Fragen & Antworten
Antworten auf häufige Fragen.
Kuratiert aus unseren Beiträgen zu Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung — alphabetisch, nach Zielgruppe oder Thema gefiltert.
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2304 Fragen · Seite 42 / 47
Wie sind die Nutzungsvoraussetzungen bei Arbeitszimmer und Nebenräumen zu prüfen?
Die Voraussetzungen für die steuerliche Anerkennung sind für jeden Raum und jeden Nebenraum einzeln zu prüfen. Entscheidend ist, ob der jeweilige Raum nahezu ausschließlich beruflich oder betrieblich genutzt wird. Eine nicht unerhebliche private Mitbenutzung schließt den Abzug der Kosten für diesen Raum aus.
Stand: Juni 2016
Wie sind die Zeitgrenzen für kurzfristige Minijobs nach BSG-Rechtsprechung anzuwenden?
Das Bundessozialgericht hat entschieden, dass die Grenzen von 3 Monaten und 70 Arbeitstagen als gleichwertige Alternativen gelten – unabhängig von der wöchentlichen Arbeitszeit. In der Praxis müssen beide Zeitgrenzen geprüft werden. Bei mehreren Minijobs werden die Arbeitszeiten zusammengerechnet; für die 3-Monats-Berechnung gilt ein voller Kalendermonat als 30 Tage.
Stand: August 2021
Wie sind erhaltene Anzahlungen in der Bilanz auszuweisen?
Erhaltene Anzahlungen sind beim Zahlungsempfänger gewinnneutral mit ihrem Nennwert als Verbindlichkeit unter dem Bilanzposten 'erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen' zu passivieren. Eine Ausbuchung erfolgt erst dann, wenn der Zahlungsempfänger eine Forderung realisiert hat, also die vertraglich geschuldete Leistung erbracht ist. Bei Anzahlungen auf Vorräte besteht alternativ die Möglichkeit, diese offen vom Vorratsvermögen abzusetzen (Bilanzverkürzung).
Stand: September 2019
Wie soll sich die Freigrenze für Betriebsfeiern ab 2015 ändern?
Geplant ist, die bisherige Verwaltungsvorschrift gesetzlich zu verankern und die Freigrenze von 110,– EUR auf 150,– EUR pro Veranstaltung und Mitarbeiter anzuheben. Diese Erhöhung wirkt auf den ersten Blick großzügig.
Stand: Oktober 2014
Wie sollen Unternehmen und Immobilien nach dem BVStB-Modell behandelt werden?
Unternehmen und Immobilien sollen ohne Verkaufsdruck unverändert fortgeführt werden können. Die anfallende Erbschaft- oder Schenkungsteuer soll aus den laufenden Erträgen dieser Vermögensgegenstände bezahlt werden können, sofern diese nicht veräußert werden. Damit soll die Substanz erhalten und Liquiditätsengpässe vermieden werden.
Stand: August 2013
Wie sollen nach IDW-Auffassung Altersvorsorgeverpflichtungen beim Verwaltungsvermögen behandelt werden?
Das IDW fordert, dass die vom Verwaltungsvermögen auszunehmenden Vermögensteile auf den bei der Übertragung tatsächlich vorhandenen Bestand an Altersvorsorgeverpflichtungen gedeckelt werden. Maßgeblich soll dabei eine Bewertung nach handelsrechtlichen Grundsätzen sein, um den realen Bestand abzubilden.
Stand: August 2016
Wie sollte ein Gesellschafter Handwerkerleistungen seiner eigenen GmbH bezahlen, um § 35a EStG nutzen zu können?
Der Gesellschafter sollte den Rechnungsbetrag tatsächlich per Überweisung auf das Bankkonto der GmbH zahlen, statt eine Verrechnung über das Gesellschafterverrechnungskonto vorzunehmen. Nur so ist der Zahlungsfluss auf ein Konto des Leistungserbringers im Sinne des § 35a Abs. 5 S. 3 EStG dokumentiert und die Steuerermäßigung wird anerkannt.
Stand: Dezember 2022
Wie sollte man auf eine verdächtige E-Mail zum Transparenzregister reagieren?
Das BMF rät, nicht auf solche E-Mails zu reagieren, keine Registrierung auf den genannten Seiten vorzunehmen und keine Zahlungen zu leisten. Im Zweifel sollte die Mitteilungspflicht ausschließlich über die offizielle Seite www.transparenzregister.de erfüllt werden.
