Fragen & Antworten
Antworten auf häufige Fragen.
Kuratiert aus unseren Beiträgen zu Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung — alphabetisch, nach Zielgruppe oder Thema gefiltert.
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656 Fragen · Seite 11 / 14
Wer schuldet die Umsatzsteuer beim innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäft?
Bei Anwendung der Vereinfachungsregelung nach § 25b UStG schuldet der letzte Abnehmer die Umsatzsteuer für den innergemeinschaftlichen Erwerb. Ist dieser vorsteuerabzugsberechtigt, kann er gleichzeitig die Vorsteuer in gleicher Höhe geltend machen. Dadurch wird der mittlere Unternehmer (erster Abnehmer) von einer umsatzsteuerlichen Registrierungspflicht im Bestimmungsland befreit.
Stand: Februar 2024
Wer sollte Werbungskosten tragen, wenn das Ende des Nießbrauchs nicht absehbar ist?
In diesem Fall sollte weiterhin der Nießbraucher die Werbungskosten tragen, da nur er aktuell die Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung erzielt. Nur so ist ein steuerlicher Abzug der Aufwendungen gesichert.
Stand: Oktober 2023
Werden Arbeitgebern Sozialabgaben bei Kurzarbeit erstattet?
Ja, im Rahmen der Corona-Hilfspakete wird der Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungsbeiträgen für die durch Kurzarbeit ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet. Dies entlastet Arbeitgeber zusätzlich zur Gewährung der Lohnersatzleistungen an die Arbeitnehmer.
Stand: Mai 2021
Werden bestandskräftige Steuerbescheide bei rückwirkender Beitragserstattung geändert?
Nein. Seit der Neuregelung des § 10 Abs. 4b EStG zum 01.01.2012 erfolgt keine rückwirkende Korrektur der Bescheide der ursprünglichen Zahlungsjahre mehr. Stattdessen werden Erstattungen im Zuflussjahr verrechnet bzw. als Erstattungsüberhang dem Gesamtbetrag der Einkünfte hinzugerechnet. Damit wird Verwaltungsaufwand vermieden.
Stand: August 2023
Wie bekommen Arbeitgeber die ausgezahlte Energiepreispauschale erstattet?
Der Arbeitgeber zieht die ausgezahlten Energiepreispauschalen vom Gesamtbetrag der einzubehaltenden Lohnsteuer ab. Übersteigt die insgesamt gewährte Pauschale die abzuführende Lohnsteuer, wird der übersteigende Betrag vom Finanzamt erstattet.
Stand: Juli 2022
Wie berechnet ein Single die Waschkosten für 2 kg Berufsbekleidung pro Wäsche?
Für einen 1-Personen-Haushalt gelten z.B. 0,76 € pro kg Buntwäsche 60°, 0,55 € pro kg Kondenstrocknen und 0,07 € pro kg Bügeln. Bei 52 Waschgängen mit je 2 kg ergibt sich: 52 × 2 kg × (0,76 + 0,55 + 0,07) € = 143,52 € jährlich. Die Beträge sind pro Person bei größeren Haushalten niedriger anzusetzen.
Stand: Dezember 2021
Wie berechnet sich die Steuernachzahlung bei Kurzarbeitergeld im Progressionsvorbehalt?
Zunächst wird die Einkommensteuer auf das laufende Einkommen ohne Kurzarbeitergeld ermittelt. Anschließend wird ein fiktives Einkommen inklusive Kurzarbeitergeld berechnet und der sich daraus ergebende höhere Durchschnittssteuersatz auf das tatsächliche zu versteuernde Einkommen angewendet. Die Differenz zwischen diesem Betrag und der bereits einbehaltenen Lohnsteuer ergibt die Nachzahlung – beispielsweise 672 Euro bei 24.000 Euro Einkommen plus 5.573 Euro Kurzarbeitergeld.
Stand: Mai 2021
Wie definiert der BFH eine vollzeitige Bildungsmaßnahme?
Nach Definition des BFH liegt eine vollzeitige Bildungsmaßnahme bzw. ein Vollzeitstudium nur dann vor, wenn sich der Steuerpflichtige dieser vollumfänglich widmen muss. Ist ein Studium gerade darauf ausgerichtet, neben einer Erwerbstätigkeit oder mit reduziertem Aufwand absolviert zu werden, fehlt es an dieser Voraussetzung.
