Fragen & Antworten

Antworten auf häufige Fragen.

Kuratiert aus unseren Beiträgen zu Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung — alphabetisch, nach Zielgruppe oder Thema gefiltert.

656 Fragen · Seite 5 / 14

  • Wann greift die Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 11 EStG beim Sterbegeld?

    Eine Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 11 EStG kommt laut BFH nur für hilfsbedürftige Hinterbliebene in Betracht. Für nicht hilfsbedürftige Erben ist das beamtenrechtliche Sterbegeld dagegen voll steuerpflichtig.

    Stand: September 2021

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  • Wann ist der Gewinn aus dem Verkauf einer Immobilie nach § 23 EStG steuerfrei?

    Der Veräußerungsgewinn ist steuerfrei, wenn die Immobilie entweder zwischen Anschaffung/Fertigstellung und Verkauf ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde, oder im Jahr der Veräußerung und den beiden vorangegangenen Kalenderjahren zu eigenen Wohnzwecken diente. Außerhalb dieser Fälle ist ein Verkauf innerhalb der 10-jährigen Spekulationsfrist als privates Veräußerungsgeschäft steuerpflichtig.

    Stand: Juli 2023

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  • Wann ist der Strom aus einer Photovoltaikanlage steuerfrei?

    Wird der erzeugte Solarstrom ausschließlich für den Eigenverbrauch genutzt und nicht verkauft, entstehen keine steuerpflichtigen Einkünfte. In diesem Fall entfällt jedoch auch die Möglichkeit, die Vorsteuer aus Anschaffung, Wartung und Reparatur beim Finanzamt geltend zu machen.

    Stand: Juni 2021

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  • Wann ist der Vorsteuerabzug bei Betriebsveranstaltungen zulässig?

    Der Vorsteuerabzug ist nur möglich, wenn die bezogenen Leistungen überwiegend im betrieblichen Interesse des Arbeitgebers liegen. Das ist nach Auffassung der Finanzverwaltung dann der Fall, wenn die Zuwendungen als Aufmerksamkeiten im Sinne des § 3 Abs. 9a Nr. 2 UStG gelten und somit keine steuerbare sonstige Leistung an den Arbeitnehmer darstellen.

    Stand: August 2023

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  • Wann ist der ermäßigte Steuersatz günstiger als die Fünftelregelung?

    Der ermäßigte Steuersatz nach § 34 Abs. 3 EStG ist regelmäßig dann vorteilhafter, wenn ein hoher Veräußerungsgewinn vorliegt und der Steuerpflichtige bereits laufende Einkünfte im Spitzensteuersatzbereich erzielt. Im Beispiel mit 200.000 EUR Veräußerungsgewinn und 50.000 EUR laufenden Einkünften ergibt sich eine Ersparnis von rund 40.970 EUR gegenüber der Fünftelregelung. Die Fünftelregelung ist dagegen vorteilhaft bei niedrigeren laufenden Einkünften oder wenn der ermäßigte Tarif bereits in Vorjahren verbraucht wurde.

    Stand: Juni 2023

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  • Wann ist die Mitvermietung von Betriebsvorrichtungen eine umsatzsteuerfreie Nebenleistung?

    Eine Nebenleistung liegt vor, wenn die Betriebsvorrichtungen speziell auf das Gebäude abgestimmt sind und ausschließlich der optimalen vertragsmäßigen Nutzung dienen. Im entschiedenen Fall waren Fütterungs-, Heizungs- und Lüftungsanlagen eines Putenstalls als Nebenleistung zur Stallverpachtung einzustufen. Maßgeblich ist die wirtschaftliche Einheitlichkeit der Gesamtleistung.

    Stand: September 2023

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  • Wann ist die Steuerklassenkombination IV/IV gegenüber III/V vorteilhafter?

    Übersteigt der monatliche Arbeitslohn des geringer verdienenden Partners die in den BMF-Tabellen (Spalten 2, 3, 5 oder 6) ausgewiesenen Grenzbeträge, führt die Kombination IV/IV grundsätzlich zu einer niedrigeren oder zumindest nicht höheren Lohnsteuerbelastung als III/V. Die Tabellen unterscheiden dabei danach, ob der jeweilige Partner in allen Zweigen oder in keinem Zweig sozialversichert ist, und gelten nur bei jährlich konstantem Arbeitslohn.

