Eine abschließende höchstrichterliche Entscheidung des BFH steht somit noch aus. Arbeitgeber sollten die Konstellation dennoch vorsichtig handhaben und Mehrfachbeschäftigungen derselben Person sorgfältig prüfen.

    Stand: Februar 2023

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  • Ist das Urteil des FG Münster zur Fahrzeugwerbung bereits rechtskräftig?

    Nein, das FG Münster hat die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen. Bis zu einer höchstrichterlichen Entscheidung sollten Arbeitgeber bei vergleichbaren Werbeverträgen mit Mitarbeitern besonderen Wert auf eine klare, werbeorientierte Vertragsgestaltung legen, um das Risiko einer Umqualifizierung in Arbeitslohn zu minimieren.

    Stand: Februar 2020

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  • Ist das Urteil zu Renovierungskosten bei gepachteten Betrieben rechtskräftig?

    Nein, das Urteil des FG Rheinland-Pfalz ist nicht rechtskräftig. Das Finanzamt hat Revision beim Bundesfinanzhof (BFH) eingelegt. Eine endgültige höchstrichterliche Entscheidung steht noch aus, sodass die Rechtslage in vergleichbaren Fällen weiterhin unsicher ist.

    Stand: Februar 2022

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  • Ist das beamtenrechtliche Sterbegeld einkommensteuerpflichtig?

    Ja, nach dem BFH-Urteil (Az. VI R 8/19) handelt es sich beim beamtenrechtlichen Sterbegeld um steuerpflichtige Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit gemäß § 19 EStG. Der Auszahlungsbetrag wird daher um Einkommensteuer und Solidaritätszuschlag gemindert.

    Stand: September 2021

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  • Ist der Gewinn aus dem Verkauf der Möbel einer vermieteten Ferienwohnung steuerpflichtig?

    Nein, der auf die Möbel entfallende Gewinn unterliegt nicht der Spekulationsbesteuerung. Möbel und Einrichtungsgegenstände gelten als Wirtschaftsgüter des täglichen Gebrauchs, die typischerweise an Wert verlieren und kein Wertsteigerungspotenzial haben. Solche Gegenstände sind nach § 23 EStG ausdrücklich von der Steuerpflicht für private Veräußerungsgeschäfte ausgenommen, selbst wenn sie zur Vermietung eingesetzt wurden.

    Stand: Januar 2021

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  • Ist der Verkauf eines Miteigentumsanteils an den Ex-Partner steuerpflichtig?

    Ja, wenn zwischen Anschaffung und Veräußerung weniger als 10 Jahre liegen, unterliegt der Gewinn als privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 EStG der Besteuerung. Der BFH hat dies mit Urteil vom 14.02.2023 (IX R 11/21) für einen Scheidungsfall bestätigt. Eine Steuerbefreiung kommt nur in Betracht, wenn die Voraussetzungen der Nutzung zu eigenen Wohnzwecken erfüllt sind.

    Stand: August 2023

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  • Ist der Veräußerungsfreibetrag auch bei vorheriger Verpachtung des Betriebs möglich?

    Ja, nach BFH-Rechtsprechung (Urteil v. 13.3.1986, IV R 176/84) steht der Freibetrag dem Steuerpflichtigen auch dann zu, wenn der Betrieb zunächst verpachtet und erst nach Ablauf des Pachtvertrages veräußert wurde. Voraussetzung ist, dass die Verpachtung aus gesundheitlichen Gründen erfolgte und die Veräußerung nach Gewissheit über die fortbestehende Berufsunfähigkeit stattfindet.

    Stand: November 2022

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  • Ist die 60-qm-Grenze auf ausländische Zweitwohnungen bei doppelter Haushaltsführung übertragbar?

    Nein. Der BFH hat entschieden, dass die aus sozialrechtlichen Gründen anerkannte Typisierung von 60 qm nur für inländische Wohnungen gilt. Bei Auslandswohnungen sind die landesspezifischen Gegebenheiten zu berücksichtigen, da inländische Behörden keine zuverlässigen Durchschnittsmieten für ausländische Standards ermitteln können.