Stand: Juni 2022
Wie definiert die Finanzverwaltung 'im Haushalt erbrachte Leistungen' nach § 35a EStG?
Mit dem BMF-Anwendungsschreiben vom 09.11.2016 wurde der Begriff erweitert: Auch bestimmte Leistungen außerhalb des Grundstücks können begünstigt sein, sofern sie in einem funktionalen Zusammenhang mit dem Haushalt stehen. Beispiele sind Winterdienste auf angrenzenden öffentlichen Gehwegen oder Arbeiten an Hausanschlüssen an Ver- und Entsorgungsnetze. Reine Entsorgungsleistungen wie Müll- und Abwasserentsorgung fallen jedoch nicht darunter.
Stand: Januar 2023
Wie erfolgt die Registrierung für das OSS-Verfahren?
Die Registrierung erfolgt online auf der Website des Bundeszentralamts für Steuern (BZSt) unter Angabe der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Unternehmen, die bereits am Mini-One-Stop-Shop-Verfahren teilgenommen haben, werden automatisch für das OSS-Verfahren übernommen. Die spätere Anmeldung im BZSt-Online-Portal ist durch Unternehmen oder deren Steuerberater über die Elster-Signatur möglich.
Stand: Juni 2021
Wie erkennt man betrügerische E-Mails zum Transparenzregister?
Betrügerische E-Mails treten u.a. unter dem Namen 'Organisation Transparenzregister e.V.' auf und verweisen auf Seiten wie www.TransparenzregisterDeutschland.de. Sie drohen mit Bußgeldern und fordern eine kostenpflichtige Registrierung – beides ist unzutreffend.
Stand: Januar 2020
Wie funktioniert die Fünftelregelung nach § 34 Abs. 1 EStG bei Überstundenvergütungen rechnerisch?
Zunächst wird die Steuer auf das Jahreseinkommen ohne die Vergütung ermittelt. Dann wird die Steuer auf das Jahreseinkommen zuzüglich eines Fünftels der Überstundenvergütung berechnet. Die Differenz beider Beträge wird mit fünf multipliziert und ergibt die Steuer auf die Überstundenvergütung. Dadurch wird der Progressionseffekt rechnerisch auf fünf Jahre verteilt und die Steuerlast reduziert.
Stand: März 2022
Wie funktioniert die Fünftelregelung nach § 34 Abs. 1 EStG?
Bei der Fünftelregelung wird die tarifliche Einkommensteuer einmal ohne Veräußerungsgewinn und einmal unter Hinzurechnung eines Fünftels des Veräußerungsgewinns berechnet. Die Differenz beider Steuerbeträge wird mit fünf multipliziert und ergibt die Steuer auf den gesamten Veräußerungsgewinn. Dadurch wird die Progressionswirkung des einmaligen Gewinns abgemildert.
Stand: Juni 2023
Wie funktioniert die Homeoffice-Pauschale und für wen gilt sie?
Die Homeoffice-Pauschale nach § 4 Abs. 5 Nr. 6b S. 4 EStG erlaubt 5 € pro Homeoffice-Tag, maximal 120 Tage bzw. 600 € im Jahr. Sie steht jedem Steuerpflichtigen zu, auch ohne ein anerkanntes häusliches Arbeitszimmer. Voraussetzung ist, dass nicht bereits ein Voll- oder Teilabzug nach § 4 Abs. 5 Nr. 6b Sätze 2 und 3 EStG geltend gemacht wurde.
Stand: November 2021
Wie funktioniert die Homeoffice-Pauschale?
Für Arbeitstage im Homeoffice lässt sich eine Tagespauschale ansetzen. Die kompakte Infografik dazu finden Sie in unserem Merkblatt-Verzeichnis unter "Homeoffice-Pauschale". (Quelle: Deubner Verlag)
Wie hat das FG Münster zur kürzeren AfA bei Mietobjekten entschieden?
Das FG Münster gab vermögensverwaltenden GmbH & Co. KGs recht, die für Gebäude aus den 1920er und 1950er Jahren eine kürzere Restnutzungsdauer als die gesetzliche AfA von 40 bzw. 50 Jahren geltend machten. Grundlage waren unabhängige Verkehrswertgutachten nach ImmoWertV, die die kürzere Nutzungsdauer bestätigten.