    Stand: Mai 2022

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  • Wann ist ein Minijob neben dem Hauptjob steuer- und sozialversicherungsrechtlich begünstigt möglich?

    Nur dann, wenn der Minijob bei einem anderen Arbeitgeber ausgeübt wird. § 8 Abs. 2 Satz 1 SGB IV erlaubt einen geringfügig entlohnten Minijob neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung ausdrücklich nur bei verschiedenen Arbeitgebern. Beim selben Arbeitgeber werden alle Beschäftigungen zusammengerechnet.

    Stand: Februar 2023

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  • Wann ist ein Unternehmen vom OSS-Verfahren ausgenommen (Bagatellgrenze)?

    Ausgenommen sind Unternehmen, die nur in einem EU-Mitgliedstaat ansässig sind und deren Netto-Gesamtbetrag aus innergemeinschaftlichen Fernverkäufen sowie Telekommunikations-, Rundfunk-, Fernseh- und elektronischen Dienstleistungen weder im laufenden noch im vorangegangenen Kalenderjahr 10.000 € übersteigt. In diesem Fall müssen die Rechnungen mit der inländischen Umsatzsteuer ausgestellt und an das zuständige Finanzamt gemeldet werden.

    Stand: Juni 2021

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  • Wann ist ein Verlust aus der Vermietung einer Ferienwohnung steuerlich anzuerkennen?

    Ein Verlust ist u. a. anzuerkennen, wenn die tatsächliche Vermietungszeit die ortsübliche Vermietungszeit von Ferienwohnungen um maximal 25 % unterschreitet. Wird diese Grenze überschritten, prüft das Finanzamt die Einkunftserzielungsabsicht gesondert und verlangt regelmäßig eine Überschussprognose über 30 Jahre.

    Stand: Januar 2021

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  • Wann ist ein privates Veräußerungsgeschäft bei Immobilien steuerfrei?

    Nach § 23 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 EStG bleibt ein Veräußerungsgewinn steuerfrei, wenn die Immobilie im Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde. Die Nutzung durch unterhaltsberechtigte und nach § 32 EStG zu berücksichtigende Kinder wird der Eigennutzung gleichgestellt.

    Stand: Oktober 2023

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  • Wann ist ein voller Kostenabzug für das häusliche Arbeitszimmer möglich?

    Ein unbegrenzter Abzug ist zulässig, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet (§ 4 Abs. 5 Nr. 6b S. 3 EStG). Maßgeblich sind die qualitativen Merkmale, also ob die berufsprägenden Tätigkeiten dort erbracht werden. Bei zwei qualitativ gleichwertigen Arbeitsplätzen kommt es darauf an, ob mehr als die Hälfte der Arbeitszeit im Arbeitszimmer verbracht wird. Bei Lehrern, Handelsvertretern, Architekten und Richtern ist ein Tätigkeitsmittelpunkt ausgeschlossen.

    Stand: November 2021

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  • Wann ist eine Vergütung von Angehörigen für die Kinderbetreuung steuerlich sinnvoll?

    Da der Steuerpflichtige nur zwei Drittel der Kosten absetzen kann, die betreuende Person aber die vollen Einnahmen versteuern muss, entsteht regelmäßig eine steuerliche Lücke von einem Drittel. Sinnvoll ist eine Vergütung dann, wenn die betreuende Person mit den Einnahmen unter dem Grundfreibetrag bleibt. In diesem Fall bleiben die Einnahmen steuerfrei und der Steuerpflichtige kann trotzdem zwei Drittel abziehen.

    Stand: Mai 2022

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  • Wann ist eine verspätete Meldung der RV-Befreiung ausnahmsweise gerechtfertigt?

    Eine verspätete Abgabe ist gerechtfertigt, wenn der Minijobber bereits Altersvollrente bezieht und generell rentenversicherungsfrei ist. In diesen Fällen führt die Fristüberschreitung nicht zu einer verzögerten Wirkung der Befreiung.