    Stand: November 2023

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  • Ist die Eintragung in das Transparenzregister kostenpflichtig?

    Nein, Eintragungen in das Transparenzregister sind kostenlos. E-Mails, die eine kostenpflichtige Registrierung fordern, stammen nicht von der offiziellen Stelle und sind als Betrugsversuch einzustufen.

    Stand: Januar 2020

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  • Ist die Fernuniversität bei einem Teilzeit-Fernstudium die erste Tätigkeitsstätte?

    Nach Auffassung des Niedersächsischen FG ist die Fernuniversität bei einem reinen Teilzeit-Fernstudium nicht die erste Tätigkeitsstätte. Begründet wird dies damit, dass ein Vollzeitstudium einen Arbeitsaufwand von rund 40 Wochenstunden voraussetzt, das Teilzeitstudium aber nur etwa 20 Wochenstunden umfasst. Fahrtkosten sind damit nicht auf die Entfernungspauschale begrenzt.

    Stand: Juni 2022

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  • Ist die Frage des maßgeblichen Stichtags bei Kaufpreisaufteilungen höchstrichterlich geklärt?

    Nein, die Rechtsfrage ist noch nicht abschließend geklärt. Das FG Münster hat wegen unterschiedlicher Auffassungen zum maßgeblichen Stichtag ausdrücklich die Revision zugelassen. Steuerpflichtige sollten entsprechende Bescheide daher gegebenenfalls offenhalten.

    Stand: Januar 2023

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  • Ist die Fünfjahresfrist des § 35b EStG verfassungsgemäß, auch wenn dadurch eine Doppelbesteuerung entsteht?

    Ja, der Bundesfinanzhof hält die starre Fünfjahresfrist für verfassungsrechtlich zulässig. Dabei wird in Kauf genommen, dass eine Doppelbelastung mit Erbschaft- und Einkommensteuer nicht in jedem Einzelfall vermieden werden kann.

    Stand: Mai 2024

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  • Ist die Haushaltsgemeinschaft mit einer volljährigen Person schädlich für den Entlastungsbetrag?

    Grundsätzlich schließt das Zusammenleben mit einer weiteren volljährigen Person den Entlastungsbetrag aus (§ 24b Abs. 3 S. 1 EStG). Eine Ausnahme gilt, wenn es sich um ein eigenes leibliches Kind, Adoptiv-, Pflege-, Stief- oder Enkelkind handelt, für das Kindergeld oder ein Kinderfreibetrag zusteht. Nach Auffassung des Finanzministeriums Schleswig-Holstein ist auch die Unterbringung eines volljährigen Flüchtlings im Haushalt unschädlich.

    Stand: Februar 2023

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  • Ist die Rechtsfrage zum Fernstudium als erste Tätigkeitsstätte endgültig geklärt?

    Nein, die endgültige Klärung steht noch aus. Gegen das Urteil des Niedersächsischen FG ist ein Revisionsverfahren beim BFH anhängig, dessen Entscheidung abzuwarten bleibt. Betroffene sollten entsprechende Steuerbescheide gegebenenfalls offenhalten.

    Stand: Juni 2022

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  • Ist die erweiterte Gewerbesteuerkürzung bei einer umgekehrten Betriebsaufspaltung möglich?

    Ja, der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass Immobiliengesellschaften die erweiterte gewerbesteuerrechtliche Kürzung nach §9 Nr. 1 Satz 2 GewStG auch bei einer umgekehrten Betriebsaufspaltung auf Antrag in Anspruch nehmen können. Eine originäre gewerbliche Tätigkeit lässt sich aus dieser Konstellation nicht ableiten, sodass die Kürzung nicht ausgeschlossen ist.

    Stand: Juni 2024

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  • Ist die geplante ertragsteuerliche Steuerbefreiung für PV-Anlagen ein Wahlrecht?

    Nach derzeitiger Auffassung in der Literatur soll die Steuerbefreiung verpflichtend sein und stellt damit kein Wahlrecht dar. Werden die maßgeblichen Leistungsgrenzen nicht überschritten, ist kein Gewinn zu ermitteln.

    Stand: Oktober 2022

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  • Ist die private Nutzung eines betrieblichen Smartphones lohnsteuerfrei?

