Fragen & Antworten

Antworten auf häufige Fragen.

Kuratiert aus unseren Beiträgen zu Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung — alphabetisch, nach Zielgruppe oder Thema gefiltert.

656 Fragen · Seite 7 / 14

  • Was muss ich zur Erbschaft- und Schenkungsteuer wissen?

    Freibeträge und Steuerklassen bestimmen die Erbschaft- und Schenkungsteuer. Die Infografik finden Sie im Merkblatt-Verzeichnis unter "Erbschaftsteuer". (Quelle: Deubner Verlag)

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  • Was passiert bei Verwendung alter NL-USt-IdNrn. in Zusammenfassenden Meldungen ab 2020?

    Ab dem 1. Januar 2020 dürfen in Zusammenfassenden Meldungen ausschließlich die neuen niederländischen USt-IdNrn. der Einzelunternehmer verwendet werden. Bei Verwendung alter Nummern kommt es zu Fehlermeldungen. Dies kann die Steuerfreiheit der ausgeführten Leistung in Frage stellen.

    Stand: Januar 2020

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  • Was passiert bei unterjähriger Über- oder Unterschreitung der Leistungsgrenzen?

    Wird eine objekt- oder subjektbezogene Grenze des § 3 Nr. 72 EStG unterjährig überschritten oder unterschritten, gilt die Steuerbefreiung zeitanteilig bis bzw. ab diesem Zeitpunkt. Typische Auslöser sind die Erweiterung um eine Wohn- oder Gewerbeeinheit oder die Inbetriebnahme einer zusätzlichen Anlage. Beispiel: Erhöht sich durch einen Umbau die Anzahl der Gewerbeeinheiten zum 1.8., so wird eine zuvor steuerpflichtige Anlage ab diesem Datum steuerfrei.

    Stand: August 2023

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  • Was passiert bei verspäteter Meldung der RV-Befreiung an die Minijob-Zentrale?

    Wird die 6-Wochen-Frist überschritten, muss der Arbeitgeber die Verspätung erklären. Die Befreiung tritt dann erst nach Ablauf des Monats in Kraft, der auf den Eingangsmonat der Meldung bei der Minijob-Zentrale folgt. Bis dahin bleibt der Arbeitnehmer rentenversicherungspflichtig und muss weiterhin Beiträge zahlen.

    Stand: September 2022

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  • Was passiert beim Vorsteuerabzug, wenn mehr als zwei Betriebsveranstaltungen pro Jahr stattfinden?

    Der Vorsteuerabzug innerhalb der 110-EUR-Grenze ist nur für maximal zwei Betriebsveranstaltungen pro Jahr möglich. Bei weiteren Veranstaltungen geht die Finanzverwaltung nicht mehr von einem überwiegend betrieblichen Interesse aus, sodass die Aufwendungen als private Mitveranlassung gelten und ein Vorsteuerabzug ausgeschlossen ist.

    Stand: August 2023

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  • Was passiert mit der Vorfälligkeitsentschädigung bei nicht steuerbarer Immobilienveräußerung?

    Ist der Verkauf nach § 23 EStG nicht steuerbar (z. B. außerhalb der 10-Jahres-Frist), geht die Vorfälligkeitsentschädigung steuerlich vollständig verloren. Sie kann weder als Werbungskosten bei Vermietung und Verpachtung noch als Veräußerungskosten bei privaten Veräußerungsgeschäften berücksichtigt werden.

    Stand: Februar 2024

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  • Was passiert, wenn Umsatzsteuer in der Rechnung ausgewiesen wird und die Leistung später als steuerfrei gilt?

    In diesem Fall schuldet die Fahrschule die ausgewiesene Umsatzsteuer dennoch nach § 14c UStG. Um die Steuer nicht abführen zu müssen, müssten alle betroffenen Rechnungen gegenüber den Kunden korrigiert werden, was einen erheblichen Aufwand verursacht.

    Stand: März 2016

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  • Was passiert, wenn die Energiepreispauschale doppelt berücksichtigt wurde?

    Erhält ein Steuerpflichtiger die Pauschale sowohl über den Arbeitgeber als auch als Minderung der Einkommensteuer-Vorauszahlung bei Gewinneinkünften (z. B. aus einer Photovoltaikanlage), erfolgt im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung 2022 eine Korrektur, sodass die Pauschale nur einmal gewährt wird.