Stand: Januar 2020
Wie sollte man bei einer verdächtigen E-Mail des angeblichen BZSt reagieren?
Empfänger sollten weder auf Links klicken noch persönliche Daten oder Kontoinformationen eingeben. Die E-Mail sollte ungeöffnet gelöscht oder zur Prüfung an das BZSt weitergeleitet werden. Eine Antwort auf den Absender ist zu vermeiden.
Stand: Januar 2017
Wie sollte man mit verdächtigen E-Mails im Namen des BZSt umgehen?
Solche E-Mails sollten keinesfalls geöffnet werden, ebenso wenig deren Anhänge. Empfohlen wird, die Nachricht umgehend zu löschen. Insbesondere ausführbare Dateien (.exe) oder gepackte Archive (.rar) im Zusammenhang mit angeblichen Steuerbescheiden sind ein klares Warnsignal.
Stand: Mai 2015
Wie sollten Betroffene auf einen Steuerbescheid zum Verkauf einer Ferienimmobilie reagieren?
Wenn das Finanzamt den Verkauf einer privaten, selbst genutzten Ferienimmobilie der Besteuerung unterworfen hat, sollte innerhalb der Rechtsbehelfsfrist Einspruch gegen den Steuerbescheid eingelegt werden. Zur Begründung kann auf das beim Bundesfinanzhof anhängige Revisionsverfahren unter dem Aktenzeichen IX R 37/16 verwiesen werden, um den Bescheid offenzuhalten.
Stand: Juli 2017
Wie sollten Betroffene bei abgelehntem Werbungskostenabzug bei Kapitaleinkünften vorgehen?
Betroffene sollten gegen den Steuerbescheid Einspruch einlegen und sich auf das Urteil des FG Baden-Württemberg (9 K 1637/10) sowie das beim BFH anhängige Revisionsverfahren (VIII R 13/13) berufen. So kann der Bescheid bis zur höchstrichterlichen Entscheidung verfahrensrechtlich offengehalten werden.
Stand: Februar 2013
Wie sollten Fahrschulen ihre Rechnungen während der ungeklärten Rechtslage ausstellen?
Empfehlenswert ist, Rechnungen ohne Umsatzsteuerausweis zu stellen. Wird Umsatzsteuer offen ausgewiesen, schuldet die Fahrschule diese auch dann, wenn die Leistung später als steuerfrei eingestuft wird – sämtliche Rechnungen müssten dann korrigiert werden. Die konkrete Vorgehensweise sollte aber mit dem Steuerberater im Einzelfall abgestimmt werden.
Stand: März 2016
Wie sollten Gastronomen auf eine Hinzuschätzung nach der 30/70-Methode reagieren?
Betroffene Restaurantbetreiber sollten das Kalkulationsergebnis kritisch prüfen und gegebenenfalls anfechten, da Betriebsprüfer oft wirtschaftlich nicht erzielbare Umsätze unterstellen. Argumente wie Außerhausverkauf, abweichende Verzehrgewohnheiten oder Besonderheiten des Betriebs können gegen die pauschale Anwendung sprechen. Ein Verweis auf einschlägige FG-Rechtsprechung kann die eigene Position stützen.
Stand: März 2016
Wie sollten GbR-Gesellschafter den Ausfall des Geschäftsführers vertraglich absichern?
Da kein Notgeschäftsführer bestellt werden kann, empfiehlt sich eine klare Regelung im Gesellschaftsvertrag, etwa durch Benennung eines Stellvertreters, einer Nachfolgeklausel oder einer Vollmachtsregelung. So lässt sich die Handlungsfähigkeit der GbR auch beim Ausfall des alleinigen Geschäftsführers sicherstellen und Streit zwischen den verbliebenen Gesellschaftern vermeiden.
Stand: Januar 2015
Wie sollten Korrekturen nach Reklamationen oder Warenrücksendungen korrekt bezeichnet werden?
Korrigiert der Leistende seine ursprüngliche Rechnung nach einer Reklamation oder Warenrücksendung, sollte das Dokument ausdrücklich als „Rechnungskorrektur“ oder „Stornorechnung“ bezeichnet werden. Die früher übliche Bezeichnung „Gutschrift“ ist hier irreführend, da keine Gutschrift im umsatzsteuerlichen Sinne vorliegt. Diese klare Bezeichnung schützt vor Verwechslungen und Vorsteuerrisiken.