    Stand: September 2022

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  • Wann kann ein Unternehmen die erweiterte gewerbesteuerliche Kürzung nach § 9 Nr. 1 S. 2 GewStG nutzen?

    Die erweiterte Kürzung kann auf Antrag in Anspruch genommen werden, wenn der Gewerbebetrieb ausschließlich eigenen Grundbesitz verwaltet und nutzt. In diesem Fall werden die Erträge aus der Grundstücksverwaltung vollständig von der Gewerbesteuer freigestellt. Sie dient der Gleichstellung mit privater Vermietung und Verpachtung, die nicht der Gewerbesteuer unterliegt.

    Stand: März 2023

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  • Wann kann eine Versteuerung der Entnahmegewinne sinnvoller sein als die weitere Verstrickung?

    Eine sofortige Versteuerung kann vorteilhaft sein, wenn die gewerbliche Infizierung nur wenige Jahre bestand und sich daher kaum stille Reserven gebildet haben. Bei fortgesetzter Verstrickung erhöht sich die spätere Steuerlast tendenziell, und steuerliche Vorteile wie die erweiterte gewerbesteuerliche Kürzung oder die 10-jährige Spekulationsfrist entfallen weiterhin.

    Stand: Oktober 2023

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  • Wann kann eine Vorfälligkeitsentschädigung als Veräußerungskosten geltend gemacht werden?

    Wenn die Veräußerung der Immobilie ein steuerbares privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 Abs. 1 Nr. 1 EStG darstellt (z. B. Verkauf innerhalb der 10-Jahres-Frist ohne durchgehende Eigennutzung), kann die Vorfälligkeitsentschädigung im Rahmen der Gewinnermittlung als Veräußerungskosten abgezogen werden. Sie mindert damit den steuerpflichtigen Veräußerungsgewinn.

    Stand: Februar 2024

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  • Wann kann ich ein häusliches Arbeitszimmer absetzen?

    Ob und wie ein häusliches Arbeitszimmer abziehbar ist, hängt von der Nutzung ab. Die Infografik dazu finden Sie im Merkblatt-Verzeichnis unter "Arbeitszimmer ab 2023". (Quelle: Deubner Verlag)

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  • Wann lehnt das FG Münster den Abzug der Gartenumgestaltung nach § 33 EStG ab?

    Das FG Münster (Urteil vom 15.1.2020, 7 K 2740/18 E) hat entschieden, dass ein Abzug nach § 33 EStG ausscheidet, wenn bereits eine Terrasse auf der Rückseite des Hauses existiert und damit schon vor der Umgestaltung ein behindertengerechter Zugang zum Garten besteht. Die Maßnahmen gelten dann nicht mehr als zwangsläufig. Eine endgültige Entscheidung des BFH steht noch aus, vergleichbare Fälle sollten daher offengehalten werden.

    Stand: Juni 2022

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  • Wann liegt bei Werbung am Mitarbeiterfahrzeug ausnahmsweise kein Arbeitslohn vor?

    Kein Arbeitslohn liegt nur dann vor, wenn die betriebsfunktionale Zielsetzung der Werbung eindeutig im Vordergrund steht. Dies setzt voraus, dass die Vertragsgestaltung die Förderung des Werbeeffekts sicherstellt, etwa durch konkrete Vorgaben zum werbewirksamen Einsatz des Fahrzeugs sowie Regelungen zu Exklusivität oder zur Zulässigkeit weiterer Fremdwerbung.

    Stand: Februar 2020

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  • Wann liegt bei einem Mietereinbau ein Scheinbestandteil vor?

    Ein Scheinbestandteil liegt vor, wenn der Mieter ein Wirtschaftsgut nur zu einem vorübergehenden Zweck in das Gebäude einfügt. Voraussetzung ist nach BFH-Rechtsprechung, dass die gewöhnliche Nutzungsdauer länger ist als die tatsächliche Nutzungsdauer, nach den Umständen mit einem späteren Ausbau zu rechnen ist und das Wirtschaftsgut beim Ausbau noch einen Zeitwert über dem bloßen Schrottwert besitzt.