    Stand: Juli 2022

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  • Was passiert, wenn die geförderte Wohnung innerhalb der 10-Jahres-Frist verkauft oder selbst genutzt wird?

    Wird die entgeltliche Vermietung vor Ablauf der 10-Jahres-Frist beendet, ist dies dem Finanzamt anzuzeigen und die bereits gewährte Sonderabschreibung wird rückwirkend versagt. Bei einem Verkauf entfällt die Rückabwicklung, sofern nachgewiesen werden kann, dass der Erwerber die Wohnung weiterhin entgeltlich vermietet. Ferienwohnungen, Hotels und kurzfristige Beherbergungen sind generell von der Förderung ausgeschlossen.

    Stand: März 2023

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  • Was sind Betriebsvorrichtungen im umsatzsteuerlichen Sinne?

    Betriebsvorrichtungen sind Vorrichtungen aller Art mit maschinenähnlicher Funktion, durch die ein Gewerbe unmittelbar betrieben wird. Beispiele sind Lastenaufzüge, Arbeitsbühnen, Förderbänder oder Kegelbahnen. Eine detaillierte Aufstellung enthält der Erlass zu § 68 BewG, Anlagen 1 und 2.

    Stand: September 2023

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  • Was sind Mietereinbauten und Mieterumbauten?

    Mietereinbauten und Mieterumbauten sind Baumaßnahmen, die ein Nutzungsberechtigter (Mieter) im eigenen Namen und auf eigene Rechnung an einem fremden Grundstück bzw. Gebäude vornehmen lässt, sofern es sich nicht um bloßen Erhaltungsaufwand handelt. Sie können unter bestimmten Voraussetzungen im Anlagevermögen des Mieters aktiviert und abgeschrieben werden, obwohl das Gebäude rechtlich dem Vermieter gehört.

    Stand: Juli 2023

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  • Was sind Wirtschaftsgüter des täglichen Gebrauchs im Sinne des Spekulationssteuerrechts?

    Wirtschaftsgüter des täglichen Gebrauchs sind Gegenstände, die typischerweise einem Wertverlust unterliegen und kein nennenswertes Wertsteigerungspotenzial besitzen. Typische Beispiele sind Gebrauchtwagen oder eine Wohnungseinrichtung. Gewinne aus ihrer Veräußerung sind nach § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 2 EStG von der Besteuerung als privates Veräußerungsgeschäft ausgenommen.

    Stand: Januar 2021

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  • Was sind anschaffungsnahe Herstellungskosten nach § 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG?

    Anschaffungsnahe Herstellungskosten sind Aufwendungen für Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die innerhalb von drei Jahren nach Anschaffung eines Gebäudes durchgeführt werden und 15 Prozent der Anschaffungskosten (ohne Umsatzsteuer) übersteigen. Diese Aufwendungen sind nicht sofort abzugsfähig, sondern müssen über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden.

    Stand: April 2023

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  • Was sind anschaffungsnahe Herstellungskosten?

    Anschaffungsnahe Herstellungskosten sind Aufwendungen für Instandsetzung und Modernisierung eines Gebäudes, die innerhalb von 3 Jahren nach Anschaffung anfallen und netto 15 % der Anschaffungskosten übersteigen (§ 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG). Sie sind den Herstellungskosten zuzurechnen, zu aktivieren und über die Nutzungsdauer abzuschreiben. Ein Sofortabzug als Werbungskosten ist dann ausgeschlossen.

    Stand: Juni 2023

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  • Was sind regelmäßig wiederkehrende Einnahmen und Ausgaben im Sinne des §11 EStG?

    Regelmäßig wiederkehrende Einnahmen und Ausgaben sind Zahlungen wie Miete, Pacht, Zinsen oder Versicherungsbeiträge, die in gleichmäßigen Abständen anfallen. Erfolgt die Zahlung kurze Zeit (innerhalb von 10 Tagen) vor oder nach dem Jahreswechsel und war sie in diesem Zeitraum auch fällig, wird sie ausnahmsweise dem Jahr der wirtschaftlichen Zugehörigkeit zugeordnet. Dies ergibt sich aus §11 Abs. 1 S.2 bzw. Abs. 2 S.2 EStG.

