Fragen & Antworten
Antworten auf häufige Fragen.
Kuratiert aus unseren Beiträgen zu Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung — alphabetisch, nach Zielgruppe oder Thema gefiltert.
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2304 Fragen · Seite 23 / 47
Was passiert mit bestandskräftigen Erbschaftsteuerbescheiden, wenn das BVerfG die Begünstigungen kippt?
Bestandskräftige und nicht mehr änderbare Steuerbescheide bleiben unverändert bestehen, auch wenn das Gericht das geltende Recht für verfassungswidrig erklärt. Die ursprünglich gewährten Verschonungen für Betriebsvermögen werden in diesen Fällen nicht zurückgenommen. Aus diesem Grund besteht für bereits abgeschlossene Übertragungen kein Risiko nachträglicher Nachteile.
Stand: August 2014
Was passiert mit der Vorfälligkeitsentschädigung bei nicht steuerbarer Immobilienveräußerung?
Ist der Verkauf nach § 23 EStG nicht steuerbar (z. B. außerhalb der 10-Jahres-Frist), geht die Vorfälligkeitsentschädigung steuerlich vollständig verloren. Sie kann weder als Werbungskosten bei Vermietung und Verpachtung noch als Veräußerungskosten bei privaten Veräußerungsgeschäften berücksichtigt werden.
Stand: Februar 2024
Was passiert steuerlich, wenn die Bonusleistungen 150 EUR pro Jahr übersteigen?
Übersteigende Beträge gelten grundsätzlich als Beitragserstattung und mindern den Sonderausgabenabzug für Krankenversicherungsbeiträge. Der Steuerpflichtige kann jedoch nachweisen, dass es sich auch beim übersteigenden Betrag nicht um eine Beitragserstattung handelt.
Stand: Dezember 2024
Was passiert steuerlich, wenn die Vermietungsbemühungen für eine Wohnung vollständig eingestellt werden?
Werden die Bemühungen um einen Mieter komplett eingestellt, entfällt die Einkünfteerzielungsabsicht. Damit sind die laufenden Kosten der leerstehenden Räume steuerlich nicht mehr als Werbungskosten bei Vermietung und Verpachtung abziehbar. Negative Einkünfte werden vom Finanzamt in solchen Fällen nicht anerkannt.
Stand: Februar 2013
Was passiert steuerlich, wenn ein Einzelhändler keine Aufzeichnungen über Warenentnahmen führt?
Führt der Unternehmer keine Einzelaufzeichnungen über Sachentnahmen, ist das Finanzamt nach § 162 Abs. 2 Satz 2 AO zur Schätzung berechtigt. In der Praxis wird dabei regelmäßig auf die amtlichen Pauschbeträge für Sachentnahmen des jeweiligen Gewerbezweigs zurückgegriffen. Diese Werte können vom Steuerpflichtigen angesetzt und vom Finanzamt grundsätzlich anerkannt werden.
Stand: August 2022
Was passiert, wenn Umsatzsteuer in der Rechnung ausgewiesen wird und die Leistung später als steuerfrei gilt?
In diesem Fall schuldet die Fahrschule die ausgewiesene Umsatzsteuer dennoch nach § 14c UStG. Um die Steuer nicht abführen zu müssen, müssten alle betroffenen Rechnungen gegenüber den Kunden korrigiert werden, was einen erheblichen Aufwand verursacht.
Stand: März 2016
Was passiert, wenn das Ende der 4-Tagesfrist auf ein Wochenende oder einen Feiertag fällt?
Fällt das Ende der 4-Tagesfrist auf einen Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag, verschiebt sich der Fristablauf auf den Ablauf des nächsten Werktags. Geht ein Bescheid beispielsweise an einem Dienstag zur Post und wäre der 4. Tag ein Samstag, gilt der Bescheid erst am folgenden Montag als bekanntgegeben. Erst ab diesem Tag laufen Einspruchs- und Klagefrist.
