Fragen & Antworten

Antworten auf häufige Fragen.

Kuratiert aus unseren Beiträgen zu Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung — alphabetisch, nach Zielgruppe oder Thema gefiltert.

2304 Fragen · Seite 16 / 47

  • Wann ist ein voller Kostenabzug für das häusliche Arbeitszimmer möglich?

    Ein unbegrenzter Abzug ist zulässig, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet (§ 4 Abs. 5 Nr. 6b S. 3 EStG). Maßgeblich sind die qualitativen Merkmale, also ob die berufsprägenden Tätigkeiten dort erbracht werden. Bei zwei qualitativ gleichwertigen Arbeitsplätzen kommt es darauf an, ob mehr als die Hälfte der Arbeitszeit im Arbeitszimmer verbracht wird. Bei Lehrern, Handelsvertretern, Architekten und Richtern ist ein Tätigkeitsmittelpunkt ausgeschlossen.

    Stand: November 2021

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  • Wann ist eine Anlassabfrage statt der Regelabfrage zulässig?

    Eine Anlassabfrage darf nur auf ausdrücklichen Wunsch des Kapitalertragsempfängers, beispielsweise bei einer Konfessionsänderung, oder bei Neubegründungen wie etwa neuen Gesellschaftsverhältnissen durchgeführt werden. Sie stellt sicher, dass unterjährige Änderungen beim Kapitalertragsteuerabzug korrekt berücksichtigt werden.

    Stand: August 2014

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  • Wann ist eine Buchwertübertragung zwischen Schwester-Personengesellschaften möglich?

    Eine Übertragung von Wirtschaftsgütern zwischen Personengesellschaften zum Buchwert ist möglich, wenn an beiden Gesellschaften dieselben Personen beteiligt sind (Beteiligungsidentität). Die Neuregelung setzt eine Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts um und vermeidet die Aufdeckung stiller Reserven bei solchen Übertragungen.

    Stand: Dezember 2024

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  • Wann ist eine Vergütung von Angehörigen für die Kinderbetreuung steuerlich sinnvoll?

    Da der Steuerpflichtige nur zwei Drittel der Kosten absetzen kann, die betreuende Person aber die vollen Einnahmen versteuern muss, entsteht regelmäßig eine steuerliche Lücke von einem Drittel. Sinnvoll ist eine Vergütung dann, wenn die betreuende Person mit den Einnahmen unter dem Grundfreibetrag bleibt. In diesem Fall bleiben die Einnahmen steuerfrei und der Steuerpflichtige kann trotzdem zwei Drittel abziehen.

    Stand: Mai 2022

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  • Wann ist eine verspätete Meldung der RV-Befreiung ausnahmsweise gerechtfertigt?

    Eine verspätete Abgabe ist gerechtfertigt, wenn der Minijobber bereits Altersvollrente bezieht und generell rentenversicherungsfrei ist. In diesen Fällen führt die Fristüberschreitung nicht zu einer verzögerten Wirkung der Befreiung.

    Stand: September 2022

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  • Wann ist es sinnvoll, die Lohnbuchhaltung für ELENA an einen Steuerberater zu übergeben?

    Bei einer größeren Zahl von Angestellten lohnt sich die Übergabe an einen Steuerberater, da die manuelle Dateneingabe sehr aufwendig und fehleranfällig ist. Da Daten nicht im Formular gespeichert wurden und jeden Monat neu eingegeben werden mussten, steigt das Fehlerrisiko mit der Mitarbeiterzahl. Ein professioneller Dienstleister minimiert sowohl den Aufwand als auch das Haftungsrisiko bei fehlerhaften Übermittlungen.

    Stand: Dezember 2010

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  • Wann ist fachliche Beratung bei Schenkungen und Erbschaften sinnvoll?

    Fachliche Beratung ist bereits bei der Planung von Vermögensübertragungen sinnvoll, also lange vor dem Erbfall. Steuerberater können Schenkungsstrategien, Freibetragsnutzung und die Wahl der Steuerklasse optimal abstimmen. Ohne professionelle Begleitung drohen vermeidbare steuerliche Belastungen, die die Gestaltungskosten meist deutlich übersteigen.