    Stand: Februar 2022

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  • Was sollte vor Antragstellung auf Verzicht der Gewinnerzielungsabsicht geprüft werden?

    Da die Regelung auch rückwirkend gilt, sollte geprüft werden, ob Steuerbescheide vergangener Jahre bereits bestandskräftig sind oder ob noch Verluste aus dem Anlagenbetrieb geltend gemacht werden könnten. Da nach Bewilligung keine gewerblichen Einkünfte mehr vorliegen, können bislang nicht genutzte Verluste verloren gehen. Eine Abwägung zwischen Vereinfachungseffekt und möglichen steuerlichen Nachteilen ist daher sinnvoll.

    Stand: Januar 2022

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  • Was sollte vor Beginn einer Warenbestandsinventur geklärt sein?

    Vor Inventurbeginn sollte der Zeitpunkt der Durchführung sowie der verantwortliche Inventurleiter festgelegt sein. Zudem müssen die Bestände übersichtlich geordnet und mögliche Warengruppen bzw. Zusammengehörigkeiten geprüft werden. Eine sorgfältige Vorbereitung ist wichtig, da die Ermittlung des Warenbestandes den größten Zeitanteil der Inventur ausmacht.

    Stand: November 2023

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  • Was sollten Arbeitgeber zum 01.10.2022 konkret tun?

    Arbeitgeber sollten ihre betroffenen Beschäftigten im Entgeltbereich 450,01 bis 520 EUR aktiv abfragen, ob diese von der Befreiungsmöglichkeit Gebrauch machen wollen. Hierfür empfiehlt sich ein schriftliches Anschreiben, das über Bestandsschutz, Fristen und Folgen informiert. Die Entscheidung der Beschäftigten muss dokumentiert und in der Lohnabrechnung umgesetzt werden.

    Stand: September 2022

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  • Was sollten Eltern bei der Überlassung von Studentenwohnungen steuerlich beachten?

    Eltern sollten beachten, dass die unentgeltliche Überlassung einer Wohnung an Kinder nur dann der Eigennutzung gleichsteht, solange die Kinder nach § 32 EStG berücksichtigt werden (in der Regel bis zum 25. Lebensjahr während der Ausbildung). Eine Veräußerung innerhalb der zehnjährigen Spekulationsfrist sollte daher möglichst noch in diesem Zeitraum erfolgen, um den Veräußerungsgewinn steuerfrei zu realisieren.

    Stand: Oktober 2023

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  • Was sollten deutsche Unternehmer mit niederländischen Geschäftspartnern tun?

    Deutsche Unternehmer, die Liefer- und Leistungsbeziehungen mit niederländischen Einzelunternehmern unterhalten, sollten rechtzeitig vor der ersten Leistung im Jahr 2020 die neue USt-IdNr. erfragen. Andernfalls drohen Probleme bei der Zusammenfassenden Meldung und bei der Steuerbefreiung innergemeinschaftlicher Lieferungen.

    Stand: Januar 2020

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  • Was unterscheidet die umgekehrte Betriebsaufspaltung von der klassischen?

    Bei der umgekehrten Betriebsaufspaltung wird die Besitzkapitalgesellschaft durch die Betriebskapitalgesellschaft beherrscht – nicht umgekehrt. Aufgrund des Durchgriffsverbots dürfen für die Besteuerung der Besitzgesellschaft nicht die Verhältnisse ihres Gesellschafters herangezogen werden. Daher entsteht keine originär gewerbliche Tätigkeit auf Ebene der Besitzgesellschaft.

    Stand: Juni 2024

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  • Was unterscheidet eine Betriebsvorrichtung von einem sonstigen Mietereinbau?

    Eine Betriebsvorrichtung dient nicht der Nutzung des Gebäudes, sondern unmittelbar dem Gewerbebetrieb des Mieters und hat eine maschinenähnliche Funktion, etwa Lastenaufzüge, Förderbänder oder Arbeitsbühnen. Sonstige Mietereinbauten dienen dagegen der Gebäudenutzung selbst und werden nur dann aktiviert, wenn der Mieter wirtschaftlicher Eigentümer wird oder ein besonderer betrieblicher Nutzungsvorteil vorliegt.