Stand: August 2013
Wie sollten Steuerpflichtige auf das anhängige Verfahren zur Bewirtungskostenkürzung reagieren?
Gegen alle seit 2004 noch offenen Steuerbescheide sollte Einspruch eingelegt und das Ruhen des Verfahrens bis zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts beantragt werden. Dabei ist auf das Aktenzeichen 2 BvL 4/13 zu verweisen, um vom Ausgang des Musterverfahrens profitieren zu können.
Stand: März 2014
Wie sollten Steuerpflichtige bei Ablehnung von Prozesskosten als außergewöhnliche Belastung vorgehen?
Bei Ablehnung durch das Finanzamt sollte unter Verweis auf die anhängigen BFH-Verfahren Einspruch eingelegt und das Ruhen des Verfahrens beantragt werden. So bleibt der Steuerbescheid offen, bis der BFH endgültig über die Abzugsfähigkeit entscheidet. Betroffene können dann von einer für sie günstigen Entscheidung nachträglich profitieren.
Stand: April 2013
Wie sollten Steuerpflichtige bei versagtem Betriebsausgabenabzug der Pauschalsteuer reagieren?
Wenn das Finanzamt den Abzug der Pauschalsteuer nach § 37b EStG auf Geschenke als Betriebsausgabe versagt, sollten Steuerpflichtige Einspruch gegen den Steuerbescheid einlegen und unter Verweis auf das anhängige Revisionsverfahren beim BFH das Ruhen des Verfahrens beantragen. So bleibt der Fall offen, bis der BFH abschließend entschieden hat.
Stand: März 2014
Wie sollten Steuerpflichtige mit hohen Werbungskosten bei Kapitaleinkünften vorgehen?
Wer höhere Werbungskosten im Zusammenhang mit Einkünften aus Kapitalvermögen hatte, sollte gegen den entsprechenden Steuerbescheid Einspruch einlegen und sich auf das beim BFH anhängige Verfahren VIII R 34/13 berufen. Gleichzeitig empfiehlt sich ein Antrag auf Ruhen des Verfahrens nach § 363 Abs. 2 AO, bis der BFH entschieden hat. So bleibt der Bescheid offen und eine eventuell günstige Entscheidung kann noch berücksichtigt werden.
Stand: März 2014
Wie sollten Stundenaufzeichnungen für Minijobber dokumentiert werden?
Aufzuzeichnen sind Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit. Die Dokumentation muss schriftlich oder elektronisch erfolgen und vom Arbeitgeber für mindestens zwei Jahre aufbewahrt werden. Die Aufzeichnungen müssen bei Prüfungen durch das Finanzamt oder den Zoll jederzeit vorgelegt werden können.
Stand: Juli 2013
Wie sollten Unternehmen die Bezeichnungspflicht für Gutschriften in der Praxis umsetzen?
Unternehmen sollten ihre Abrechnungsvorlagen und ERP-Systeme prüfen und sicherstellen, dass jede umsatzsteuerliche Gutschrift ausdrücklich das Wort 'Gutschrift' enthält. Zudem ist intern klar zwischen Gutschriften und Korrekturrechnungen zu unterscheiden, um Vorsteuerrisiken zu vermeiden.
Stand: Dezember 2012
Wie sollten sich Unternehmer auf die Kassennachschau vorbereiten?
Unternehmer sollten ihre Kassenaufzeichnungen vollständig, zeitgerecht und manipulationssicher führen sowie alle Belege und Einzelaufzeichnungen vorhalten. Eine Überprüfung der eingesetzten Kassensysteme auf Konformität mit den gesetzlichen Anforderungen ist empfehlenswert, da Prüfer ohne Vorankündigung erscheinen können.
Stand: Mai 2016
Wie stark beeinflusst die Ratingnote den Kreditzinssatz?
Die Ratingnote wirkt sich erheblich auf die Zinskonditionen aus. Bei der KfW liegt die Zinsspanne zwischen einer guten und einer schlechten Note bei mehr als 4 Prozentpunkten. Bei örtlichen Hausbanken kann die Spanne zwischen 1,5 % und 5,4 %, im Einzelfall sogar bis zu 8 % betragen.