    Stand: Juli 2008

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  • Wann ist mit einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer zu rechnen?

    Eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts wurde für das Jahr 2013 erwartet. Sollte das Gericht die Begünstigungen für Betriebsvermögen kippen, ist mit einer Verschärfung der Erbschaft- und Schenkungsteuer zu rechnen. Bis zur Verkündung gelten die bisherigen Regelungen jedoch fort.

    Stand: Oktober 2012

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  • Wann ist § 13b UStG bei Bauleistungen anzuwenden?

    § 13b UStG greift bei Bauleistungen nur dann, wenn der Leistungsempfänger die bezogene Bauleistung selbst zur Erbringung eigener Bauleistungen verwendet. Bauleistungen umfassen Werklieferungen oder sonstige Leistungen zur Herstellung, Instandsetzung, Instandhaltung, Änderung oder Beseitigung von Bauwerken. Ohne diese unmittelbare Weiterverwendung bleibt der leistende Unternehmer Steuerschuldner.

    Stand: Juni 2014

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  • Wann kann die Erbschaftsteuer bei geerbten Wohnimmobilien gestundet werden?

    Auf Antrag wird eine Stundung von bis zu 10 Jahren gewährt, wenn der Erwerber die Erbschaftsteuer nur durch Verkauf der geerbten Wohnimmobilie aufbringen könnte. Die Stundungsregelung wurde auf sämtliche Fälle ausgeweitet, in denen Grundbesitz zu Wohnzwecken genutzt wird, einschließlich der Vermietung nach dem Erbfall und der Nutzung zu eigenen Wohnzwecken unabhängig von der Grundstücksart.

    Stand: Dezember 2024

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  • Wann kann die Vollziehung eines Erbschaftsteuerbescheids wegen Verfassungszweifeln ausgesetzt werden?

    Nach dem BFH-Beschluss vom 21.11.2013 (II B 46/13) kann die Vollziehung eines Erbschaftsteuerbescheids ausgesetzt werden, solange das Normenkontrollverfahren zur Verfassungsmäßigkeit des ErbStG beim BVerfG (1 BvL 21/12) anhängig ist. Voraussetzung ist, dass der Steuerpflichtige ein berechtigtes Interesse an der Aussetzung darlegt. Damit hat der BFH seine bisherige restriktive Rechtsprechung geändert.

    Stand: Dezember 2013

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  • Wann kann ein Hochschuldozent ein häusliches Arbeitszimmer steuerlich absetzen?

    Ein häusliches Arbeitszimmer ist absetzbar, wenn der vom Arbeitgeber gestellte Arbeitsplatz nicht im konkret erforderlichen Umfang und in der erforderlichen Weise nutzbar ist. Das gilt etwa, wenn dort wesentliche Arbeitsmittel wie Drucker, Scanner oder die nötige Fachliteratur fehlen. In diesen Fällen können Aufwendungen bis maximal 1.250 € pro Jahr als Werbungskosten angesetzt werden.

    Stand: Oktober 2016

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  • Wann kann ein Unternehmen die erweiterte gewerbesteuerliche Kürzung nach § 9 Nr. 1 S. 2 GewStG nutzen?

    Die erweiterte Kürzung kann auf Antrag in Anspruch genommen werden, wenn der Gewerbebetrieb ausschließlich eigenen Grundbesitz verwaltet und nutzt. In diesem Fall werden die Erträge aus der Grundstücksverwaltung vollständig von der Gewerbesteuer freigestellt. Sie dient der Gleichstellung mit privater Vermietung und Verpachtung, die nicht der Gewerbesteuer unterliegt.

    Stand: März 2023

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  • Wann kann eine Steuererklärung trotz Gewinneinkünften noch in Papierform abgegeben werden?

    Eine Abgabe in Papierform ist nur möglich, wenn die elektronische Übermittlung für den Steuerpflichtigen unzumutbar ist (sogenannter Härtefallantrag). Persönliche Bedenken gegen die Datenübermittlung via Internet oder negative Erfahrungen mit Internetmissbrauch reichen dafür nach der Rechtsprechung jedoch nicht aus.