    Stand: Juli 2023

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  • Was verlangen die GoBD an die Buchführung?

    Die GoBD stellen Anforderungen an die ordnungsmäßige, unveränderbare digitale Buchführung. Die Infografik finden Sie im Merkblatt-Verzeichnis unter "GoBD". (Quelle: Deubner Verlag)

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  • Was zählt als „erstattete Aufwendung“ im Sinne des § 10 Abs. 4b EStG?

    Erstattete Aufwendungen umfassen alle Rückflüsse in Geld oder Geldeswert, die das Vermögen des Steuerpflichtigen erhöhen und eine Umkehr früherer Ausgaben darstellen. Der Begriff ist weit auszulegen; der tatsächliche oder rechtliche Grund des Zuflusses spielt keine Rolle. Auch Erstattungen aufgrund geänderter Versicherungspflicht fallen darunter.

    Stand: August 2023

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  • Was ändert sich konkret im Ertragswertverfahren bei der Immobilienbewertung?

    Die Bewirtschaftungskosten werden nicht mehr pauschal von der Jahresmiete abgeleitet, sondern nach den festen Werten der neuen Anlage 23 BewG mit Verwaltungskosten, flächenabhängigen Instandhaltungskosten und einem Mietausfallwagnis angesetzt. Dabei wird zwischen privater und gewerblicher Nutzung unterschieden, und die Werte werden jährlich am Verbraucherpreisindex angepasst. Zusätzlich werden die Liegenschaftszinsen gesenkt, etwa für Mietwohngrundstücke von 5 % auf 3,5 %, was den Gebäudewert erhöht.

    Stand: November 2022

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  • Was ändert sich zum 01.10.2022 bei Mindestlohn und Geringfügigkeitsgrenze?

    Zum 01.10.2022 steigt der gesetzliche Mindestlohn von 10,45 EUR auf 12 EUR pro Stunde. Gleichzeitig wird die Geringfügigkeitsgrenze für Minijobs von 450 EUR auf 520 EUR monatlich angehoben. Beschäftigte mit einem Entgelt zwischen 450,01 EUR und 520 EUR gelten dadurch grundsätzlich als Minijobber.

    Stand: September 2022

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  • Welche Abgabefrist gilt bei Erstellung der Steuererklärung durch einen Steuerberater?

    Wird die Erklärung durch einen Steuerberater erstellt, verlängert sich die Frist nach § 149 Abs. 3 AO bis zum letzten Tag des Februars des übernächsten Jahres. Für 2022 ist somit der 29.02.2024 maßgeblich. Auch hier verlängert sich die Frist, falls der Stichtag auf ein Wochenende oder einen Feiertag fällt.

    Stand: Juli 2021

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  • Welche Anforderungen gelten bei einem einjährigen Auslandsstudium für den Kindergeldanspruch?

    Bei einem zunächst nur einjährig geplanten Auslandsaufenthalt zu Ausbildungszwecken führt das Fehlen von Heimfahrten nicht zur Aufgabe des inländischen Wohnsitzes. Das Kind muss in diesem Zeitraum die elterliche Wohnung also nicht regelmäßig aufsuchen, um den Wohnsitz und damit den Kindergeldanspruch zu erhalten.

    Stand: Oktober 2023

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  • Welche Anforderungen gelten für elektronische Kassen?

    Elektronische Kassen brauchen u. a. eine zertifizierte Sicherheitseinrichtung und unterliegen Aufzeichnungspflichten. Die Infografik finden Sie im Merkblatt-Verzeichnis unter "Kassen – Elektronische Kasse". (Quelle: Deubner Verlag)

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  • Welche Arbeitnehmergruppen können die Inflationsausgleichsprämie erhalten?

    Grundsätzlich können alle Arbeitnehmer im steuerrechtlichen Sinne die IAP unabhängig von der Beschäftigungsart erhalten. Dazu zählen Voll- und Teilzeitkräfte, Minijobber, kurzfristig Beschäftigte, Auszubildende, Praktikanten mit Entgelt, Arbeitnehmer in Kurzarbeit, Elternzeit oder Krankengeldbezug sowie ehrenamtlich Tätige und Bundesfreiwilligendienstleistende.

