Fragen & Antworten

Antworten auf häufige Fragen.

Kuratiert aus unseren Beiträgen zu Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung — alphabetisch, nach Zielgruppe oder Thema gefiltert.

656 Fragen · Seite 13 / 14

  • Wie werden Trinkgelder an Unternehmer steuerlich behandelt?

    Trinkgelder an Unternehmer (z. B. Einzelunternehmer, Inhaber) sind stets steuerpflichtige Betriebseinnahmen. Es besteht zwingend eine Aufzeichnungspflicht, die je nach Kassensystem unterschiedlich zu erfüllen ist. Die Steuerfreiheit nach § 3 Nr. 51 EStG gilt ausschließlich für Arbeitnehmer.

    Stand: Mai 2021

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  • Wie werden Unterkunftskosten bei doppelter Haushaltsführung im Ausland steuerlich berücksichtigt?

    Die Beurteilung erfolgt einzelfallabhängig. Maßgeblich sind die tatsächlich notwendigen Unterkunftskosten unter Berücksichtigung der Wohnverhältnisse im jeweiligen Tätigkeitsstaat. Eine pauschale Flächenbegrenzung wie im Inland findet keine Anwendung.

    Stand: November 2023

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  • Wie werden die Kosten für Begleitpersonen bei Betriebsveranstaltungen behandelt?

    Bringt ein Arbeitnehmer eine Begleitperson mit, werden deren anteilige Kosten dem Arbeitnehmer zugerechnet. Dies kann dazu führen, dass der 110-Euro-Freibetrag schneller überschritten wird und der übersteigende Anteil als Arbeitslohn zu versteuern ist.

    Stand: Dezember 2019

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  • Wie werden die verschiedenen Mietereinbauten steuerlich abgeschrieben?

    Scheinbestandteile und Betriebsvorrichtungen gelten als bewegliche Wirtschaftsgüter und werden über die Mietdauer oder die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nach § 7 Abs. 1 und 2 EStG abgeschrieben. Mietereinbauten im wirtschaftlichen Eigentum sowie solche mit besonderem betrieblichen Nutzungsvorteil sind dagegen regelmäßig unbewegliche Wirtschaftsgüter und werden über die Nutzungsdauer des Gebäudes oder nach § 7 Abs. 5a EStG abgeschrieben.

    Stand: Juli 2023

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  • Wie werden erstattete Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge steuerlich behandelt?

    Nach § 10 Abs. 4b Satz 2 EStG sind Beitragserstattungen zunächst mit den im Erstattungsjahr gezahlten Aufwendungen derselben Art zu verrechnen. Verbleibt ein Erstattungsüberhang bei Beiträgen nach § 10 Abs. 1 Nr. 3 und 4 EStG, wird dieser gemäß § 10 Abs. 4b Satz 3 EStG dem Gesamtbetrag der Einkünfte hinzugerechnet. Auf den Grund der Erstattung kommt es dabei nicht an.

    Stand: August 2023

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  • Wie werden mehrere Auswärtstätigkeiten an einem Tag bei der Verpflegungspauschale behandelt?

    Bei mehreren Auswärtstätigkeiten an einem Kalendertag werden die einzelnen Abwesenheitszeiten zusammengerechnet. Maßgeblich für die Gewährung der 14-€-Pauschale ist, ob die Summe der Abwesenheiten die 8-Stunden-Grenze überschreitet.

    Stand: Juli 2022

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  • Wie wird Insolvenzgeld steuerlich behandelt?

    Insolvenzgeld ist nach § 3 Nr. 2 Buchst. b EStG von der Einkommensteuer befreit. Es unterliegt jedoch dem Progressionsvorbehalt nach § 32b Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a EStG und erhöht damit den auf das übrige Einkommen anzuwendenden Steuersatz. Gezahlt wird es einmalig durch die Bundesagentur für Arbeit.

    Stand: September 2022

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  • Wie wird das beamtenrechtliche Sterbegeld berechnet?