Stand: Dezember 2020
Wie stark sinkt das Steueraufkommen aus dem Solidaritätszuschlag durch die Reform?
Durch die Beschränkung auf hohe und höchste Einkommen wird sich das Steueraufkommen aus dem Solidaritätszuschlag etwa um die Hälfte reduzieren. Der Bund verzichtet damit auf einen erheblichen Teil der bisherigen Einnahmen, um die breite Mehrheit der Steuerzahler zu entlasten.
Stand: Oktober 2019
Wie stellen Unternehmen, die bereits Überbrückungshilfen III Plus erhalten haben, einen Antrag für das 4. Quartal 2021?
Unternehmen, die bereits für den Zeitraum Juli bis September 2021 Überbrückungshilfen III Plus beantragt haben, können einen vereinfachten Änderungsantrag für das 4. Quartal 2021 stellen. Wer noch keinen Antrag gestellt hat, kann einen Erstantrag für den vollen Förderzeitraum Juli bis Dezember 2021 einreichen.
Stand: November 2021
Wie und wann wird die Mobilitätsprämie beim Finanzamt beantragt?
Die Mobilitätsprämie wird auf Antrag vom Finanzamt gewährt; das entsprechende Formular ist Teil der Einkommensteuererklärung und kann zusammen mit dieser eingereicht werden. Der Antrag muss innerhalb der ersten vier Kalenderjahre nach dem Jahr gestellt werden, für das die Prämie beansprucht wird. Die Festsetzung erfolgt nur, wenn die berechnete Prämie höher als 10 € ausfällt.
Stand: März 2022
Wie unterscheiden sich außerplanmäßige Abschreibung und Teilwertabschreibung?
Im Handelsrecht spricht man von der außerplanmäßigen Abschreibung (§ 253 Abs. 3 Satz 3 und Abs. 4 HGB), im Steuerrecht von der Teilwertabschreibung (§ 6 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG). Inhaltlich erfassen beide denselben Tatbestand des Wertverlusts eines Wirtschaftsguts. Unterschiede ergeben sich jedoch in der konkreten Anwendung auf Anlage- und Umlaufvermögen sowie bei der Frage, ob Pflicht, Wahlrecht oder Verbot besteht.
Stand: April 2021
Wie unterscheiden sich kaufmännische Gutschrift und umsatzsteuerliche Gutschrift?
Die umsatzsteuerliche Gutschrift erstellt der Leistungsempfänger anstelle des Leistenden. Die kaufmännische Gutschrift hingegen ist eine Korrektur- oder Stornorechnung des Leistenden, z. B. nach Reklamation oder Warenrücksendung. Letztere sollte nicht mehr „Gutschrift“ heißen, sondern als „Rechnungskorrektur“ oder „Stornorechnung“ bezeichnet werden, um Verwechslungen und umsatzsteuerliche Risiken zu vermeiden.
Stand: August 2013
Wie unterscheidet sich der Ausweis erhaltener Anzahlungen in Handels- und Steuerbilanz?
In der Steuerbilanz ist die Anzahlung brutto als Verbindlichkeit zu passivieren, wobei für die enthaltene Umsatzsteuer ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet wird. In der Handelsbilanz besteht diese Ansatzpflicht nicht: Hier wird nur der Nettobetrag unter 'erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen' ausgewiesen, während die Umsatzsteuer bis zur Abführung an das Finanzamt unter den sonstigen Verbindlichkeiten erfasst wird.
Stand: September 2019
Wie unterscheidet sich die Schenkungsteuer bei Barvermögen im Privat- und im Betriebsvermögen?
Bei einer Schenkung von Barvermögen aus dem Privatvermögen fällt grundsätzlich die volle Schenkungsteuer an; lediglich der persönliche Freibetrag mindert die Bemessungsgrundlage. Wird Barvermögen dagegen in einer GmbH gehalten und werden die GmbH-Anteile verschenkt, kann durch die Verschonungsregelungen für Betriebsvermögen eine Steuerbelastung von null erreicht werden. Diese Ungleichbehandlung war Anlass für die geplante Gesetzesänderung.
Stand: November 2012
Wie unterscheidet sich die steuerliche Behandlung von Enteignung und Zwangsversteigerung?