    Stand: Juli 2023

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  • Wann liegt eine Haushaltszugehörigkeit des Kindes beim Alleinerziehenden vor?

    Eine Haushaltszugehörigkeit besteht, wenn das Kind in der Wohnung des Alleinerziehenden gemeldet ist und dort dauerhaft verbleiben soll oder nur vorübergehend (z.B. wegen Ausbildung oder Studium) abwesend ist. Zusätzlich muss der Alleinerziehende für das materielle und immaterielle Wohl des Kindes sorgen. Bei Meldung in mehreren Haushalten erhält derjenige den Entlastungsbetrag, der das Kindergeld bezieht.

    Stand: Dezember 2021

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  • Wann liegt eine Nutzung zu eigenen Wohnzwecken nach § 23 EStG vor?

    Eine begünstigte Eigennutzung liegt vor, wenn die Immobilie zwischen Anschaffung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde oder zumindest im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Kalenderjahren. Ein nach Auszug erfolgter Verkauf erfüllt diese Voraussetzung in der Regel nicht. Damit entfällt die Steuerbefreiung innerhalb der 10-Jahresfrist.

    Stand: August 2023

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  • Wann liegt eine klassische Betriebsaufspaltung mit gewerbesteuerlichen Folgen vor?

    Eine Betriebsaufspaltung setzt eine sachliche und personelle Verflechtung voraus. Bei einer Kapitalgesellschaft als Besitzgesellschaft ist erforderlich, dass diese zu mehr als 50% unmittelbar am Betriebsunternehmen beteiligt ist. In diesem Fall gilt die Tätigkeit als originär gewerblich und schließt die erweiterte Kürzung aus.

    Stand: Juni 2024

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  • Wann liegt laut Finanzverwaltung ein Vollzeitstudium vor?

    Nach dem BMF-Schreiben aus 2020 liegt ein Vollzeitstudium vor, wenn das Studium der Vorbereitung auf eine Berufsausübung dient und daneben keine oder nur eine Erwerbstätigkeit von durchschnittlich bis zu 20 Wochenstunden ausgeübt wird. Auch eine geringfügige Beschäftigung im Sinne des Sozialgesetzbuches ist unschädlich.

    Stand: Juni 2022

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  • Wann lohnt sich der Behinderten-Pauschbetrag gegenüber den außergewöhnlichen Belastungen nach § 33 EStG?

    Der Pauschbetrag wird als Wahlrecht zu den außergewöhnlichen Belastungen nach § 33 EStG gewährt und ist unabhängig von den tatsächlichen Kosten. Er lohnt sich, wenn die regelmäßig wiederkehrenden behinderungsbedingten Kosten nicht die zumutbare Eigenbelastung nach § 33 Abs. 3 EStG übersteigen. Nicht regelmäßig wiederkehrende außergewöhnliche Kosten können daneben zusätzlich als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden.

    Stand: November 2021

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  • Wann sind Ausbildungskosten als Werbungskosten abziehbar?

    Ausbildungskosten sind als Werbungskosten abziehbar, wenn bereits eine abgeschlossene Erstausbildung (mindestens 12 Monate Dauer mit Abschlussprüfung) vorliegt und es sich um eine weiterführende Ausbildung handelt, etwa einen Master nach dem Bachelor. Auch bei einer Ausbildung im Rahmen eines Dienstverhältnisses (z. B. duales Studium oder Lehre mit Lohnzahlung) sind die Kosten bereits in der Erstausbildung als Werbungskosten abziehbar, da ein unmittelbarer Zusammenhang mit Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit besteht.

    Stand: August 2023

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  • Wann sind Ausbildungskosten als Werbungskosten abziehbar?

    Werbungskostenabzug ist möglich für Aufwendungen einer zweiten oder weiteren Ausbildung sowie für eine Erstausbildung, die im Rahmen eines Dienstverhältnisses stattfindet. Voraussetzung ist ein hinreichend konkreter, objektiv feststellbarer Veranlassungszusammenhang mit späteren Einnahmen. Aktuelle Einnahmen müssen dabei noch nicht erzielt werden.

    Stand: Februar 2020

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  • Wann sind Bonuszahlungen der Krankenversicherung steuerlich zu erfassen?