    Das beamtenrechtliche Sterbegeld bemisst sich nach dem monatlichen Bruttolohn bzw. den Pensionsbezügen des verstorbenen Beamten. Die Hinterbliebenen erhalten den doppelten monatlichen Bruttolohn bzw. Pensionsbezug ausgezahlt. Es dient der Deckung besonderer Aufwendungen nach dem Tod, etwa für die Beerdigung.

    Stand: September 2021

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  • Wie wird der Altersentlastungsbetrag bei Ehegatten im Rahmen der Zusammenveranlagung berechnet?

    Bei Zusammenveranlagung wird der Altersentlastungsbetrag für jeden Ehepartner getrennt ermittelt. Jeder Ehegatte muss die persönlichen Voraussetzungen, insbesondere die Altersgrenze, selbst erfüllen. Eine Übertragung eines nicht ausgeschöpften Betrags auf den anderen Ehepartner ist nicht zulässig.

    Stand: Februar 2022

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  • Wie wird der Antrag für das 4. Quartal 2021 gestellt?

    Unternehmen, die bereits für Juli bis September 2021 Überbrückungshilfe III Plus beantragt haben, können einen Änderungsantrag für das 4. Quartal stellen. Unternehmen ohne bisherigen Antrag können einen Erstantrag einreichen und erhalten Zuschüsse für den vollen Förderzeitraum Juli bis Dezember 2021.

    Stand: Oktober 2021

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  • Wie wird der Begriff 'gelegentlich' im Sinne des § 24 Abs. 2 KSVG ausgelegt?

    'Gelegentlich' bedeutet laut Rechtsprechung 'manchmal', 'hier und da' oder 'von Zeit zu Zeit'. Eine einmalige Auftragserteilung erfüllt diese Definition nicht und löst daher keine Künstlersozialabgabepflicht aus. Das Überschreiten der 450-EUR-Grenze ist dabei zweitrangig.

    Stand: August 2022

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  • Wie wird der Eigenkapitalzuschuss konkret berechnet?

    Die prozentuale Höhe des Eigenkapitalzuschusses wird mit der monatlichen Überbrückungshilfe III multipliziert. Beispiel: Bei einer Überbrückungshilfe von 6.000 Euro pro Monat und einem Zuschlagssatz von 35 Prozent (vier Monate mit über 50 Prozent Umsatzeinbruch) ergibt sich ein Eigenkapitalzuschuss von 2.100 Euro.

    Stand: April 2021

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  • Wie wird der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende beantragt bzw. berücksichtigt?

    Bei Arbeitnehmern wird der Grundbetrag automatisch über die Lohnsteuerklasse II berücksichtigt. Für den Erhöhungsbetrag von 240 EUR je weiterem Kind ist ein gesonderter Antrag beim Finanzamt erforderlich. Selbstständige und Gewerbetreibende machen den Entlastungsbetrag in der Anlage Kind zur Einkommensteuererklärung geltend.

    Stand: Februar 2023

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  • Wie wird der maßgebliche Grad der Behinderung für das Steuerjahr festgelegt?

    Der Grad der Behinderung (GdB) wird zu Beginn des Kalenderjahres durch ein ärztliches Gutachten festgelegt und gilt für das gesamte Jahr fort. Auch wenn sich der GdB im laufenden Jahr laut neuem Gutachten ändert, bleibt der zu Jahresbeginn festgestellte Wert für die Pauschbetragshöhe maßgebend.

    Stand: November 2021

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  • Wie wird der steuerfreie Anteil der Rente berechnet?

    Der steuerfreie Teil ergibt sich aus der Differenz zwischen dem vollen Jahresbetrag der Rente und dem nach der Tabelle in § 22 Nr. 1 S. 3 a) aa) EStG steuerpflichtigen Anteil. Die Ermittlung erfolgt in dem Kalenderjahr, das auf den Rentenbeginn folgt (§ 22 Nr. 1 S. 4 f. EStG). Der so ermittelte Freibetrag bleibt für die Folgejahre grundsätzlich unverändert.

    Stand: April 2023

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  • Wie wird die 100-kW-(peak)-Grenze pro Steuerpflichtigem geprüft?