    Stand: Januar 2023

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  • Welche Arbeitslohnbestandteile bleiben bei der Berechnung außer Ansatz?

    Nicht einbezogen werden steuerfreier Arbeitslohn, etwa ausländischer Arbeitslohn oder steuerfreie Arbeitgeberzuwendungen, sowie pauschal versteuerter Arbeitslohn aus Minijobs. Berücksichtigt wird ausschließlich der Bruttoarbeitslohn ohne Abzug von Werbungskosten oder dem Werbungskostenpauschbetrag.

    Stand: Februar 2022

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  • Welche Auffassungen bestehen zur 6-Jahresfrist bei teilentgeltlicher Übertragung über Buchwert?

    Die Finanzverwaltung (BMF-Schreiben v. 13.1.1993) vertritt die Ansicht, dass die Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens in einen entgeltlichen und unentgeltlichen Teil aufzuteilen sind. Folgt man dagegen konsequent der Einheitstheorie und nimmt einen einheitlichen Anschaffungsvorgang an, müsste die 6-Jahresfrist ab Betriebserwerb komplett neu zu laufen beginnen.

    Stand: August 2022

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  • Welche Aufwendungen können als Ausbildungskosten in der Steuererklärung angesetzt werden?

    Absetzbar sind insbesondere Zinsen für Bildungsdarlehen (z. B. BAföG), Studiengebühren und Semesterbeiträge, Arbeitsmittel wie Computer, Schreibtisch und Bürostuhl, Fahrtkosten zur Ausbildungsstätte oder Universität, Bewerbungskosten (etwa für Studienplatz oder Auslandssemester) sowie Umzugskosten im Zusammenhang mit der Ausbildung.

    Stand: August 2023

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  • Welche Aufwendungen sind bei Nießbrauchsübertragungen typischerweise betroffen?

    Betroffen sind insbesondere Abschreibungen (AfA) und Finanzierungszinsen, die der neue Eigentümer für die übertragene Immobilie aufwendet. Diese können während der Dauer des Vorbehaltsnießbrauchs in der Regel weder vom Nießbraucher noch vom neuen Eigentümer steuerlich geltend gemacht werden, sofern kein Ausnahmefall vorliegt.

    Stand: Oktober 2023

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  • Welche Aufwendungen sind von den anschaffungsnahen Herstellungskosten ausgenommen?

    Nicht einzubeziehen sind Aufwendungen für Gebäudeerweiterungen wie Anbauten oder Dachausbauten nach § 255 Abs. 2 S. 1 HGB sowie jährlich wiederkehrende Erhaltungsarbeiten (§ 6 Abs. 1 Nr. 1a S. 2 EStG). Ebenfalls ausgenommen sind Kosten, die bereits vor der Anschaffung des Gebäudes anfallen (BFH, Beschluss v. 28.4.2020, IX B 121/19).

    Stand: Juni 2023

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  • Welche Aufwendungen werden nach § 8 Nr. 1 Buchst. e GewStG hinzugerechnet?

    Hinzuzurechnen ist die Hälfte der Miet- und Pachtzinsen (einschließlich Leasingraten) für die Benutzung unbeweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die im Eigentum eines anderen stehen. Voraussetzung ist, dass die Aufwendungen zuvor als Betriebsausgabe gewinnmindernd berücksichtigt wurden. Insgesamt wird ein Viertel der Summe aller Hinzurechnungstatbestände nach § 8 Nr. 1 GewStG dem Gewerbeertrag hinzugerechnet, wobei der Freibetrag von 200.000 EUR zu beachten ist.

    Stand: Juli 2022

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  • Welche Auswirkung hat das Steuerentlastungsgesetz 2022 auf die Steuerklassenwahl?

    Das Steuerentlastungsgesetz 2022 hat unter anderem den Arbeitnehmer-Pauschbetrag (Werbungskostenpauschbetrag) auf 1.200 € angehoben. Diese Änderung wurde in das aktualisierte Merkblatt zur Steuerklassenwahl 2022 und in die Vergleichstabellen des BMF eingearbeitet, sodass die ermittelten günstigsten Steuerklassenkombinationen die neuen Pauschalen berücksichtigen.