Stand: Dezember 2024
Was passiert, wenn der Gesetzgeber keine Neuregelung zu § 8c KStG beschließt?
Gelingt es dem Gesetzgeber nicht, bis zum 31.12.2018 eine verfassungskonforme Neuregelung zu beschließen, ist die Verlustkürzungsvorschrift des § 8c Abs. 1 KStG von Beginn an, also rückwirkend ab 2008, komplett nichtig. Verlustkürzungen wären dann insgesamt unwirksam.
Stand: Juni 2017
Was passiert, wenn die Energiepreispauschale doppelt berücksichtigt wurde?
Erhält ein Steuerpflichtiger die Pauschale sowohl über den Arbeitgeber als auch als Minderung der Einkommensteuer-Vorauszahlung bei Gewinneinkünften (z. B. aus einer Photovoltaikanlage), erfolgt im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung 2022 eine Korrektur, sodass die Pauschale nur einmal gewährt wird.
Stand: Juli 2022
Was passiert, wenn die Pflegeleistungen nicht als außergewöhnliche Belastung anerkannt werden?
Werden die Kosten nicht als außergewöhnliche Belastung anerkannt, kommt nur ein Abzug als haushaltsnahe Dienstleistung nach § 35a EStG in Betracht. Dabei sind maximal 20 % der Aufwendungen, höchstens jedoch 4.000 EUR pro Jahr, direkt von der Steuerschuld abziehbar – steuerlich deutlich ungünstiger als der Ansatz als außergewöhnliche Belastung.
Stand: November 2016
Was passiert, wenn die Zuordnungsfrist zum 31.05. versäumt wird?
Wird die Zuordnungsfrist versäumt, gilt die Photovoltaikanlage als dem Privatvermögen zugeordnet. Der Vorsteuerabzug aus den Anschaffungskosten ist dann endgültig ausgeschlossen und kann auch nachträglich nicht mehr nachgeholt werden.
Stand: Mai 2016
Was passiert, wenn die geförderte Wohnung innerhalb der 10-Jahres-Frist verkauft oder selbst genutzt wird?
Wird die entgeltliche Vermietung vor Ablauf der 10-Jahres-Frist beendet, ist dies dem Finanzamt anzuzeigen und die bereits gewährte Sonderabschreibung wird rückwirkend versagt. Bei einem Verkauf entfällt die Rückabwicklung, sofern nachgewiesen werden kann, dass der Erwerber die Wohnung weiterhin entgeltlich vermietet. Ferienwohnungen, Hotels und kurzfristige Beherbergungen sind generell von der Förderung ausgeschlossen.
Stand: März 2023
Was passiert, wenn eine Voraussetzung für den fortführungsgebundenen Verlustvortrag wegfällt?
Sobald nur eine der zwingenden Voraussetzungen nicht mehr erfüllt ist, entfällt der fortführungsgebundene Verlustvortrag sofort und vollständig. Daher sollten geplante Gesellschafterwechsel oder Änderungen im Geschäftsbetrieb frühzeitig steuerlich geprüft werden, um bestehende Verlustvorträge nicht zu gefährden.
Stand: Dezember 2017
Was passiert, wenn keine Authentifizierung im ElsterOnline-Portal vorliegt?
Ohne ein gültiges Authentifizierungszertifikat aus dem ElsterOnline-Portal kann die elektronische Lohnsteuerbescheinigung nicht übermittelt werden. Arbeitgeber müssen daher rechtzeitig vor der Übermittlung das einmalige Zertifikat beantragen, um ihrer Übermittlungspflicht nachkommen zu können.
Stand: September 2014
Was plant der Gesetzgeber zur Betriebsrente?
Ein Gesetzentwurf soll die betriebliche Altersvorsorge stärken — die geplanten Punkte und die Fundstelle stehen im Beitrag. (Quelle: Deubner Recht & Steuern)
Stand: Dezember 2025
Was plant die Bundesregierung beim Solidaritätszuschlag ab 2021?