    Die Prüfung erfolgt zweistufig: Zunächst objektbezogen, ob die gebäudebezogenen Leistungsgrenzen eingehalten sind, anschließend subjektbezogen, ob die personenbezogene Grenze von 100 kW (peak) eingehalten wird. Nur Anlagen, die bereits dem Grunde nach unter § 3 Nr. 72 EStG fallen, werden in die 100-kW-Grenze einbezogen; Freiflächenanlagen und Anlagen, die die objektbezogenen Grenzen überschreiten, bleiben außen vor. Die 100-kW-Grenze ist eine Freigrenze: Bei Überschreitung entfällt die Steuerbefreiung für sämtliche Anlagen.

    Stand: August 2023

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  • Wie wird die 6-Jahresfrist bei teilentgeltlicher Betriebsveräußerung behandelt?

    Nach der Einheitstheorie des BFH gilt: Liegt das Teilentgelt höchstens auf Höhe des Buchwerts, wird der Vorgang als unentgeltliche Übertragung nach § 6 Abs. 3 EStG behandelt und die Besitzzeit übertragen. Liegt das Teilentgelt über dem Buchwert, aber unter dem gemeinen Wert, werden stille Reserven teilweise realisiert; die Behandlung der Vorbesitzzeit ist umstritten.

    Stand: August 2022

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  • Wie wird die Bemessungsgrundlage des Altersentlastungsbetrags ermittelt?

    Bemessungsgrundlage sind der Bruttoarbeitslohn sowie die positive Summe der übrigen Einkünfte (ohne § 19 EStG und ohne die in § 24a S. 2 Nr. 1-5 EStG ausgeschlossenen Einkünfte). Beide Komponenten werden getrennt berechnet: Der Arbeitslohn wird auch dann voll berücksichtigt, wenn die Summe der anderen Einkünfte negativ ist. Werbungskosten bzw. der Pauschbetrag nach § 9a Nr. 1a EStG mindern den Arbeitslohn nicht.

    Stand: Februar 2022

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  • Wie wird die Betriebsausgabenpauschale bei Hebammen und Tagesmüttern berechnet?

    Selbstständige Hebammen können pauschal bis zu 25 % ihrer Betriebseinnahmen, maximal 1.535 EUR pro Jahr, als Betriebsausgaben absetzen. Selbstständige Tagesmütter dürfen bei Vollzeitbetreuung (40 Std/Woche) 400 EUR pro Monat und Kind ansetzen (Stand April 2024).

    Stand: Dezember 2023

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  • Wie wird die Energiepreispauschale an Arbeitnehmer ausgezahlt?

    Arbeitnehmer, die am 01.09.2022 in einem aktiven Beschäftigungsverhältnis stehen, erhalten die 300 € über den Arbeitgeber mit dem Arbeitslohn. Die Auszahlung wird in der Lohnsteuerbescheinigung mit dem Großbuchstaben E ausgewiesen. Aus organisatorischen Gründen kann die Auszahlung auch später im Jahr 2022 erfolgen. Bestand am 01.09.2022 kein aktives Beschäftigungsverhältnis oder handelt es sich um kurzfristig Beschäftigte, wird die Pauschale erst über die Einkommensteuererklärung 2022 berücksichtigt.

    Stand: Juli 2022

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  • Wie wird die Entfernungspauschale ab 2021 berechnet?

    Die ersten 20 Kilometer der einfachen Strecke werden mit 30 Cent pro Arbeitstag angesetzt, ab dem 21. Kilometer mit 35 Cent. Beispiel: Bei 30 km einfacher Strecke und 210 Arbeitstagen ergeben sich 20 km x 210 x 0,30 € = 1.260 € plus 10 km x 210 x 0,35 € = 735 €, also insgesamt 1.995 €.

    Stand: Dezember 2020

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  • Wie wird die Mobilitätsprämie berechnet?