    Die Erfassung folgt dem Zuflussprinzip nach § 11 Abs. 1 EStG. Geldprämien werden im Zeitpunkt der Auszahlung berücksichtigt, Sachprämien im Zeitpunkt der Ausgabe und Gutschriften auf einem Bonuskonto im Zeitpunkt der Gutschrift.

    Stand: März 2023

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  • Wann sind Leistungen eines Altersheims nach § 4 Nr. 16 UStG umsatzsteuerfrei?

    Umsätze sind nur dann steuerfrei, wenn sie eng mit der Betreuung und Pflege hilfsbedürftiger Menschen verbunden und für die Erbringung der Pflegeleistung unerlässlich sind. Zusatzleistungen, die über die reguläre Versorgung hinausgehen, fallen nicht unter die Befreiung und unterliegen dem Regelsteuersatz.

    Stand: November 2023

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  • Wann sind Mietkosten für Messestände gewerbesteuerlich hinzuzurechnen?

    Eine Hinzurechnung nach § 8 Nr. 1 Buchst. e GewStG erfolgt nur, wenn der Messestand fiktiv zum Anlagevermögen des Unternehmens zählen würde. Maßgeblich ist, ob der Messestand dazu bestimmt wäre, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen (§ 247 Abs. 2 HGB). Wird der Stand nur gelegentlich angemietet und ist die Messeteilnahme für den Vertrieb nicht zwingend erforderlich, scheidet eine Hinzurechnung aus.

    Stand: Juli 2022

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  • Wann sind Zahlungen an einen Förderverein Spende und wann Leistungsentgelt?

    Handelt der Förderverein selbstlos und ist als gemeinnützig anerkannt, können Zahlungen über eine Spendenbescheinigung als Sonderausgaben abgesetzt werden. Kommt der Förderverein jedoch für Leistungen des Schulbetriebes auf, die nicht öffentlich gedeckt werden, oder ist die Schule auf diese Mittel angewiesen, liegt keine Spende, sondern ein Leistungsentgelt vor. In diesem Fall kommt nur ein Abzug als Schulgeld nach § 10 Abs. 1 Nr. 9 EStG in Betracht.

    Stand: Februar 2024

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  • Wann sind außerplanmäßige Abschreibungen in der Corona-Pandemie relevant?

    Außerplanmäßige Abschreibungen gewinnen in der Pandemie an Bedeutung, weil viele Unternehmen durch ausbleibende Kundschaft Umsatzeinbußen und Wertverluste bei Waren erleiden. Ein typisches Beispiel ist Saisonware im Einzelhandel (z.B. Winterkleidung), die wegen Lockdowns nicht verkauft werden konnte und dauerhaft an Wert verliert. Die Pandemie gilt dabei als außerplanmäßiges Ereignis, das eine entsprechende Abschreibung am Bilanzstichtag rechtfertigt.

    Stand: April 2021

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  • Wann sind vorweggenommene Werbungskosten beim Nießbrauch ausnahmsweise abzugsfähig?

    Ein Abzug ist möglich, wenn das Ende des Nießbrauchs konkret absehbar ist und der neue Eigentümer die Aufwendungen erkennbar im Hinblick auf die bevorstehende eigene Nutzung zur Einkünfteerzielung tätigt. Beide Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein.

    Stand: Oktober 2023

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  • Wann sind Übernachtungs- und Verpflegungskosten bei einer Vollzeitbildungsmaßnahme noch abziehbar?

    Ein Abzug kommt nur in Betracht, wenn am Lehrgangs- oder Studienort wegen der Bildungsmaßnahme ein doppelter Haushalt geführt wird. Die Anwendung der Dienstreisegrundsätze scheidet aus, da die Bildungseinrichtung als erste Tätigkeitsstätte gilt.

    Stand: Oktober 2020

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  • Wann steht dem Steuerpflichtigen der Veräußerungsfreibetrag nach § 16 Abs. 4 EStG zu?