    Stand: Mai 2022

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  • Welche Auswirkungen hat § 3 Nr. 72 EStG auf bereits gebildete Investitionsabzugsbeträge nach § 7g EStG?

    Für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2021 enden, ist die Bildung eines IAB für begünstigte PV-Anlagen ausgeschlossen, da kein Gewinn mehr zu ermitteln ist. IAB, die vor dem 1.1.2022 gebildet und bis zum 31.12.2021 nicht hinzugerechnet wurden, sind nach § 7g Abs. 3 EStG rückgängig zu machen, wenn in eine begünstigte PV-Anlage investiert wurde. Ein IAB bleibt nur in Betrieben möglich, deren Zweck nicht ausschließlich in der Stromerzeugung aus PV-Anlagen liegt.

    Stand: August 2023

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  • Welche Baukosten- und Bemessungsgrenzen gelten bei der Sonder-AfA nach § 7b EStG?

    Für Bauanträge zwischen 01.09.2018 und 31.12.2021 dürfen die Anschaffungs-/Herstellungskosten maximal 3.000 EUR/qm betragen, die Bemessungsgrundlage ist auf 2.000 EUR/qm gedeckelt. Für Bauanträge zwischen 01.01.2023 und 31.12.2026 liegt die Baukostenobergrenze bei 4.800 EUR/qm und die Bemessungsgrundlage bei maximal 2.500 EUR/qm. Übersteigen die Kosten die Obergrenze, entfällt die Förderung; übersteigen sie nur die Bemessungsgrenze, wird der gedeckelte Betrag angesetzt.

    Stand: März 2023

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  • Welche Bedeutung hat das Durchgriffsverbot für die erweiterte Kürzung?

    Das Durchgriffsverbot verhindert, dass für die Besteuerung der Besitzkapitalgesellschaft auf die Verhältnisse ihres Gesellschafters abgestellt wird. Dadurch kann eine umgekehrte Betriebsaufspaltung nicht zu einer originär gewerblichen Tätigkeit der Besitzgesellschaft führen. Die erweiterte gewerbesteuerliche Kürzung bleibt somit anwendbar.

    Stand: Juni 2024

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  • Welche Bedeutung hat die 110-EUR-Grenze für den Vorsteuerabzug?

    Bleiben die Zuwendungen pro Teilnehmer einschließlich Umsatzsteuer bei höchstens 110 EUR, wertet die Finanzverwaltung diese als üblich und überwiegend betrieblich veranlasst, sodass der Vorsteuerabzug zulässig ist. Wird die Grenze überschritten, wird ein ausschließlich privater Bedarf der Arbeitnehmer unterstellt und der Vorsteuerabzug entfällt vollständig. Voraussetzung ist außerdem, dass nicht mehr als zwei Betriebsveranstaltungen pro Jahr durchgeführt werden.

    Stand: August 2023

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  • Welche Bedeutung hat die Kaufpreisaufteilung zwischen Grund und Boden und Gebäude steuerlich?

    Die Aufteilung ist entscheidend für die Höhe der Abschreibung, da nur der Gebäudeanteil abnutzbar ist und über die AfA als Werbungskosten oder Betriebsausgaben geltend gemacht werden kann. Ein höherer Gebäudeanteil führt zu einem höheren AfA-Volumen und damit zu einer geringeren Steuerbelastung.

    Stand: Januar 2023

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  • Welche Bedeutung hat die Sechs-Monats-Grenze beim Kindergeld für erkrankte Auszubildende?

    Die Sechs-Monats-Grenze ist die entscheidende Abgrenzung zwischen Kindergeld wegen Ausbildung und wegen Behinderung. Bis zu sechs Monate prognostizierter Erkrankungsdauer bleibt das Kind im Ausbildungsstatus. Wird laut ärztlicher Prognose eine längere Erkrankungsdauer erwartet, ist nur noch ein Anspruch über die Behinderten-Regelung möglich.

    Stand: Mai 2022

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  • Welche Bedeutung hat § 2 Abs. 5 GewStG bei der Verpachtung eines Gewerbebetriebs?