    Bemessungsgrundlage ist die erhöhte Entfernungspauschale ab dem 21. Kilometer (2021: 0,35 €/km; 2022: voraussichtlich 0,38 €/km) multipliziert mit den darüber hinausgehenden Kilometern und den Arbeitstagen. Dieses Produkt wird mit der Differenz zwischen Grundfreibetrag und zu versteuerndem Einkommen verglichen; der niedrigere der beiden Werte bildet die Bemessungsgrundlage. Auf diese werden 14 % (entspricht dem Eingangssteuersatz) als Prämie gewährt.

    Stand: März 2022

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  • Wie wird die Steuerermäßigung für energetische Sanierungen beantragt?

    Die Förderung wird über die Einkommensteuererklärung beantragt, indem die Aufwendungen für die energetischen Maßnahmen gegenüber dem Finanzamt angegeben werden. Erforderlich sind eine ordnungsgemäße Rechnung des Fachunternehmens sowie die Fachunternehmerbescheinigung nach amtlichem Muster. Die Zahlung muss unbar (z.B. per Überweisung) erfolgt sein.

    Stand: April 2024

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  • Wie wird die Steuerfreiheit eines Stipendiums durch das Finanzamt geprüft?

    Die Prüfung erfolgt auf Antrag des Stipendiaten beim Finanzamt, das für die Körperschaftsteuerveranlagung des Stipendiengebers zuständig ist, oder beim Wohnsitzfinanzamt. Der Stipendiat erhält eine Bescheinigung, die die Steuerpflicht oder Steuerfreiheit verbindlich feststellt. Eine erneute Prüfung durch das Finanzamt ist danach ausgeschlossen. Möglich ist dieses Verfahren jedoch nur bei inländischen Stipendiengebern.

    Stand: Juli 2022

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  • Wie wird die Vergütung in der Kindertagespflege bestimmt?

    Die Vergütung kann entweder privat mit den Eltern vereinbart oder durch öffentliche Träger (Kommune) gezahlt werden. Bei öffentlicher Finanzierung legt der Träger die Höhe nach § 23 SGB VIII fest. Die Eltern werden nach § 90 Abs. 1 Nr. 3 SGB VIII pauschaliert gestaffelt an den Kosten beteiligt – abhängig von Einkommen, Anzahl der kindergeldberechtigten Kinder und wöchentlicher Betreuungszeit.

    Stand: Juli 2021

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  • Wie wird die W-IdNr. vergeben?

    Die Vergabe erfolgt durch das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) auf Anforderung der zuständigen Finanzbehörde. Die Finanzbehörde übermittelt dazu die erforderlichen Identifikationsmerkmale an das BZSt. Eine mehrfache Vergabe derselben W-IdNr. ist ausgeschlossen.

    Stand: September 2024

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  • Wie wird die Zugehörigkeit eines gemieteten Wirtschaftsguts zum fiktiven Anlagevermögen geprüft?

    Da das Wirtschaftsgut nicht im Eigentum des Unternehmens steht, erfolgt die Prüfung unter der Fiktion, dass das Unternehmen Eigentümer wäre. Entscheidend sind die konkreten betrieblichen Verhältnisse, insbesondere ob das Gut dauerhaft dem Geschäftsbetrieb dient. Eine Einordnung als Anlagevermögen kommt vor allem in Betracht, wenn wiederholt gleichartige Güter für den ständigen Gebrauch angemietet werden.

    Stand: Juli 2022

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  • Wie wird die angemessene Höhe eines steuerfreien Stipendiums bestimmt?

    Nach dem BFH-Urteil vom 24.2.2015 (VIII R 43/12) sind nicht die BAföG-Sätze maßgeblich, sondern die individuelle Lebenslage des Stipendiaten. Berücksichtigt werden Alter, akademische Vorbildung und typische Lebenshaltungskosten. Als Orientierung kann auch das zuletzt vor dem Stipendium bezogene Gehalt herangezogen werden.

    Stand: Juli 2022

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  • Wie wird die einbehaltene Bauabzugssteuer beim Leistenden verrechnet?