    Der Freibetrag von 45.000 EUR wird gewährt, wenn der Steuerpflichtige das 55. Lebensjahr vollendet hat oder im sozialversicherungsrechtlichen Sinne dauernd berufsunfähig ist. Er wird nur einmal im Leben gewährt und mindert sich um den Betrag, um den der Veräußerungsgewinn 136.000 EUR übersteigt.

    Stand: November 2022

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  • Wann verliert ein Trinkgeld an Arbeitnehmer die Steuerfreiheit?

    Die Steuerfreiheit entfällt, wenn der Arbeitgeber das Trinkgeld zunächst einbehält und selbst über die Verteilung an die Mitarbeiter entscheidet. In diesem Fall wird das Trinkgeld als steuerpflichtiger Arbeitslohn behandelt. Auch verpflichtende Bedienungszuschläge sind nicht steuerfrei.

    Stand: Mai 2021

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  • Wann war die Insolvenzantragspflicht im Zusammenhang mit Corona-Hilfen ausgesetzt?

    Die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrags war bis zum 30.04.2021 ausgesetzt, sofern das Unternehmen zwischen dem 01.11.2020 und dem 28.02.2021 einen Antrag auf Corona-Hilfen gestellt hatte. Außerhalb dieser Ausnahme gilt weiterhin: Bei Zahlungsunfähigkeit ist der Antrag nach 3 Wochen, bei Überschuldung nach 6 Wochen zu stellen.

    Stand: April 2021

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  • Wann werden Zuschläge im Minijob steuerpflichtig?

    Zuschläge werden steuerpflichtig, wenn sie ohne tatsächlich erbrachte Arbeitsleistung gezahlt werden. Das betrifft typischerweise Zahlungen während des Beschäftigungsverbots im Mutterschutz oder bei Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Mit der Steuerpflicht entfällt grundsätzlich auch die Sozialversicherungsfreiheit dieser Zuschläge.

    Stand: Mai 2022

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  • Wann wird bei einer Ferienwohnung eine Einkunftserzielungsabsicht unterstellt?

    Eine Einkunftserzielungsabsicht wird regelmäßig angenommen, wenn die Ferienwohnung ganzjährig ausschließlich an wechselnde Feriengäste vermietet bzw. dafür bereitgehalten wird und eine Eigennutzung ausgeschlossen ist. Dies ist etwa der Fall, wenn die Vermietung an eine Agentur oder Kurverwaltung übertragen und eine Eigennutzung vertraglich für das gesamte Jahr ausgeschlossen wurde. Auch wenn der Vermieter eine weitere Wohnung in örtlicher Nähe besitzt, spricht dies gegen eine Eigennutzung.

    Stand: Januar 2021

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  • Wann wird der Mieter wirtschaftlicher Eigentümer eines Mietereinbaus?

    Der Mieter wird wirtschaftlicher Eigentümer, wenn der Herausgabeanspruch des Vermieters nach Mietende für die eingebauten Vermögensgegenstände keine wirtschaftliche Bedeutung mehr hat. Das ist der Fall, wenn die eingebaute Sache während der voraussichtlichen Mietdauer technisch oder wirtschaftlich verbraucht wird oder der Mieter bei Mietende mindestens die Erstattung des gemeinen Wertes erwarten kann.

    Stand: Juli 2023

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  • Wann wird der gesetzliche Mindestlohn auf 12 € pro Stunde angehoben?

    Das Bundeskabinett hat am 23.02.2022 einen Gesetzesentwurf verabschiedet, nach dem der Mindestlohn zum 01.10.2022 auf 12 € je Stunde steigt. Profitieren sollen vor allem Beschäftigte in geringfügigen Arbeitsverhältnissen und Berufen mit niedriger Entlohnung.

    Stand: März 2022

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  • Warum behandelt der Gesetzgeber öffentliche Verkehrsmittel günstiger als Pkw oder Taxi?

    Mit der zum 01.01.2001 eingeführten verkehrsmittelunabhängigen Entfernungspauschale verfolgte der Gesetzgeber umwelt- und verkehrspolitische Ziele. Die Nutzung des Linienverkehrs sollte gegenüber dem Pkw nicht mehr benachteiligt sein. Da ein Taxi ähnlich wie ein Pkw individuell eingesetzt wird und keinen vergleichbaren ökologischen Beitrag leistet, wird es nicht privilegiert.