    Stand: September 2015

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  • Wann kann eine Versteuerung der Entnahmegewinne sinnvoller sein als die weitere Verstrickung?

    Eine sofortige Versteuerung kann vorteilhaft sein, wenn die gewerbliche Infizierung nur wenige Jahre bestand und sich daher kaum stille Reserven gebildet haben. Bei fortgesetzter Verstrickung erhöht sich die spätere Steuerlast tendenziell, und steuerliche Vorteile wie die erweiterte gewerbesteuerliche Kürzung oder die 10-jährige Spekulationsfrist entfallen weiterhin.

    Stand: Oktober 2023

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  • Wann kann eine Vorfälligkeitsentschädigung als Veräußerungskosten geltend gemacht werden?

    Wenn die Veräußerung der Immobilie ein steuerbares privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 Abs. 1 Nr. 1 EStG darstellt (z. B. Verkauf innerhalb der 10-Jahres-Frist ohne durchgehende Eigennutzung), kann die Vorfälligkeitsentschädigung im Rahmen der Gewinnermittlung als Veräußerungskosten abgezogen werden. Sie mindert damit den steuerpflichtigen Veräußerungsgewinn.

    Stand: Februar 2024

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  • Wann kann ich ein häusliches Arbeitszimmer absetzen?

    Ob und wie ein häusliches Arbeitszimmer abziehbar ist, hängt von der Nutzung ab. Die Infografik dazu finden Sie im Merkblatt-Verzeichnis unter "Arbeitszimmer ab 2023". (Quelle: Deubner Verlag)

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  • Wann lehnt das FG Münster den Abzug der Gartenumgestaltung nach § 33 EStG ab?

    Das FG Münster (Urteil vom 15.1.2020, 7 K 2740/18 E) hat entschieden, dass ein Abzug nach § 33 EStG ausscheidet, wenn bereits eine Terrasse auf der Rückseite des Hauses existiert und damit schon vor der Umgestaltung ein behindertengerechter Zugang zum Garten besteht. Die Maßnahmen gelten dann nicht mehr als zwangsläufig. Eine endgültige Entscheidung des BFH steht noch aus, vergleichbare Fälle sollten daher offengehalten werden.

    Stand: Juni 2022

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  • Wann liegt bei Fortbildungskosten ein eigenbetriebliches Interesse des Arbeitgebers vor?

    Ein eigenbetriebliches Interesse besteht insbesondere dann, wenn der Arbeitnehmer aufgrund gesetzlicher oder tarifvertraglicher Vorschriften zur Fortbildung verpflichtet ist und der Arbeitgeber die Qualifikation für die Ausübung der Tätigkeit benötigt. Beispiel sind Fahrer im Schwertransport, die regelmäßige Pflichtfortbildungen absolvieren müssen. Die Kostenübernahme dient dann primär dem Betrieb und nicht der Entlohnung.

    Stand: Januar 2017

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  • Wann liegt bei Gutscheinen ein Einzweckgutschein vor und wie wirkt sich das umsatzsteuerlich aus?

    Ein Einzweckgutschein liegt vor, wenn bei seiner Ausgabe die geschuldete Umsatzsteuer (Steuersatz und Leistungsort) bereits feststeht. Die Umsatzbesteuerung erfolgt dann bereits im Zeitpunkt der Gutscheinausgabe, die spätere Einlösung ist umsatzsteuerlich grundsätzlich unbeachtlich. Laut BMF-Schreiben vom 04.11.2020 gilt ein Dokument für einen bereits verbindlich bestellten Gegenstand mit Abnahmeverpflichtung jedoch als Anzahlung, nicht als Einzweckgutschein.

    Stand: Dezember 2020

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  • Wann liegt bei Werbung am Mitarbeiterfahrzeug ausnahmsweise kein Arbeitslohn vor?