    Ja, nach § 3 Nr. 45 EStG ist die private Nutzung eines vom Arbeitgeber überlassenen betrieblichen Mobiltelefons inklusive der übernommenen Verbindungs- und Grundgebühren steuerfrei. Die Steuerbefreiung greift unabhängig vom Umfang der Privatnutzung. Voraussetzung ist, dass es sich um ein betriebliches Gerät des Arbeitgebers handelt.

    Stand: Februar 2023

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  • Ist ein Gutachten nach ImmoWertV zur Bestimmung der Restnutzungsdauer zulässig?

    Nach Rechtsprechung des BFH ist das Verfahren der Gebäudesachwertermittlung nach Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) nicht explizit zur Bestimmung der tatsächlichen Restnutzungsdauer vorgesehen. Es kann jedoch im Einzelfall eine taugliche Schätzungsgrundlage bilden und vom Finanzgericht anerkannt werden.

    Stand: März 2023

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  • Ist ein Spendenabzug bei Katastrophenspenden auch ohne Spendenbescheinigung möglich?

    Ja, im Katastrophenfall reicht für den Spendenabzug ein vereinfachter Zahlungsnachweis wie Bankauszug oder Bareinzahlungsbeleg aus. Eine förmliche Zuwendungsbestätigung ist nicht erforderlich. Diese Erleichterung gilt jedoch nur befristet – im Fall der Juli-Flut 2021 für Spenden bis zum 31.10.2021.

    Stand: Oktober 2021

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  • Ist ein Vorsteuerabzug aus der Verpflegungspauschale möglich?

    Nein, aus der Verpflegungspauschale selbst ist kein Vorsteuerabzug möglich (BFH-Urteil v. 7.7.2005, V R 4/03). Vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmer können jedoch die Vorsteuer aus den tatsächlichen Verpflegungsrechnungen geltend machen, auch wenn die Kosten ertragsteuerlich nicht als Betriebsausgabe abziehbar sind (Abschn. 15.6 Abs. 1 UStAE).

    Stand: Juli 2022

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  • Ist ein häusliches Arbeitszimmer bei selbstständiger Tätigkeit Betriebsvermögen?

    Bei selbstständiger oder gewerblicher Nutzung ist das häusliche Arbeitszimmer in der Regel als notwendiges Betriebsvermögen zu aktivieren, sofern die Wertgrenzen des § 8 EStDV überschritten werden. Dies hat Folgen für die spätere Aufdeckung stiller Reserven, insbesondere bei Aufgabe der Tätigkeit oder Veräußerung der Immobilie.

    Stand: September 2023

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  • Ist eine Lohnsteuerpauschalierung mit 2% nach § 40a Abs. 2 EStG in dieser Konstellation zulässig?

    Nein. Die Pauschalierung mit 2% setzt voraus, dass eine geringfügige Beschäftigung im sozialversicherungsrechtlichen Sinne vorliegt. Da bei einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis beim selben Arbeitgeber keine geringfügige Beschäftigung anerkannt wird, ist auch die Pauschalbesteuerung ausgeschlossen. Die Vergütungen sind als einheitlicher Arbeitslohn nach § 19 EStG zu versteuern.

    Stand: Februar 2023

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  • Ist eine Vorfälligkeitsentschädigung bei Verkauf einer vermieteten Immobilie als Werbungskosten abziehbar?

    Nein, nach dem Urteil des FG Köln vom 19.10.2023 (11 K 1802/22) ist die Vorfälligkeitsentschädigung bei Veräußerung des Vermietungsobjekts nicht als laufende Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abziehbar. Die Zahlung wird wirtschaftlich nicht mehr der laufenden Vermietung, sondern dem Veräußerungsvorgang zugeordnet. Damit fehlt der erforderliche Veranlassungszusammenhang mit den Mieteinkünften.

    Stand: Februar 2024

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  • Kann Weihnachtsgeld oder eine vertraglich zugesagte Sonderzahlung in eine Inflationsausgleichsprämie umgewandelt werden?