    Nach § 2 Abs. 5 GewStG gilt bei Verpachtung wesentlicher Betriebsgrundlagen der Betrieb beim bisherigen Unternehmer als eingestellt und beim Pächter als neu gegründet. Es liegt also fiktiv eine Neugründung vor. Diese Fiktion hat zur Folge, dass der Pächter ab Pachtbeginn am wirtschaftlichen Verkehr teilnimmt.

    Stand: Februar 2022

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  • Welche Besuchsregelung gilt bei mehrjährigem Auslandsstudium für den Kindergeldanspruch?

    Bei einem mehrjährigen Auslandsaufenthalt muss sich das Kind während der ausbildungsfreien Zeit (z. B. Semesterferien) überwiegend, also mehr als die Hälfte dieser Zeit, in der elterlichen Wohnung im Inland aufhalten. Maßgeblich ist regelmäßig ein Ausbildungs- bzw. Studienjahr als Prüfungszeitraum. Wird diese Schwelle nicht erreicht, gilt der inländische Wohnsitz als aufgegeben.

    Stand: Oktober 2023

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  • Welche Einkunftsart liegt bei einer Tagesmutter steuerlich vor?

    Eine Tagesmutter kann entweder Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit (§ 19 EStG) oder aus selbständiger Arbeit (§ 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG) erzielen. In der Praxis überwiegen die Einkünfte aus selbständiger Arbeit, da die Tätigkeit meist freiberuflich und ohne vorgeschriebene Ausbildung ausgeübt wird. Eine nichtselbständige Tätigkeit liegt nur dann vor, wenn die Tagesmutter weisungsgebunden hinsichtlich Ort, Zeit und Art der Betreuung ist und Eltern oder ein öffentlicher Träger als Arbeitgeber auftreten.

    Stand: Juli 2021

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  • Welche Einnahmen und Entnahmen aus PV-Anlagen sind nach § 3 Nr. 72 EStG steuerbefreit?

    Steuerbefreit sind alle Einnahmen unabhängig von der Verwendung des Stroms, insbesondere Einspeisevergütungen, Entgelte für Stromlieferungen an Mieter, Vergütungen für das Laden von E-Fahrzeugen, Zuschüsse sowie vereinnahmte und erstattete Umsatzsteuer bei der EÜR. Steuerfrei sind auch Entnahmen für betriebsfremde Zwecke wie eigene Wohnzwecke, das häusliche Arbeitszimmer oder das Laden privater E-Fahrzeuge. Auch der Verkauf der PV-Anlage fällt unter die Befreiung, sofern der Betrieb ausschließlich begünstigte Einnahmen erzielt.

    Stand: August 2023

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  • Welche Erbschaftsteuerklassen gibt es und wer fällt in welche Klasse?

    Steuerklasse I umfasst Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Kinder, Enkel sowie Eltern und Großeltern (Letztere nur im Erbfall). In Steuerklasse II fallen Geschwister, Nichten, Neffen, Schwiegerkinder, Stiefeltern, geschiedene Ehegatten sowie Eltern und Großeltern bei Schenkung. Steuerklasse III gilt für alle übrigen Personen wie Onkel, Tanten, Lebensgefährten ohne Trauschein, Freunde und Nachbarn.

    Stand: Januar 2022

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  • Welche Erleichterungen gibt es für außerplanmäßige Abschreibungen in der Corona-Pandemie?

    In der Pandemie können außerplanmäßige Abschreibungen bzw. Teilwertabschreibungen bereits unterjährig verbucht werden, sodass Verluste vorzeitig geltend gemacht und Stundungsanträge erleichtert werden. Zudem kann der Einzelhandel Wertverluste durch außerplanmäßige Abschreibungen als förderfähige Fixkosten im Rahmen der Überbrückungshilfe III ansetzen und so erstattet bekommen.

    Stand: April 2021

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  • Welche Ertragssteuern dürfen Erben weiterhin als Nachlassverbindlichkeit abziehen?

    Abziehbar bleiben Ertragssteuern, deren Ursprung in steuerrelevanten Tatbeständen des Erblassers liegt. Beispiele sind noch offene Einkommensteuer-Vorauszahlungen oder Einkommensteuer-Nachzahlungen, etwa aus Miet- und Pachteinkünften, die der Erblasser zu Lebzeiten erzielt hat.

    Stand: Oktober 2023

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