Stand: März 2023
Wie hat der BFH zum aufgeschobenen Renteneintritt entschieden?
Der BFH stellte klar, dass für den Besteuerungsanteil ausschließlich der tatsächliche Rentenbeginn maßgeblich ist. Im Streitfall führte ein um drei Jahre aufgeschobener Rentenbeginn (von 2009 auf 2012) dazu, dass statt 58 % nunmehr 64 % der Rente steuerpflichtig waren. Eine Rückbeziehung auf das Jahr des ursprünglich möglichen Rentenanspruchs ist nicht zulässig.
Stand: April 2023
Wie hoch ist der Abgabesatz der Künstlersozialabgabe und wie wird er berechnet?
Der Abgabesatz liegt seit 2018 konstant bei 4,2 % und gilt durch staatliche Unterstützung auch in 2022 unverändert. Zur Berechnung wird dieser Prozentsatz auf die Summe der meldepflichtigen Entgelte angewendet. Das Ergebnis ist der vom Unternehmen an die Künstlersozialkasse abzuführende Beitrag.
Stand: Januar 2022
Wie hoch ist der Altersentlastungsbetrag im Veranlagungszeitraum 2022?
Im VZ 2022 beträgt der Prozentsatz 14,4 % der Bemessungsgrundlage, der Höchstbetrag liegt bei 684 €. Der Betrag wird auf volle Euro aufgerundet. Höhe und Prozentsatz richten sich nach dem Jahr, das auf die Vollendung des 64. Lebensjahres folgt (Tabelle in § 24a S. 5 EStG).
Stand: Februar 2022
Wie hoch ist der Behinderten-Pauschbetrag ab 2021?
Ab dem Veranlagungszeitraum 2021 wurden die Behinderten-Pauschbeträge verdoppelt. Sie reichen von 384 EUR bei einem Grad der Behinderung (GdB) von 20 bis zu 2.840 EUR bei einem GdB von 100. Die Pauschbeträge werden in Stufen von jeweils 10 GdB-Punkten gewährt.
Stand: November 2021
Wie hoch ist der Eigenkapitalzuschuss zur Überbrückungshilfe III gestaffelt?
Für den ersten und zweiten Monat mit Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent gibt es keinen Zuschlag. Ab dem dritten Monat beträgt der Zuschuss 25 Prozent, ab dem vierten Monat 35 Prozent und ab dem fünften Monat 40 Prozent. Die Prozentsätze werden auf die ausgezahlte Überbrückungshilfe III angewendet.
Stand: April 2021
Wie hoch ist der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende in den Jahren 2020 und 2021?
Der Entlastungsbetrag beträgt in den Jahren 2020 und 2021 jeweils 4.008 € pro Kalenderjahr für das erste Kind. Für jedes weitere berücksichtigungsfähige Kind kommen 240 € pro Kalenderjahr hinzu. Zuvor lag der Entlastungsbetrag bei lediglich 1.908 € pro Kalenderjahr.
Stand: Dezember 2021
Wie hoch ist der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende in den Veranlagungszeiträumen 2020 bis 2022?
Für das erste Kind beträgt der Entlastungsbetrag in den VZ 2020 und 2021 jeweils 4.008 EUR jährlich. Durch das JStG 2022 wurde er ab VZ 2022 auf 4.260 EUR angehoben. Für jedes weitere Kind werden zusätzlich 240 EUR pro Jahr gewährt.
Stand: Februar 2023
Wie hoch ist der Freibetrag für Betriebsveranstaltungen wie Weihnachtsfeiern?
Seit dem 01.01.2015 gilt ein Freibetrag von 110 Euro brutto je teilnehmendem Arbeitnehmer. Dieser Freibetrag kann für höchstens zwei Betriebsveranstaltungen pro Jahr in Anspruch genommen werden. Kosten für mitgebrachte Begleitpersonen werden dem jeweiligen Arbeitnehmer zugerechnet.
Stand: Dezember 2019
Wie hoch ist der Grundfreibetrag 2022 nach dem Steuerentlastungsgesetz?
Der Grundfreibetrag wird für 2022 ein zweites Mal angehoben, und zwar von ursprünglich geplanten 9.984 € auf 10.347 €. Zum Vergleich lag er 2021 noch bei 9.744 €. Ziel ist insbesondere die Entlastung niedriger Einkommensgruppen.