    Kein Arbeitslohn liegt nur dann vor, wenn die betriebsfunktionale Zielsetzung der Werbung eindeutig im Vordergrund steht. Dies setzt voraus, dass die Vertragsgestaltung die Förderung des Werbeeffekts sicherstellt, etwa durch konkrete Vorgaben zum werbewirksamen Einsatz des Fahrzeugs sowie Regelungen zu Exklusivität oder zur Zulässigkeit weiterer Fremdwerbung.

    Stand: Februar 2020

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  • Wann liegt bei einem Mietereinbau ein Scheinbestandteil vor?

    Ein Scheinbestandteil liegt vor, wenn der Mieter ein Wirtschaftsgut nur zu einem vorübergehenden Zweck in das Gebäude einfügt. Voraussetzung ist nach BFH-Rechtsprechung, dass die gewöhnliche Nutzungsdauer länger ist als die tatsächliche Nutzungsdauer, nach den Umständen mit einem späteren Ausbau zu rechnen ist und das Wirtschaftsgut beim Ausbau noch einen Zeitwert über dem bloßen Schrottwert besitzt.

    Stand: Juli 2023

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  • Wann liegt eine Haushaltszugehörigkeit des Kindes beim Alleinerziehenden vor?

    Eine Haushaltszugehörigkeit besteht, wenn das Kind in der Wohnung des Alleinerziehenden gemeldet ist und dort dauerhaft verbleiben soll oder nur vorübergehend (z.B. wegen Ausbildung oder Studium) abwesend ist. Zusätzlich muss der Alleinerziehende für das materielle und immaterielle Wohl des Kindes sorgen. Bei Meldung in mehreren Haushalten erhält derjenige den Entlastungsbetrag, der das Kindergeld bezieht.

    Stand: Dezember 2021

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  • Wann liegt eine Nutzung zu eigenen Wohnzwecken nach § 23 EStG vor?

    Eine begünstigte Eigennutzung liegt vor, wenn die Immobilie zwischen Anschaffung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde oder zumindest im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Kalenderjahren. Ein nach Auszug erfolgter Verkauf erfüllt diese Voraussetzung in der Regel nicht. Damit entfällt die Steuerbefreiung innerhalb der 10-Jahresfrist.

    Stand: August 2023

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  • Wann liegt eine klassische Betriebsaufspaltung mit gewerbesteuerlichen Folgen vor?

    Eine Betriebsaufspaltung setzt eine sachliche und personelle Verflechtung voraus. Bei einer Kapitalgesellschaft als Besitzgesellschaft ist erforderlich, dass diese zu mehr als 50% unmittelbar am Betriebsunternehmen beteiligt ist. In diesem Fall gilt die Tätigkeit als originär gewerblich und schließt die erweiterte Kürzung aus.

    Stand: Juni 2024

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  • Wann liegt eine regelmäßige Tätigkeitsstätte am Vermietungsobjekt vor?

    Eine regelmäßige Tätigkeitsstätte besteht, wenn am Objekt im Wege der Gesamtwürdigung der qualitative und quantitative Mittelpunkt der auf das Objekt bezogenen Einkünfteerzielung liegt. Im BFH-Fall sprachen 165 bzw. 215 jährliche Fahrten sowie umfangreiche Verwaltungs-, Instandhaltungs-, Überwachungs- und Pflegetätigkeiten dafür.

    Stand: April 2016

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  • Wann liegt eine teilweise Schwarzgeldabrede vor?

    Eine teilweise Schwarzgeldabrede liegt vor, wenn nur ein Teil des vereinbarten Werklohns offiziell auf Rechnung gezahlt wird und ein weiterer Teil ohne Rechnung und ohne steuerliche Erfassung. Auch diese Teilabrede macht den gesamten Werkvertrag nichtig, nicht nur den schwarz vereinbarten Anteil.

    Stand: August 2013

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  • Wann liegt laut Finanzverwaltung ein Vollzeitstudium vor?

    Nach dem BMF-Schreiben aus 2020 liegt ein Vollzeitstudium vor, wenn das Studium der Vorbereitung auf eine Berufsausübung dient und daneben keine oder nur eine Erwerbstätigkeit von durchschnittlich bis zu 20 Wochenstunden ausgeübt wird. Auch eine geringfügige Beschäftigung im Sinne des Sozialgesetzbuches ist unschädlich.