    Die abgeführte Bauabzugssteuer wird beim Leistenden in einer festen Rangfolge verrechnet: zuerst mit der einzubehaltenden Lohnsteuer, dann mit Vorauszahlungen zur Einkommen- oder Körperschaftsteuer und zuletzt mit entsprechenden Nachzahlungen. Ein verbleibender Restbetrag, der nicht nach § 226 AO verrechnet werden kann, wird dem Leistenden vom Finanzamt erstattet.

    Stand: Mai 2023

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  • Wie wird ein gemeinsam genutztes Arbeitszimmer von Ehegatten steuerlich behandelt?

    Die Voraussetzungen für das häusliche Arbeitszimmer sind bei jedem Nutzer einzeln zu prüfen. Liegen sie bei beiden vor, darf jeweils der wirtschaftlich Tragende die Aufwendungen ansetzen. Bei Zahlung über ein Gemeinschaftskonto kann der jeweilige Schuldner die Kosten geltend machen – läuft etwa die Stromrechnung auf die Ehefrau, kann sie diese Aufwendungen abziehen.

    Stand: September 2023

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  • Wie wird eine Photovoltaikanlage einkommensteuerlich behandelt?

    Kleine Photovoltaikanlagen sind einkommensteuerlich begünstigt. Die Infografik finden Sie im Merkblatt-Verzeichnis unter "Photovoltaikanlagen Einkommensteuer". (Quelle: Deubner Verlag)

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  • Wie wird eine am 09.01. gezahlte Dezembermiete steuerlich zugeordnet?

    Da Mieten zu den regelmäßig wiederkehrenden Einnahmen zählen und die Zahlung innerhalb der 10-Tages-Frist nach Jahreswechsel erfolgt, greift die Ausnahme zum Zufluss-/Abfluss-Prinzip. Voraussetzung ist zudem, dass die Miete im Vorjahr fällig war. Die Mieteinnahme ist daher dem Veranlagungszeitraum der wirtschaftlichen Zugehörigkeit, also dem Vorjahr (Dezember), zuzuordnen.

    Stand: Februar 2022

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  • Wie wirken sich Abschreibungen auf einen Spekulationsgewinn aus?

    Ein Spekulationsgewinn erhöht sich um die zuvor in Anspruch genommenen Abschreibungen (AfA). Dadurch kann selbst dann ein steuerpflichtiger Gewinn entstehen, wenn der Verkaufspreis lediglich den ursprünglichen Anschaffungskosten entspricht. Bei vermieteten Immobilien ist dieser Effekt besonders zu beachten, wenn ein Verkauf innerhalb der zehnjährigen Spekulationsfrist erfolgt.

    Stand: Januar 2021

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  • Wie wirken sich Arbeitgeberzuschüsse auf die Entfernungspauschale aus?

    Steuerfreie Fahrtkostenzuschüsse des Arbeitgebers mindern die abzugsfähige Entfernungspauschale. Als Werbungskosten kann der Arbeitnehmer nur den Restbetrag geltend machen, der nach Abzug der Erstattung verbleibt.

    Stand: Januar 2022

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  • Wie wirkt sich der Erschließungszustand des Grundstücks auf die Grunderwerbsteuer aus?

    Ist das Grundstück zum Zeitpunkt des Kaufvertragsabschlusses bereits erschlossen, kann nur das erschlossene Grundstück Vertragsgegenstand sein, und die Erschließungskosten unterliegen der Grunderwerbsteuer. Ist es noch nicht erschlossen, ist nach zivilrechtlichen Maßstäben zu prüfen, ob das erschlossene Grundstück Gegenstand der Übereignungsverpflichtung ist.

    Stand: Dezember 2022

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  • Wie wirkt sich der Progressionsvorbehalt auf Lohnersatzleistungen aus?

    Lohnersatzleistungen sind nach § 32b Abs. 1 Nr. 1a EStG selbst steuerfrei, erhöhen aber den Steuersatz, der auf die übrigen steuerpflichtigen Einkünfte angewendet wird. Dazu wird ein fiktives zu versteuerndes Einkommen inklusive der Lohnersatzleistungen berechnet und der daraus resultierende durchschnittliche Steuersatz nur auf die laufenden Einkünfte angewandt. Das führt regelmäßig zu Steuernachzahlungen.