Nach den Plänen der Regierungskoalition sollen ab 2021 mittlere und untere Einkommen beim Solidaritätszuschlag entlastet werden. Für höhere Einkommen soll der Soli über das Ende des Finanzplanungszeitraums hinaus unverändert fortgeführt werden. Eine vollständige Abschaffung ist somit nicht vorgesehen.
Stand: Juni 2019
Was plante das Bundeskabinett mit dem Entwurf vom 10.04.2013 zur Cash-GmbH?
Mit dem Entwurf zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften vom 10.04.2013 sollte die Umgehung der Erbschaftsteuer durch Cash-GmbHs unterbunden werden. Die bislang mögliche steuerfreie Übertragung reiner Barvermögens-GmbHs auf die nächste Generation sollte damit ausgeschlossen werden.
Stand: April 2013
Was regelt das Corona-Steuerhilfegesetz vom 6. Mai 2020?
Das vom Bundeskabinett am 6. Mai 2020 beschlossene Corona-Steuerhilfegesetz umfasst mehrere steuerliche Entlastungsmaßnahmen. Zentrale Punkte sind die befristete Absenkung des Umsatzsteuersatzes für Speisen in der Gastronomie auf 7 % sowie flankierende Regelungen zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie für Unternehmen und Beschäftigte.
Stand: Mai 2020
Was regelt die ODR-Verordnung für Online-Shop-Betreiber?
Die EU-Verordnung über Online-Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten (ODR-Verordnung) verpflichtet Online-Händler, auf eine von der EU-Kommission bereitgestellte Plattform zur außergerichtlichen Streitschlichtung hinzuweisen. Ziel ist es, Verbrauchern und Händlern im europaweiten Online-Handel eine einfache Möglichkeit zur Beilegung von Streitigkeiten zu bieten. Die Plattform ist unter http://ec.europa.eu/consumers/odr erreichbar.
Stand: Januar 2016
Was regelt § 27 Abs. 19 UStG und warum ist die Norm verfassungsrechtlich umstritten?
§ 27 Abs. 19 UStG wurde im Juli 2014 als Reaktion auf die BFH-Rechtsprechung eingeführt und schließt den Vertrauensschutz für Altfälle rückwirkend aus, so dass leistende Unternehmer nachträglich zur Umsatzsteuer herangezogen werden können. Das FG Berlin-Brandenburg sieht darin eine möglicherweise unzulässige echte Rückwirkung, da in bereits entstandene Steuerschulden nachträglich eingegriffen wird. Zudem wird der Vertrauensschutz aus § 176 Abs. 2 AO ausgehebelt.
Stand: Juni 2015
Was regelt § 60 HGB zum Wettbewerbsverbot für kaufmännische Angestellte?
§ 60 HGB untersagt kaufmännischen Angestellten, ohne Einwilligung des Arbeitgebers Konkurrenztätigkeiten auszuüben – weder selbständig noch unselbständig. Das Wettbewerbsverbot gilt während des bestehenden Arbeitsverhältnisses und schützt den Arbeitgeber vor Wettbewerb durch eigene Mitarbeiter.
Stand: März 2013
Was regelt § 8c Abs. 1 KStG zur Mantelkaufregelung?
Nach § 8c Abs. 1 KStG gehen bei Kapitalgesellschaften Verlustvorträge anteilig unter, wenn innerhalb von fünf Jahren mehr als 25% und bis zu 50% der Anteile auf einen neuen Erwerber übertragen werden. Bei Übertragung von mehr als 50% gehen die Verluste vollständig unter. Die Regelung sollte ursprünglich Missbrauch durch den Kauf von GmbHs zur reinen Verlustnutzung verhindern.
Stand: Juni 2017
Was regelte § 8c Abs. 1 KStG zum quotalen Verlustuntergang?