    Eine Umwandlung von Weihnachtsgeld oder Sonderzahlungen, die auf vertraglichen Vereinbarungen oder rechtlichen Verpflichtungen beruhen, in eine IAP ist nicht möglich, da der erforderliche Inflationsbezug fehlt. Nur freiwillige Sonderzahlungen ohne vertragliche oder rechtliche Grundlage – etwa Gratifikationen – können in eine steuerfreie IAP umgewandelt werden. Auf der Gehaltsabrechnung muss die Zahlung als „Inflationsausgleichsprämie“ ausgewiesen werden.

    Stand: Januar 2023

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  • Kann die Inflationsausgleichsprämie in Raten oder als Sachbezug ausgezahlt werden?

    Ja, eine gestückelte Auszahlung – etwa monatlich – ist steuerrechtlich zulässig, solange der Gesamtbetrag von 3.000 € nicht überschritten wird. Nach § 3 Nr. 11 c) EStG ist zudem sowohl eine Geld- als auch eine Sachleistung möglich.

    Stand: Januar 2023

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  • Kann die Tilgung anderer Vermietungsdarlehen mit dem Verkaufserlös als vorweggenommene Werbungskosten gelten?

    Grundsätzlich kann eine Umwidmung des Restkaufpreises zur Tilgung anderer Vermietungsdarlehen möglich sein, erfordert aber eine nachweisbare Absicht und tatsächlich zeitnahe Verwendung. Im Streitfall lehnte das FG Köln den Abzug ab, weil es an konkreten Belegen und der unmittelbaren Tilgungsabsicht fehlte. Steuerpflichtige sollten die Mittelverwendung daher zeitnah und dokumentiert vornehmen.

    Stand: Februar 2024

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  • Kann ein Pensionär Arbeitszimmerkosten bei mehreren selbstständigen Tätigkeiten mehrfach abziehen?

    Nein. Die Jahrespauschale von 1.260 EUR bzw. der volle Kostenabzug sind personenbezogen und können insgesamt nur einmal in Anspruch genommen werden. Bei mehreren selbstständigen oder gewerblichen Tätigkeiten im selben Arbeitszimmer sind die Kosten bzw. die Pauschale entsprechend dem Nutzungsumfang auf die jeweiligen Tätigkeiten aufzuteilen.

    Stand: September 2023

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  • Kann ein Vermietungsobjekt kürzer als nach AfA-Tabelle abgeschrieben werden?

    Ja, gemäß § 7 Abs. 4 Satz 2 EStG kann ein Vermieter eine kürzere tatsächliche Nutzungsdauer als die typisierten 40 bzw. 50 Jahre ansetzen. Voraussetzung ist, dass die kürzere Nutzungsdauer schlüssig nachgewiesen wird, üblicherweise durch ein Wertgutachten eines unabhängigen Sachverständigen.

    Stand: März 2023

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  • Kann ein häusliches Arbeitszimmer aus gesundheitlichen Gründen steuerlich abgesetzt werden?

    Ja, das FG Berlin-Brandenburg (Urteil v. 29.9.2022, 5 K 5138/21) hat entschieden, dass Arbeitnehmer die Kosten eines häuslichen Arbeitszimmers als Werbungskosten abziehen können, wenn die Nutzung aus gesundheitlichen Gründen erforderlich ist. Dies gilt auch dann, wenn der Arbeitgeber grundsätzlich einen Arbeitsplatz zur Verfügung stellt. Der Abzug war im entschiedenen Fall auf den Höchstbetrag von 1.250 EUR pro Jahr begrenzt.

    Stand: Januar 2023

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  • Kann eine Steuerermäßigung nach § 35a EStG bei Verrechnung über das Gesellschafterverrechnungskonto beansprucht werden?

    Nein. Der BFH hat mit Beschluss vom 09.06.2022 (VI R 23/20) entschieden, dass die Verrechnung einer Handwerkerrechnung der GmbH über das Gesellschafterverrechnungskonto die Voraussetzungen des § 35a Abs. 5 S. 3 EStG nicht erfüllt. Das Gesellschafterverrechnungskonto ist kein Konto des Leistungserbringers (GmbH), sondern ein Konto des Gesellschafters bei der GmbH.

    Stand: Dezember 2022

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