    Stand: Mai 2021

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  • Wie wirkt sich die 3-Jahres-Frist auf bereits abgezogene Werbungskosten aus?

    Alle Instandsetzungs- und Modernisierungsaufwendungen innerhalb der 3-Jahres-Frist werden zusammengerechnet. Wird die 15-%-Grenze erst durch spätere Maßnahmen überschritten, müssen frühere als Werbungskosten abgezogene Beträge nachträglich umqualifiziert und über die Gebäudeabschreibung verteilt werden. Dies kann zu geänderten Steuerbescheiden führen.

    Stand: Juni 2023

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  • Wie wirkt sich die Energiepreispauschale bei Gewinneinkünften aus?

    Bei ausschließlichen Gewinneinkünften nach § 13, § 15 oder § 18 EStG mindert die Energiepreispauschale die Einkommensteuer-Vorauszahlung für das 3. Quartal 2022 (Fälligkeit 10.09.2022). Beträgt die Vorauszahlung weniger als 300 €, wird sie auf 0 € reduziert und der Restbetrag im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung 2022 verrechnet bzw. ausgezahlt.

    Stand: Juli 2022

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  • Wie wirkt sich die Höhe des Veräußerungsgewinns auf den Freibetrag aus?

    Der Freibetrag beträgt grundsätzlich 45.000 EUR, vermindert sich jedoch um den Betrag, um den der Veräußerungsgewinn 136.000 EUR übersteigt. Bei einem Veräußerungsgewinn von 125.000 EUR steht der Freibetrag somit ungekürzt zur Verfügung, sofern die persönlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

    Stand: November 2022

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  • Wie wirkt sich die tageweise Vermietung einzelner Zimmer auf die Steuerbefreiung beim Hausverkauf aus?

    Laut BFH-Urteil vom 19.07.2022 (IX R 20/21) schließt die tageweise Vermietung einzelner Zimmer an Dritte für diese Räume eine Nutzung zu eigenen Wohnzwecken aus. Der Veräußerungsgewinn ist daher aufzuteilen: Der Anteil, der auf die fremdvermieteten Räume entfällt, ist als sonstige Einkünfte steuerpflichtig, während die übrige selbstgenutzte Fläche steuerfrei bleibt.

    Stand: Juli 2023

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  • Wie wirkt sich eine unentgeltliche Betriebsübertragung auf die 6-Jahresfrist aus?

    Bei unentgeltlichen Übertragungen wie Erbfall, vorweggenommener Erbfolge oder Schenkung wird die Besitzzeit des Rechtsvorgängers auf den Rechtsnachfolger angerechnet. Im Erbfall (Gesamtrechtsnachfolge) erfolgt dies automatisch. Bei Einzelrechtsnachfolge ist Voraussetzung, dass der Rechtsnachfolger die Buchwerte fortführt; bei Ansatz des gemeinen Werts werden die stillen Reserven aufgedeckt und der § 6b-Anspruch entfällt.

    Stand: August 2022

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  • Wie wirkt sich eine vorweggenommene Erbfolge auf die Berechnung des Veräußerungsgewinns aus?

    Bei unentgeltlichem Erwerb wird dem Einzelrechtsnachfolger nach § 23 Abs. 1 S. 3 EStG die Anschaffung bzw. Überführung in das Privatvermögen durch den Rechtsvorgänger zugerechnet. Der Erbe oder Beschenkte tritt also in die steuerliche Position des Übergebers ein. Maßgeblich sind damit der Entnahmezeitpunkt und der Entnahmewert des Rechtsvorgängers.

    Stand: Juli 2022

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  • Wie ändern sich die Einkünfte der Gesellschafter nach der Option?

    Mitunternehmer werden zu Gesellschaftern der optierenden Körperschaft. Sondervergütungen gelten dann als lohnsteuerpflichtiger Arbeitslohn, Darlehenszinsen und Gewinnausschüttungen werden als Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 20 EStG) der Kapitalertragsteuer unterworfen, und die Überlassung von Wirtschaftsgütern an die Gesellschaft kann zu Einkünften aus Vermietung und Verpachtung (§ 21 EStG) führen.