§ 8c Abs. 1 KStG sah vor, dass der Verlustvortrag einer Körperschaft anteilig wegfällt, wenn innerhalb von fünf Jahren mehr als 25 % und bis zu 50 % der Anteile auf einen Erwerber übergehen. Ziel war es, den Handel mit GmbH-Mänteln zur reinen Verlustnutzung zu unterbinden. Die Norm führte in der Praxis jedoch zu erheblichen Härten für unbedenkliche Anteilsübertragungen.
Stand: November 2018
Was sieht der Gesetzentwurf zur Verlustverrechnung bei Körperschaften vor?
Der am 14.09.2016 vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzentwurf regelt die steuerliche Verlustverrechnung bei Körperschaften neu und großzügiger. Verluste, die bislang bei einem Gesellschafterwechsel oder der Aufnahme neuer Gesellschafter steuerlich verfielen, sollen künftig weiterhin berücksichtigt werden können. Damit sollen steuerliche Hemmnisse bei der Kapitalausstattung von Unternehmen beseitigt werden.
Stand: September 2016
Was sieht der Gesetzesentwurf vom 10.04.2013 zu steuerlichen Aufbewahrungsfristen vor?
Das Bundeskabinett hat am 10.04.2013 einen Gesetzesentwurf beschlossen, der die steuerlichen Aufbewahrungsfristen verkürzen soll. Ziel ist eine Entlastung von Bürgern und Wirtschaft durch reduzierten Aufwand bei der Archivierung von Belegen und Unterlagen.
Stand: April 2013
Was sind Aufmerksamkeiten im steuerlichen Sinn?
Aufmerksamkeiten sind Sachzuwendungen des Arbeitgebers an Arbeitnehmer aus persönlichem Anlass (z. B. Geburtstag, Hochzeit, Geburt eines Kindes). Sie sind bis zu einer Freigrenze von 60 Euro brutto (früher 40 Euro) steuer- und sozialversicherungsfrei. Wird die Grenze überschritten, ist der gesamte Betrag steuerpflichtiger Arbeitslohn.
Stand: Juli 2013
Was sind Betriebsvorrichtungen im umsatzsteuerlichen Sinne?
Betriebsvorrichtungen sind Vorrichtungen aller Art mit maschinenähnlicher Funktion, durch die ein Gewerbe unmittelbar betrieben wird. Beispiele sind Lastenaufzüge, Arbeitsbühnen, Förderbänder oder Kegelbahnen. Eine detaillierte Aufstellung enthält der Erlass zu § 68 BewG, Anlagen 1 und 2.
Stand: September 2023
Was sind Mietereinbauten und Mieterumbauten?
Mietereinbauten und Mieterumbauten sind Baumaßnahmen, die ein Nutzungsberechtigter (Mieter) im eigenen Namen und auf eigene Rechnung an einem fremden Grundstück bzw. Gebäude vornehmen lässt, sofern es sich nicht um bloßen Erhaltungsaufwand handelt. Sie können unter bestimmten Voraussetzungen im Anlagevermögen des Mieters aktiviert und abgeschrieben werden, obwohl das Gebäude rechtlich dem Vermieter gehört.
Stand: Juli 2023
Was sind Runkel-Laternen beim Bocholter Martinszug?
Runkel-Laternen sind eine Bocholter Tradition, bei der Futterrüben (regional auch Zuckerrüben, Rangasn, Rummel, Dickwurz oder Räben genannt) zu leuchtenden Sankt-Martins-Fackeln geschnitzt werden. Anders als beim Kürbis wird die Rübe nur angeschnitzt und nicht durchbrochen, damit das Innere rötlich durchleuchtet. Sie sind ein typisches Merkmal des Bocholter Martinsumzugs.
Stand: November 2018
Was sind Wirtschaftsgüter des täglichen Gebrauchs im Sinne des Spekulationssteuerrechts?