Stand: März 2022
Wie hoch ist der Grundsteuerlass bei Mietausfällen?
Bei einem Mietverlust von mehr als 50 % gegenüber dem Rohertrag werden 25 % der Grundsteuer erlassen. Bei einem vollständigen Ertragsausfall der Immobilie können 50 % der Grundsteuer erlassen werden.
Stand: März 2021
Wie hoch ist der Sonderausgabenabzug für Erstausbildungskosten?
Der Höchstbetrag für den Sonderausgabenabzug liegt aktuell bei 6.000 EUR pro Jahr. Diese Begrenzung verstößt nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichts nicht gegen das Gebot der Steuerfreiheit des Existenzminimums. Nicht ausgeschöpfte Beträge können nicht in spätere Jahre vorgetragen werden.
Stand: Februar 2020
Wie hoch ist der Steuerabzug und bis wann muss er abgeführt werden?
Der Leistungsempfänger hat 15 % der Gegenleistung einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen. Bemessungsgrundlage ist das Entgelt einschließlich der darauf entfallenden Umsatzsteuer. Die Abführung muss bis zum 10. des Folgemonats nach der Zahlung erfolgen, andernfalls drohen Verspätungs- und Säumniszuschläge.
Stand: Mai 2023
Wie hoch ist der Versorgungsfreibetrag für Kinder bei einer Erbschaft?
Der Versorgungsfreibetrag für Kinder ist altersabhängig gestaffelt: bis 5 Jahre 52.000 Euro, bis 10 Jahre 41.000 Euro, bis 15 Jahre 30.700 Euro, bis 20 Jahre 20.500 Euro und bis 27 Jahre 10.300 Euro. Für den überlebenden Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartner beträgt der Versorgungsfreibetrag 256.000 Euro.
Stand: Januar 2022
Wie hoch ist der Verspätungszuschlag bei zu später Abgabe der Steuererklärung?
Der Verspätungszuschlag beträgt 0,25 % der festgesetzten Einkommensteuer, mindestens jedoch 25 € pro angefangenem Verspätungsmonat. Geht die Erklärung innerhalb der ersten 14 Monate nach Jahresende beim Finanzamt ein, hat dieses einen Ermessensspielraum bei der Festsetzung des Zuschlags.
Stand: Juli 2021
Wie hoch ist der ermäßigte Steuersatz nach § 34 Abs. 3 EStG?
Der ermäßigte Steuersatz beträgt 56 % des durchschnittlichen Steuersatzes auf das gesamte zu versteuernde Einkommen. Als Untergrenze gilt jedoch der jeweils geltende Eingangssteuersatz von derzeit 14 %. Damit wird sichergestellt, dass der begünstigte Tarif nicht unter das allgemeine Mindestniveau fällt.
Stand: Juni 2023
Wie hoch ist der maximale Erstattungsanspruch bei den Neustarthilfen Plus?
Der maximale Erstattungsanspruch bei den Neustarthilfen Plus beträgt weiterhin 4.500 Euro und entspricht 50 % des Umsatzes im Vergleich zum Referenzzeitraum. Antragsberechtigt sind insbesondere Soloselbständige und Genossenschaften.
Stand: November 2021
Wie hoch ist der neue Zinssatz nach § 233a AO?
Mit der Neuregelung wird der Zinssatz für Steuernachforderungen und -erstattungen rückwirkend zum 01.01.2019 auf 0,15 % pro Monat bzw. 1,8 % pro Jahr gesenkt. Zuvor betrug er 0,5 % pro Monat bzw. 6 % pro Jahr. Der Zinssatz gilt für alle in § 233a Abs. 1 AO genannten Steuern, also Einkommen-, Körperschaft-, Vermögen-, Umsatz- und Gewerbesteuer.
Stand: Mai 2022
Wie hoch ist der steuerfreie Corona-Bonus für Pflegekräfte und wer ist anspruchsberechtigt?
Der steuerfreie Corona-Bonus nach § 3 Nr. 11 EStG wurde auf 4.500 € angehoben. Anspruchsberechtigt sind neben Krankenhauspersonal auch Beschäftigte in ambulanten Operationseinrichtungen, bestimmten Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Dialyseeinrichtungen, Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Rettungsdiensten. Die Auszahlung muss zwischen dem 18.11.2021 und dem 31.12.2022 erfolgen und zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden; auch freiwillige Arbeitgeberzahlungen sind begünstigt.