    Stand: Juni 2022

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  • Wann liegt nach BFH-Urteil X R 32/05 ein gewinnrealisierender Übergang eines Geschäftswerts vor?

    Der BFH hat mit Urteil vom 13. Mai 2009 (Az. X R 32/05) entschieden, unter welchen Voraussetzungen ein Geschäftswert gewinnrealisierend übertragen wird. Dies ist insbesondere bei der Übertragung eines Einzelunternehmens auf eine GmbH relevant, da der Geschäftswert dabei aufgedeckt und versteuert werden muss. Die genaue Abgrenzung hat erhebliche ertragsteuerliche Konsequenzen für den Übertragenden.

    Stand: Juni 2009

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  • Wann liegt steuerlich überhaupt ein Geschenk vor?

    Ein Geschenk ist eine unentgeltliche Zuwendung, die den Empfänger bereichert, ohne dass eine Gegenleistung erfolgt. Wird die Zuwendung jedoch als Zugabe zu einer Hauptleistung gewährt und ist mit dieser im Leistungsaustausch verknüpft, fehlt der Geschenk-Charakter. In diesem Fall greifen die Abzugsbeschränkungen des §4 Abs. 5 EStG nicht.

    Stand: Juli 2016

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  • Wann liegt trotz Kombination von Kauf- und Bauvertrag kein einheitliches Vertragswerk vor?

    Wird der ursprüngliche Generalübernehmervertrag nach Abschluss des Grundstückskaufvertrags in wesentlichen Punkten geändert, entfällt die Annahme eines einheitlichen Vertragswerks. Wesentliche Abweichungen sind etwa Änderungen der Flächen oder Baukosten um mehr als 10 % oder die Errichtung eines zusätzlichen, prägenden Gebäudes. Die Grunderwerbsteuer bemisst sich dann nur am Grundstückswert.

    Stand: Januar 2018

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  • Wann liegt umsatzsteuerlich eine echte Gutschrift vor?

    Eine Gutschrift im umsatzsteuerlichen Sinne liegt nur dann vor, wenn der Leistungsempfänger (Kunde) anstelle des Leistenden über die erbrachte Leistung abrechnet. Typische Anwendungsfälle sind Handelsvertreter-, Vermittler-, Agentur- oder Provisionsabrechnungen, bei denen der Auftraggeber die Abrechnung selbst erstellt. Für eine reine Rechnungskorrektur oder Storno gilt dies nicht.

    Stand: August 2013

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  • Wann lohnt sich der Behinderten-Pauschbetrag gegenüber den außergewöhnlichen Belastungen nach § 33 EStG?

    Der Pauschbetrag wird als Wahlrecht zu den außergewöhnlichen Belastungen nach § 33 EStG gewährt und ist unabhängig von den tatsächlichen Kosten. Er lohnt sich, wenn die regelmäßig wiederkehrenden behinderungsbedingten Kosten nicht die zumutbare Eigenbelastung nach § 33 Abs. 3 EStG übersteigen. Nicht regelmäßig wiederkehrende außergewöhnliche Kosten können daneben zusätzlich als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden.

    Stand: November 2021

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  • Wann lohnt sich die degressive Abschreibung?

    Die degressive Abschreibung ist insbesondere bei Wirtschaftsgütern mit längerer Nutzungsdauer vorteilhaft, da sich die Anschaffungs- oder Herstellungskosten in den ersten Jahren steuerlich stärker auswirken. Dadurch entstehen frühzeitig höhere Abschreibungsbeträge und ein Liquiditätsvorteil.

    Stand: Oktober 2020

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  • Wann muss der Geschäftsführer einer GmbH oder AG Insolvenzantrag stellen?

    Tritt Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung der Gesellschaft ein, ist der Geschäftsführer verpflichtet, unverzüglich einen Insolvenzantrag zu stellen. Ein Hinauszögern führt zu persönlicher Haftung und strafrechtlichen Risiken.