Wirtschaftsgüter des täglichen Gebrauchs sind Gegenstände, die typischerweise einem Wertverlust unterliegen und kein nennenswertes Wertsteigerungspotenzial besitzen. Typische Beispiele sind Gebrauchtwagen oder eine Wohnungseinrichtung. Gewinne aus ihrer Veräußerung sind nach § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 2 EStG von der Besteuerung als privates Veräußerungsgeschäft ausgenommen.
Stand: Januar 2021
Was sind anschaffungsnahe Herstellungskosten bei vermieteten Immobilien?
Aufwendungen für Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die innerhalb von drei Jahren nach Anschaffung einer Immobilie anfallen und 15% der Anschaffungskosten des Gebäudes (ohne Umsatzsteuer) übersteigen, gelten als anschaffungsnahe Herstellungskosten. Sie sind nicht sofort abziehbar, sondern erhöhen die Bemessungsgrundlage für die Abschreibung und wirken sich damit nur über die jährliche AfA (regelmäßig 2%) steuermindernd aus.
Stand: Dezember 2017
Was sind anschaffungsnahe Herstellungskosten nach § 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG?
Anschaffungsnahe Herstellungskosten sind Aufwendungen für Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die innerhalb von drei Jahren nach Anschaffung eines Gebäudes durchgeführt werden und 15 Prozent der Anschaffungskosten (ohne Umsatzsteuer) übersteigen. Diese Aufwendungen sind nicht sofort abzugsfähig, sondern müssen über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden.
Stand: April 2023
Was sind anschaffungsnahe Herstellungskosten?
Anschaffungsnahe Herstellungskosten sind Aufwendungen für Instandsetzung und Modernisierung eines Gebäudes, die innerhalb von 3 Jahren nach Anschaffung anfallen und netto 15 % der Anschaffungskosten übersteigen (§ 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG). Sie sind den Herstellungskosten zuzurechnen, zu aktivieren und über die Nutzungsdauer abzuschreiben. Ein Sofortabzug als Werbungskosten ist dann ausgeschlossen.
Stand: Juni 2023
Was sind gemischt genutzte Nebenräume im Sinne der BFH-Rechtsprechung?
Gemischt genutzte Nebenräume sind Räume, die sowohl betrieblich/beruflich als auch in erheblichem Umfang privat verwendet werden. Typische Beispiele sind Küche, Bad und Flur. Diese Räume dienen primär der privaten Lebensführung und sind daher steuerlich nicht abziehbar.
Stand: August 2016
Was sind geringwertige Wirtschaftsgüter (GwG)?
Geringwertige Wirtschaftsgüter sind abnutzbare, bewegliche und selbstständig nutzbare Anlagegüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten eine bestimmte Wertgrenze nicht überschreiten. Sie dürfen im Jahr der Anschaffung sofort in voller Höhe als Betriebsausgabe abgeschrieben werden, ohne dass eine Verteilung über die Nutzungsdauer erforderlich ist. Typische Beispiele sind Schreibgeräte, Tablets, Büromaterialien, Büromöbel oder kleineres Handwerksmaterial.
Stand: März 2017
Was sind gewerbesteuerliche Hinzurechnungen bei Mieten, Pachten und Zinsen?
Bei der Ermittlung der Gewerbesteuer werden bestimmte Aufwendungen wie Zinsen, Mieten und Pachten dem Gewinn anteilig wieder hinzugerechnet und erhöhen so die Bemessungsgrundlage. Das führt dazu, dass Unternehmen Gewerbesteuer auch dann zahlen müssen, wenn sie nur geringe oder gar keine Gewinne erzielen. Diese Hinzurechnungen sind in § 8 GewStG geregelt.
Stand: August 2013
Was sind regelmäßig wiederkehrende Ausgaben im Sinne des § 11 EStG?