    Stand: Dezember 2022

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  • Warum entschied der BFH im Fall der Diplom-Finanzwirtin gegen einen Kindergeldanspruch?

    Der BFH (Urteil vom 07.04.2022, III R 22/21) sah im anschliessenden Jurastudium keine Fortsetzung einer einheitlichen Erstausbildung, sondern eine berufsbegleitende Zweitausbildung. Zwar bestand ein enger zeitlicher und sachlicher Zusammenhang, jedoch trat die Berufsausuebung in der Finanzverwaltung in den Vordergrund, insbesondere wegen der langfristigen Bindung an den Arbeitgeber. Zudem ueberschritt die Erwerbstaetigkeit die 20-Stunden-Grenze des § 32 Abs. 4 S. 2 EStG.

    Stand: Juni 2023

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  • Warum fallen Mieterabfindungen nicht unter § 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG?

    Der BFH beschränkt den Anwendungsbereich der Vorschrift auf bauliche Maßnahmen am Gebäude selbst. Mieterabfindungen stehen nur mittelbar mit den Sanierungsarbeiten in Verbindung und werden zudem meist vor Beginn der eigentlichen Baumaßnahmen gezahlt. Damit fehlt es sowohl am sachlichen als auch am zeitlichen Zusammenhang zu den Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen.

    Stand: April 2023

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  • Warum führt die Auszahlung mehrerer Jahre Überstunden ohne Fünftelregelung zu einer höheren Steuerbelastung?

    Die Einkommensteuer in Deutschland ist progressiv ausgestaltet, d.h. mit steigendem zu versteuerndem Einkommen steigt auch der Steuersatz. Wird eine mehrjährig erarbeitete Überstundenvergütung in einem Jahr ausgezahlt, erhöht sie das Jahreseinkommen sprunghaft und unterliegt einem höheren Grenzsteuersatz. Ohne Tarifermäßigung führt das zu einer überproportionalen Steuerbelastung.

    Stand: März 2022

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  • Warum gelten Forschungspreise als Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit?

    Zu den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit zählen alle Güter in Geld oder Geldeswert, die dem Steuerpflichtigen aufgrund seines Dienstverhältnisses zufließen. Da eine Habilitation die beruflichen Qualifikationen und Karrierechancen, insbesondere für eine Professur, verbessert, dient sie der Einkommenssicherung. Forschungsgelder hierfür sind daher beruflich veranlasst und steuerpflichtig.

    Stand: August 2022

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  • Warum gilt die Betriebsaufgabe nach § 16 Abs. 3b EStG nicht als Handlung des Erblassers?

    Auch wenn die Aufgabeerklärung steuerlich auf den Todeszeitpunkt zurückwirkt, beruht sie auf einer Willensentscheidung der Erben nach dem Erbfall. Der Erblasser hat den Betrieb selbst nicht aufgegeben, sondern lediglich verpachtet, sodass die steuerauslösende Handlung den Erben zuzurechnen ist.

    Stand: Oktober 2023

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  • Warum gilt eine Cafeteria nicht als unerlässlich für die Pflegeleistung?

    Da Heimbewohner bereits Frühstück, Mittag- und Abendessen sowie Speisesäle auf den Stationen erhalten, stellt die Cafeteria lediglich ein zusätzliches Angebot dar. Sie dient auch Angehörigen und Besuchern und ist damit für die eigentliche Pflege- und Betreuungsleistung entbehrlich.

    Stand: November 2023

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  • Warum ist bei erfolgsneutraler Entnahme nicht der Teilwert, sondern der Buchwert maßgeblich?

    Der BFH begründet dies damit, dass bei einer erfolgsneutralen Entnahme die stillen Reserven nicht im Betrieb aufgedeckt und versteuert wurden. Eine Bewertung mit dem Teilwert würde dazu führen, dass diese Reserven endgültig unversteuert blieben. Daher muss konsequent auch im Rahmen des § 23 EStG der Buchwert als Anschaffungskosten gelten, damit die stillen Reserven bei der späteren Veräußerung erfasst werden.

    Stand: Juli 2022

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