Die Enteignung erfolgt ohne Mitwirkungsmöglichkeit des Eigentümers und löst daher kein Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG aus. Eine Zwangsversteigerung hingegen kann durch den Schuldner abgewendet werden, weshalb ein willentliches Handeln angenommen wird. Folglich ist nur die Zwangsversteigerung potenziell steuerpflichtig.
Stand: Mai 2022
Wie unterstützt das Zentrale Testamentsregister das Nachlassverfahren im Sterbefall?
Bei jedem Sterbefall prüft das Register elektronisch, ob erbfolgerelevante Urkunden für die verstorbene Person vorliegen, und informiert das zuständige Nachlassgericht. Auch das verwahrende Gericht oder der Notar werden benachrichtigt und gebeten, die Unterlagen an das Nachlassgericht zu übermitteln. Dadurch kann der letzte Wille des Verstorbenen schneller ausgeführt werden.
Stand: Dezember 2014
Wie urteilte das FG Rheinland-Pfalz zu Renovierungskosten eines Pächters vor Betriebseröffnung?
Das FG Rheinland-Pfalz entschied, dass bei Pacht eines kompletten Gewerbebetriebs (hier eines Imbisses) § 2 Abs. 5 GewStG greift und eine fiktive Neugründung beim Pächter vorliegt. Dadurch sind Renovierungskosten, die vor der eigentlichen Betriebseröffnung, aber nach Pachtbeginn anfallen, gewerbesteuerlich zu berücksichtigen. Die Teilnahme am wirtschaftlichen Verkehr wird ab Pachtbeginn angenommen.
Stand: Februar 2022
Wie verbreitet ist die ISO-Zertifizierung in der Steuerberaterbranche?
Deutlich weniger als 15 Prozent der Steuerberatungskanzleien in Deutschland sind nach DIN EN ISO 9000 ff zertifiziert. Bei den von Focus Money als Top-Steuerberater ausgezeichneten Kanzleien liegt der Anteil zertifizierter Kanzleien signifikant höher. Die Zertifizierung gilt damit als Qualitätsmerkmal, das nur eine Minderheit der Branche vorweisen kann.
Stand: August 2009
Wie verhält es sich beim Öffnen einer Autotür gegenüber vorbeifahrenden Radfahrern?
Wer eine Fahrzeugtür öffnet, muss sich nach § 14 StVO so verhalten, dass eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist. Öffnet eine Person die Tür unmittelbar vor einem herannahenden Radfahrer, haftet sie regelmäßig allein für die entstandenen Schäden.
Stand: Juni 2014
Wie verlängern sich die Kündigungsfristen mit zunehmender Betriebszugehörigkeit?
Nach § 622 Abs. 2 Satz 1 BGB verlängern sich die Kündigungsfristen stufenweise je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit. Die längste gesetzliche Kündigungsfrist beträgt sieben Monate zum Monatsende und gilt bei sehr langer Betriebszugehörigkeit.
Stand: Dezember 2014
Wie versteuere ich Gewinne aus Kryptowährungen?
Gewinne aus Kryptowährungen können als private Veräußerungsgeschäfte steuerpflichtig sein. Die Infografik finden Sie im Merkblatt-Verzeichnis unter "Kryptowährungen". (Quelle: Deubner Verlag)
Wie versteuere ich die private Nutzung meines Dienstwagens?
Die Privatnutzung eines Dienstwagens wird pauschal oder per Fahrtenbuch versteuert. Die Infografik finden Sie im Merkblatt-Verzeichnis unter "Dienstwagennutzung Arbeitnehmer". (Quelle: Deubner Verlag)
Wie verteilt sich die Beitragslast in der Künstlersozialversicherung?
Die Finanzierung erfolgt zu drei Teilen: Der Künstler bzw. Publizist trägt 50 %, das verwertende Unternehmen trägt über die Künstlersozialabgabe 30 % und der Bund steuert die restlichen 20 % als Zuschuss bei.
Stand: Januar 2022
Wie viel Prozent der Kinderbetreuungskosten sind ab 2025 steuerlich abziehbar?
Ab dem Veranlagungszeitraum 2025 können Eltern 80 % ihrer Kinderbetreuungskosten als Sonderausgaben geltend machen. Bisher waren es lediglich zwei Drittel der Aufwendungen. Damit wird ein höherer Anteil der tatsächlichen Kosten steuerlich anerkannt.