    Stand: August 2013

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  • Wann muss die KiStAM-Regelabfrage durchgeführt werden?

    Die Regelabfrage für das Kirchensteuerabzugsmerkmal (KiStAM) muss jährlich im Zeitraum vom 1. September bis 31. Oktober beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) erfolgen. Stichtag für die Kirchensteuerpflicht der Anteilseigner ist der 31. August des jeweiligen Jahres. Die Abfrage ist Voraussetzung für den korrekten Einbehalt und die Abführung der Kirchensteuer auf die Kapitalertragsteuer im Folgejahr.

    Stand: September 2016

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  • Wann muss ein Geschäftsführer in der Krise externen Rat einholen?

    Sobald Anzeichen einer Krise vorliegen und der Geschäftsführer nicht selbst über ausreichende Kenntnisse zur Prüfung von Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung verfügt, muss er unverzüglich unabhängigen fachlichen Rat einholen. Dies ergibt sich aus der verschärften Sorgfaltspflicht, die der BGH mit Urteil vom 27.03.2012 konkretisiert hat. Ein Zuwarten kann eine persönliche Haftung begründen.

    Stand: August 2013

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  • Wann muss sich der Steuerpflichtige zwischen 1%-Regelung und Fahrtenbuch entscheiden?

    Die Entscheidung für eine der beiden Methoden muss von Beginn des Veranlagungszeitraums an feststehen. Wer die Fahrtenbuchmethode nutzen will, muss das Fahrtenbuch ab dem 1. Januar (bzw. ab Beginn der Fahrzeugnutzung) durchgehend bis zum Jahresende führen.

    Stand: Juli 2014

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  • Wann nimmt das Finanzamt ein einheitliches Vertragswerk an?

    Ein einheitliches Vertragswerk liegt unter anderem vor, wenn Grundstücks- und Bauvertrag miteinander verknüpft sind, ein Gesamtpreis vereinbart wurde, mit dem Bau bereits vor Vertragsschluss begonnen wurde oder der Erwerber nicht mehr frei über Art und Umfang der Bebauung entscheiden kann. Auch ein faktischer Zwang, mit einem bestimmten Bauunternehmer zu bauen, führt dazu.

    Stand: Januar 2018

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  • Wann nimmt das einheitliche EU-Patentgericht seine Tätigkeit auf?

    Das einheitliche Patentgericht kann seine Arbeit erst aufnehmen, wenn 13 EU-Mitgliedstaaten das entsprechende Übereinkommen ratifiziert haben. Erst dann wird die zentrale Patentvergabe mit EU-weiter Gültigkeit operativ wirksam.

    Stand: August 2013

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  • Wann rutscht eine Immobilien-GmbH in die Gewerblichkeit?

    Bei vermögensverwaltenden Immobilien-GmbHs droht unter Umständen die gewerbliche Infektion mit Gewerbesteuerfolgen — worauf zu achten ist, lesen Sie im Beitrag. (Quelle: Deubner Recht & Steuern)

    Stand: Dezember 2025

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  • Wann sind Asbestsanierungen als außergewöhnliche Belastung abziehbar?

    Nach dem BFH-Urteil vom 29.03.2012 (VI R 47/10) ist eine konkret zu befürchtende Gesundheitsgefährdung erforderlich; die allgemeine Gefährlichkeit von Asbestfasern allein genügt nicht. Geht die Gefahr von einem Dritten aus, muss der Steuerpflichtige zunächst seine zivilrechtlichen Abwehransprüche durchsetzen, sonst entfällt der Abzug.

    Stand: Mai 2012

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  • Wann sind Aufwendungen für Kleidung als typische Berufskleidung abzugsfähig?

    Aufwendungen für Kleidung sind nur abzugsfähig, wenn es sich um typische Berufskleidung handelt, die nach ihrer Beschaffenheit nahezu ausschließlich für die berufliche Verwendung bestimmt ist. Beispiele sind Uniformen, Amtstrachten oder Arztkittel. Kleidungsstücke, die auch privat getragen werden können, sind hingegen nicht abzugsfähig.