Regelmäßig wiederkehrende Ausgaben sind Zahlungen, die in gewissen Zeitabständen immer wieder anfallen, etwa Miete, Versicherungsbeiträge oder Umsatzsteuervorauszahlungen. Werden sie innerhalb von 10 Tagen vor oder nach dem Jahreswechsel geleistet, gehören sie steuerlich in das Jahr, zu dem sie wirtschaftlich zählen, und nicht in das Jahr der tatsächlichen Zahlung.
Stand: Oktober 2018
Was sind regelmäßig wiederkehrende Einnahmen und Ausgaben im Sinne des §11 EStG?
Regelmäßig wiederkehrende Einnahmen und Ausgaben sind Zahlungen wie Miete, Pacht, Zinsen oder Versicherungsbeiträge, die in gleichmäßigen Abständen anfallen. Erfolgt die Zahlung kurze Zeit (innerhalb von 10 Tagen) vor oder nach dem Jahreswechsel und war sie in diesem Zeitraum auch fällig, wird sie ausnahmsweise dem Jahr der wirtschaftlichen Zugehörigkeit zugeordnet. Dies ergibt sich aus §11 Abs. 1 S.2 bzw. Abs. 2 S.2 EStG.
Stand: Februar 2022
Was soll ich tun, wenn ich eine E-Mail angeblich vom Bundesfinanzhof erhalte?
Folgen Sie keinesfalls der Aufforderung, eine Datei herunterzuladen oder Anhänge zu öffnen. Der Bundesfinanzhof versendet keine derartigen Aufforderungen per E-Mail. Löschen Sie die Nachricht und reagieren Sie nicht auf den Inhalt.
Stand: Oktober 2016
Was sollte vor Antragstellung auf Verzicht der Gewinnerzielungsabsicht geprüft werden?
Da die Regelung auch rückwirkend gilt, sollte geprüft werden, ob Steuerbescheide vergangener Jahre bereits bestandskräftig sind oder ob noch Verluste aus dem Anlagenbetrieb geltend gemacht werden könnten. Da nach Bewilligung keine gewerblichen Einkünfte mehr vorliegen, können bislang nicht genutzte Verluste verloren gehen. Eine Abwägung zwischen Vereinfachungseffekt und möglichen steuerlichen Nachteilen ist daher sinnvoll.
Stand: Januar 2022
Was sollte vor Beginn einer Warenbestandsinventur geklärt sein?
Vor Inventurbeginn sollte der Zeitpunkt der Durchführung sowie der verantwortliche Inventurleiter festgelegt sein. Zudem müssen die Bestände übersichtlich geordnet und mögliche Warengruppen bzw. Zusammengehörigkeiten geprüft werden. Eine sorgfältige Vorbereitung ist wichtig, da die Ermittlung des Warenbestandes den größten Zeitanteil der Inventur ausmacht.
Stand: November 2023
Was sollten Arbeitgeber zum 01.10.2022 konkret tun?
Arbeitgeber sollten ihre betroffenen Beschäftigten im Entgeltbereich 450,01 bis 520 EUR aktiv abfragen, ob diese von der Befreiungsmöglichkeit Gebrauch machen wollen. Hierfür empfiehlt sich ein schriftliches Anschreiben, das über Bestandsschutz, Fristen und Folgen informiert. Die Entscheidung der Beschäftigten muss dokumentiert und in der Lohnabrechnung umgesetzt werden.
Stand: September 2022
Was sollten Eigentümer vor dem Verkauf einer Ferienimmobilie beachten?
Vor dem Verkauf sollte unbedingt steuerlicher Rat eingeholt werden, da die Veräußerung innerhalb von zehn Jahren nach Anschaffung steuerpflichtig sein kann. Eine frühzeitige Prüfung der Haltefristen und der Nutzungssituation hilft, eine unerwartete Besteuerung des Veräußerungsgewinns zu vermeiden.