    Stand: Juli 2021

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  • Wie ändern sich die Investitionsabzugsbeträge durch das Jahressteuergesetz 2020?

    Der Investitionsabzugsbetrag wird von 40% auf 50% der voraussichtlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten angehoben. Zudem gilt eine einheitliche Gewinngrenze von 200.000,- EUR für alle Einkunftsarten als Voraussetzung. Die Neuregelung gilt erstmals für Investitionsabzugsbeträge und Sonderabschreibungen in Wirtschaftsjahren, die nach dem 31.12.2019 enden.

    Stand: Januar 2021

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  • Wie ändert sich die Gesamtnutzungsdauer für Wohnimmobilien im Bewertungsgesetz?

    Die Gesamtnutzungsdauer wird für bestimmte Gebäudearten von 70 auf 80 Jahre erhöht. Betroffen sind Ein- und Zweifamilienhäuser, Mietwohngrundstücke, Mehrfamilienhäuser, Wohnungseigentum sowie gemischt genutzte Grundstücke und Wohnhäuser mit Mischnutzung. Die längere Nutzungsdauer wirkt sich wertsteigernd auf die Bewertung aus.

    Stand: November 2022

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  • Wird der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende auch bei unterjährigem Wegfall der Voraussetzungen voll gewährt?

    Nein, der Entlastungsbetrag wird nur zeitanteilig gewährt. Für jeden vollen Kalendermonat, in dem die Voraussetzungen des § 24b Abs. 1 EStG nicht erfüllt sind, mindert sich der Betrag um ein Zwölftel. Zudem kann nur einer der beiden Elternteile den Entlastungsbetrag in Anspruch nehmen.

    Stand: Dezember 2021

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  • Wird die 6-Jahresfrist bei einem vollentgeltlichen Betriebskauf fortgeführt?

    Nein. Bei einer vollentgeltlichen Betriebsveräußerung werden die stillen Reserven der Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens aufgedeckt, und die Vorbesitzzeit des Veräußerers wird nicht auf den Erwerber übertragen. Der Erwerber muss die Wirtschaftsgüter erneut mindestens 6 Jahre in seinem Betrieb halten, um die § 6b EStG-Begünstigung in Anspruch nehmen zu können.

    Stand: August 2022

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  • Wird eine vertragliche Kaufpreisaufteilung auf Immobilie und Möbel steuerlich anerkannt?

    Eine im Kaufvertrag vorgenommene Aufteilung des Kaufpreises ist grundsätzlich auch steuerlich maßgeblich, sofern sie nicht zum Schein erfolgt oder gestaltungsmissbräuchlich ist. Problematisch wird es vor allem, wenn die Aufteilung eine Wertsteigerung der Einrichtung ausweist, da Möbel üblicherweise an Wert verlieren. Der Verkäufer sollte plausibel darlegen können, warum die Aufteilung wirtschaftlich gerechtfertigt ist.

    Stand: Januar 2021

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  • Wird für jedes Förderprogramm eine eigene Schlussabrechnung erstellt?

    Ja, obwohl die Abrechnungen paketweise eingereicht werden, stellt die Prüfungsstelle für jedes Förderprogramm innerhalb eines Pakets eine eigene Schlussabrechnung aus. Die Paketlösung dient lediglich der gemeinsamen Erfassung und Bearbeitung.

    Stand: Mai 2022

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  • Wirkt sich eine verzögerte Inbetriebnahme einer PV-Anlage auf die Vergütung aus?

    Nein, die sonst übliche monatliche Degression der Einspeisevergütung wird bis Anfang 2024 ausgesetzt. Damit bleiben die neuen Vergütungssätze bis Ende 2023 stabil, sodass globale Lieferengpässe und damit verbundene Verzögerungen beim Anlagenbau nicht zu einer geringeren Vergütung führen.

    Stand: September 2022

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