Stand: Juni 2022
Wie hoch ist die Arbeitszimmer-Jahrespauschale und wann wird sie gekürzt?
Statt der vollen Kosten kann eine Jahrespauschale von 1.260 EUR ohne Belegnachweis geltend gemacht werden (§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 3 EStG). Bei unterjähriger Aufnahme der Tätigkeit ist die Pauschale für jeden vollen Monat zu kürzen, in dem die Voraussetzungen des häuslichen Arbeitszimmers nicht erfüllt waren. Sowohl Pauschale als auch voller Kostenabzug setzen voraus, dass das Arbeitszimmer Mittelpunkt der Tätigkeit ist.
Stand: September 2023
Wie hoch ist die Bagatellgrenze für die gewerbliche Infizierung einer Personengesellschaft?
Eine gewerbliche Infizierung tritt nur ein, wenn die gewerblichen Umsätze mehr als 3 % der Gesamtnettoumsätze der Gesellschaft betragen und gleichzeitig 24.500 EUR pro Kalenderjahr übersteigen. Bei kleineren Photovoltaikanlagen wurde diese Grenze in der Praxis selten überschritten.
Stand: Oktober 2023
Wie hoch ist die Betriebsausgabenpauschale für Tagesmütter?
Die Betriebsausgabenpauschale beträgt 300 Euro pro betreutem Kind und Monat bei einer wöchentlichen Betreuungszeit von 40 Stunden. Liegt die vereinbarte Betreuungszeit darunter, wird die Pauschale anteilig nach der Formel 300 € × vereinbarte Betreuungszeit / 40 Stunden berechnet. Voraussetzung ist stets, dass die Betreuung im eigenen Haushalt der Tagesmutter stattfindet.
Stand: Juli 2021
Wie hoch ist die Betriebsausgabenpauschale für hauptberufliche Schriftsteller und Journalisten ab 2023?
Ab dem Veranlagungszeitraum 2023 können hauptberuflich selbstständige Schriftsteller und Journalisten pauschal bis zu 30 % ihrer Betriebseinnahmen, maximal jedoch 3.600 EUR pro Jahr, als Betriebsausgaben abziehen. Bis 2022 lag die Obergrenze bei 2.455 EUR. Grundlage ist das BMF-Schreiben vom 06.04.2023.
Stand: Dezember 2023
Wie hoch ist die Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen mit Volleinspeisung?
Bei Volleinspeisung erhalten neue Anlagen 13,0 Cent/kWh für die ersten 10 kWp und 10,9 Cent/kWh für den darüber hinausgehenden Leistungsanteil. Eine 13-kWp-Anlage kommt somit durchschnittlich auf 12,5 Cent/kWh. Voraussetzung ist die Inbetriebnahme ab dem 30.07.2022 sowie die ausstehende Freigabe durch die EU-Kommission.
Stand: September 2022
Wie hoch ist die Entfernungspauschale pro Kilometer?
Für die einfache Strecke zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte können 0,30 € pro Entfernungskilometer als Werbungskosten angesetzt werden. Ab 2021 erhöht sich der Satz ab dem 21. Kilometer auf 0,35 € (2021–2023) bzw. 0,38 € (2024–2026). Die Pauschale gilt unabhängig vom genutzten Verkehrsmittel.
Stand: Januar 2022
Wie hoch ist die Förderung der Fixkosten in der Überbrückungshilfe IV?
Bei Umsatzeinbußen von mehr als 70% werden bis zu 90% der förderfähigen Fixkosten erstattet. Bei Einbußen zwischen 50% und 70% sind es bis zu 60%, und bei Einbußen von mehr als 30% bis zu 40%. Die Staffelung ist deckungsgleich mit der Überbrückungshilfe III Plus.
Stand: Dezember 2021
Wie hoch ist die Homeoffice-Pauschale 2020 und 2021?
Für die Jahre 2020 und 2021 können Steuerpflichtige für jeden Kalendertag, an dem sie ausschließlich von zuhause arbeiten, pauschal 5,- EUR als Werbungskosten geltend machen. Der jährliche Höchstbetrag liegt bei 600,- EUR, was 120 Homeoffice-Tagen entspricht. Diese Pauschale gilt auch dann, wenn die strengen Voraussetzungen für ein häusliches Arbeitszimmer nicht erfüllt sind.