Stand: Juli 2017
Was sollten Eltern bei der Überlassung von Studentenwohnungen steuerlich beachten?
Eltern sollten beachten, dass die unentgeltliche Überlassung einer Wohnung an Kinder nur dann der Eigennutzung gleichsteht, solange die Kinder nach § 32 EStG berücksichtigt werden (in der Regel bis zum 25. Lebensjahr während der Ausbildung). Eine Veräußerung innerhalb der zehnjährigen Spekulationsfrist sollte daher möglichst noch in diesem Zeitraum erfolgen, um den Veräußerungsgewinn steuerfrei zu realisieren.
Stand: Oktober 2023
Was sollten Erben tun, um den Urlaubsabgeltungsanspruch zu sichern?
Erben sollten beim ehemaligen Arbeitgeber des Verstorbenen den noch offenen Urlaubsanspruch ermitteln und die finanzielle Abgeltung schriftlich geltend machen. Verweigert der Arbeitgeber die Zahlung unter Hinweis auf nationales Recht, kann unter Berufung auf die EuGH-Rechtsprechung und das Unionsrecht weiter vorgegangen werden.
Stand: November 2018
Was sollten Steuerpflichtige tun, wenn ihr Bescheid bestandskräftig ist?
Ist der Steuerbescheid bestandskräftig und enthält weder Vorbehalt der Nachprüfung noch Vorläufigkeitsvermerk und wurde kein Einspruch eingelegt, ist eine nachträgliche Berücksichtigung der Arbeitszimmerkosten in der Regel nicht mehr möglich. Daher empfiehlt es sich, künftig Bescheide bei strittigen Rechtsfragen durch fristgerechten Einspruch offenzuhalten.
Stand: Juli 2010
Was sollten Unternehmen zur Vorbereitung auf die neuen Nachweispflichten tun?
Unternehmen sollten ihre internen Prozesse, Lieferdokumente und Bestätigungsvorlagen rechtzeitig an die neuen Anforderungen anpassen. Empfehlenswert sind unternehmensspezifische Muster für Gelangensbestätigungen sowie klare Abläufe zur Einholung und Archivierung der Nachweise, um die Steuerbefreiung dauerhaft abzusichern.
Stand: Oktober 2013
Was sollten Unternehmer im Notfallordner zusätzlich regeln?
Unternehmer und Freiberufler sollten festlegen, welche Mitarbeiter in ihrer Abwesenheit entscheidungsbefugt sind, wer welche Vollmachten besitzt und wer für laufende Projekte verantwortlich ist. Wichtig sind außerdem ein Organigramm, die Auffindbarkeit von Passwörtern, PINs und Schlüsseln sowie ein dokumentiertes Notfallmanagement. So bleibt das Unternehmen auch bei Ausfall der Führungsperson handlungsfähig.
Stand: Februar 2021
Was sollten betroffene GmbHs tun, um von der Verfassungswidrigkeit zu profitieren?
Betroffene GmbHs sollten prüfen lassen, ob die Steuerbescheide für die Jahre 2008 bis 2015, in denen Verluste wegen Anteilseignerwechsels gekürzt wurden, noch nicht bestandskräftig sind. Gegen offene Bescheide sollte Einspruch eingelegt werden, beziehungsweise bestehende Einsprüche sollten weiter offen gehalten werden, um von einer Neuregelung profitieren zu können.
Stand: Juni 2017
Was sollten deutsche Unternehmer mit niederländischen Geschäftspartnern tun?
Deutsche Unternehmer, die Liefer- und Leistungsbeziehungen mit niederländischen Einzelunternehmern unterhalten, sollten rechtzeitig vor der ersten Leistung im Jahr 2020 die neue USt-IdNr. erfragen. Andernfalls drohen Probleme bei der Zusammenfassenden Meldung und bei der Steuerbefreiung innergemeinschaftlicher Lieferungen.
Stand: Januar 2020