Stand: Dezember 2024
Wie viele Arbeitstage dürfen bei der Entfernungspauschale maximal angesetzt werden?
Bei einer 5-Tage-Woche akzeptiert das Finanzamt maximal 230 Tage, bei einer 6-Tage-Woche bis zu 280 Tage pro Jahr. Urlaubstage und krankheitsbedingte Ausfalltage müssen abgezogen werden, da nur tatsächlich durchgeführte Fahrten angesetzt werden dürfen.
Stand: Januar 2022
Wie viele Fahrzeugdatensätze wurden im Zuge der Reform übertragen?
Im Rahmen der Verwaltungsreform wurden Daten von rund 58 Millionen Fahrzeugen schrittweise ab dem ersten Quartal 2014 in das neue automatisierte Verfahren der Zollverwaltung übernommen. Dies bildete die technische Grundlage für die Übernahme der Kfz-Steuerverwaltung zum 01.07.2014.
Stand: Januar 2014
Wie viele Familienheimfahrten sind bei doppelter Haushaltsführung pro Woche absetzbar?
Pro Woche ist eine Familienheimfahrt zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte abziehbar, auch wenn der Steuerpflichtige häufiger pendelt (§ 9 Abs. 1 S. 3 Nr. 5 S. 5 EStG). Pro vollem Kilometer der einfachen Entfernung können 0,30 EUR angesetzt werden.
Stand: November 2023
Wie viele Handwerksbetriebe in Deutschland verfügen über einen eigenen Internetauftritt?
Nach einer Untersuchung von Malermeister und Marketingexperte Werner Deck aus dem Jahr 2012, bei der über 1.600 Handwerksbetriebe analysiert wurden, verfügen nur rund 54 % der Handwerksbetriebe über einen Internetauftritt. Die Nutzung sozialer Medien wie Xing oder Facebook liegt sogar noch deutlich darunter. Damit verschenken viele Betriebe Sichtbarkeit und potenzielle Kunden.
Stand: August 2013
Wie viele Privatnutzungen sind anzusetzen, wenn mehrere PKW im Betriebsvermögen sind?
Die Privatnutzung ist nur für so viele Fahrzeuge anzusetzen, wie tatsächlich vom Steuerpflichtigen und den zu seiner Privatsphäre gehörenden Personen genutzt werden können. Stehen z.B. sechs Betriebsfahrzeuge zur Verfügung, aber nur drei nutzungsberechtigte Personen, ist die 1%-Regelung auch nur für drei Fahrzeuge anzuwenden. Das stellt eine deutliche Erleichterung gegenüber der früheren Praxis dar.
Stand: November 2012
Wie viele Steuerberater gibt es in Deutschland?
In Deutschland sind über 86.000 Steuerberaterinnen und Steuerberater zugelassen. Aufgrund dieser hohen Zahl sind Qualitätsmerkmale wie Zertifizierungen und unabhängige Auszeichnungen wichtige Orientierungshilfen bei der Auswahl.
Stand: Januar 2011
Wie viele Steuerberatungskanzleien werden jährlich von Focus Money als Top-Steuerberater ausgezeichnet?
Focus Money zeichnet jährlich rund 300 Steuerberatungskanzleien als Top-Steuerberater aus. Im Jahr 2018 erfolgte die Veröffentlichung der Auszeichnung in der Ausgabe 17/2018 unter dem Titel 'Beratung erster Klasse'.
Stand: April 2018
Wie viele Steuerzahler profitieren von der geplanten Soli-Reform?
Nach Angaben der Bundesregierung werden rund 90 Prozent der bisherigen Soli-Zahler vollständig vom Solidaritätszuschlag befreit. Weitere etwa 5 Prozent der Zahler erfahren eine Verringerung ihrer Belastung. Nur Steuerpflichtige mit hohen und höchsten Einkommen zahlen den Soli weiterhin in voller Höhe.
Stand: Oktober 2019
Wie war der Verfahrensverlauf im BFH-Urteil VI R 8/19 zum Sterbegeld?
In erster Instanz gab das Finanzgericht der klagenden Erbin recht und sah das Sterbegeld als steuerfrei nach § 3 Nr. 11 EStG an. Der BFH hob diese Entscheidung jedoch auf und entschied, dass das Sterbegeld als steuerpflichtiger Arbeitslohn nach § 19 EStG zu behandeln ist.
Stand: September 2021