Stand: Januar 2021
Wie hoch ist die Neustarthilfe Plus im verlängerten Zeitraum 2022?
Die Neustarthilfe Plus wurde bis Ende März 2022 verlängert. Die Förderhöhe beträgt unverändert 1.500 € pro Monat bzw. maximal 4.500 € für den gesamten verlängerten Förderzeitraum.
Stand: Dezember 2021
Wie hoch ist die Neustarthilfe und wie wird sie berechnet?
Die Neustarthilfe beträgt 50 % des sechsmonatigen Referenzumsatzes und ist auf maximal 7.500 € als Vorschuss begrenzt. Der Referenzumsatz wird in der Regel aus dem Jahresumsatz 2019 abgeleitet: (Jahresumsatz 2019 / 12) × 6. Für Antragsteller, die ihre Tätigkeit zwischen dem 01.01.2019 und dem 01.05.2020 aufgenommen haben, stehen drei alternative Berechnungsmethoden zur Wahl.
Stand: März 2021
Wie hoch ist die Pendlerpauschale ab 2021?
Ab 2021 bleibt die Entfernungspauschale für die ersten 20 Kilometer unverändert bei 0,30 EUR pro Entfernungskilometer. Ab dem 21. Kilometer steigt sie auf 0,35 EUR für die Jahre 2021 bis 2023 und auf 0,38 EUR für die Jahre 2024 bis 2026.
Stand: März 2020
Wie hoch ist die Pendlerpauschale ab 2021?
Ab 2021 gilt die Entfernungspauschale von 30 Cent für die ersten 20 Kilometer der einfachen Wegstrecke. Ab dem 21. Kilometer wurde sie von 30 Cent auf 35 Cent angehoben. Diese Erhöhung wurde im Rahmen des Gesetzes zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 beschlossen.
Stand: Dezember 2020
Wie hoch ist die Sonderabschreibung nach § 7b EStG und über welchen Zeitraum?
Die Sonderabschreibung beträgt bis zu 5 % pro Jahr und kann im Jahr der Anschaffung/Herstellung sowie in den drei Folgejahren in Anspruch genommen werden, insgesamt also bis zu 20 % über vier Jahre. Sie wird zusätzlich zur linearen AfA nach § 7 Abs. 4 EStG gewährt. Nach Ablauf des Begünstigungszeitraums erfolgt die weitere Abschreibung linear vom verbleibenden Restwert.
Stand: März 2023
Wie hoch ist die Steuerermäßigung für energetische Sanierungen?
Über drei Jahre können insgesamt 20 % der Aufwendungen, maximal 40.000 EUR pro Objekt, von der Einkommensteuer abgezogen werden. Im ersten und zweiten Jahr sind jeweils 7 % (max. 14.000 EUR) und im dritten Jahr 6 % (max. 12.000 EUR) absetzbar. Kosten für Energieberater bzw. Energieeffizienz-Experten sind sofort im Jahr der Zahlung zu 50 % abziehbar.
Stand: April 2024
Wie hoch ist die Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen nach § 35a Abs. 2 EStG?
Die tarifliche Einkommensteuer ermäßigt sich auf Antrag um 20 % der Aufwendungen, höchstens jedoch um 4.000 € pro Jahr. Voraussetzung ist, dass es sich um haushaltsnahe Dienstleistungen handelt, die nicht bereits unter § 35a Abs. 3 EStG (Handwerkerleistungen) fallen, und dass sie im Haushalt des Steuerpflichtigen erbracht werden.
Stand: Mai 2023
Wie hoch ist die Steuerermäßigung nach § 35a Abs. 2 und Abs. 3 EStG?
Für haushaltsnahe Dienstleistungen nach § 35a Abs. 2 EStG ermäßigt sich die tarifliche Einkommensteuer um 20 % der Aufwendungen, höchstens 4.000 EUR. Für Handwerkerleistungen nach § 35a Abs. 3 EStG beträgt die Ermäßigung ebenfalls 20 % der Aufwendungen, jedoch maximal 1.200 EUR pro Jahr.
Stand: August 2023