    Stand: August 2015

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  • Wann sind Ausbildungskosten als Werbungskosten abziehbar?

    Werbungskostenabzug ist möglich für Aufwendungen einer zweiten oder weiteren Ausbildung sowie für eine Erstausbildung, die im Rahmen eines Dienstverhältnisses stattfindet. Voraussetzung ist ein hinreichend konkreter, objektiv feststellbarer Veranlassungszusammenhang mit späteren Einnahmen. Aktuelle Einnahmen müssen dabei noch nicht erzielt werden.

    Stand: Februar 2020

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  • Wann sind Ausbildungskosten als Werbungskosten abziehbar?

    Ausbildungskosten sind als Werbungskosten abziehbar, wenn bereits eine abgeschlossene Erstausbildung (mindestens 12 Monate Dauer mit Abschlussprüfung) vorliegt und es sich um eine weiterführende Ausbildung handelt, etwa einen Master nach dem Bachelor. Auch bei einer Ausbildung im Rahmen eines Dienstverhältnisses (z. B. duales Studium oder Lehre mit Lohnzahlung) sind die Kosten bereits in der Erstausbildung als Werbungskosten abziehbar, da ein unmittelbarer Zusammenhang mit Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit besteht.

    Stand: August 2023

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  • Wann sind Bonuszahlungen der Krankenversicherung steuerlich zu erfassen?

    Die Erfassung folgt dem Zuflussprinzip nach § 11 Abs. 1 EStG. Geldprämien werden im Zeitpunkt der Auszahlung berücksichtigt, Sachprämien im Zeitpunkt der Ausgabe und Gutschriften auf einem Bonuskonto im Zeitpunkt der Gutschrift.

    Stand: März 2023

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  • Wann sind Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer unbeschränkt abzugsfähig?

    Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer sind nur dann unbeschränkt abzugsfähig, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet. Liegt der Tätigkeitsschwerpunkt – etwa bei Seminar- oder Vortragstätigkeiten – außerhalb des Arbeitszimmers, ist der Abzug auf den Höchstbetrag von 1.250 Euro pro Jahr begrenzt.

    Stand: April 2015

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  • Wann sind Leistungen eines Altersheims nach § 4 Nr. 16 UStG umsatzsteuerfrei?

    Umsätze sind nur dann steuerfrei, wenn sie eng mit der Betreuung und Pflege hilfsbedürftiger Menschen verbunden und für die Erbringung der Pflegeleistung unerlässlich sind. Zusatzleistungen, die über die reguläre Versorgung hinausgehen, fallen nicht unter die Befreiung und unterliegen dem Regelsteuersatz.

    Stand: November 2023

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  • Wann sind Mietkosten für Messestände gewerbesteuerlich hinzuzurechnen?

    Eine Hinzurechnung nach § 8 Nr. 1 Buchst. e GewStG erfolgt nur, wenn der Messestand fiktiv zum Anlagevermögen des Unternehmens zählen würde. Maßgeblich ist, ob der Messestand dazu bestimmt wäre, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen (§ 247 Abs. 2 HGB). Wird der Stand nur gelegentlich angemietet und ist die Messeteilnahme für den Vertrieb nicht zwingend erforderlich, scheidet eine Hinzurechnung aus.

    Stand: Juli 2022

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  • Wann sind Vorsorgeaufwendungen trotz steuerfreier Auslandseinkünfte als Sonderausgaben abziehbar?

    Vorsorgeaufwendungen können ausnahmsweise abgezogen werden, wenn die zugehörigen Einnahmen in der EU, im EWR oder in der Schweiz erzielt werden, nach einem Doppelbesteuerungsabkommen im Inland steuerfrei sind und der Beschäftigungsstaat keinerlei steuerliche Berücksichtigung dieser Aufwendungen zulässt. Neu ist, dass diese Ausnahmeregelung nicht mehr nur für Arbeitnehmereinkünfte gilt, sondern auch auf Renteneinkünfte oder Einnahmen aus freiberuflicher Tätigkeit Anwendung findet. Die Regelung gilt in allen offenen Fällen.

    Stand: Dezember 2024

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