Fragen & Antworten

Antworten auf häufige Fragen.

Kuratiert aus unseren Beiträgen zu Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung — alphabetisch, nach Zielgruppe oder Thema gefiltert.

2304 Fragen · Seite 22 / 47

  • Was ist der Mini-One-Stop-Shop (MOSS) und welchen Vorteil bietet er?

    Der Mini-One-Stop-Shop (MOSS) ist eine Vereinfachungsregelung, mit der Unternehmer die in anderen EU-Staaten geschuldete Umsatzsteuer zentral über das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) erklären und abführen können. Dadurch entfällt die Pflicht, sich in jedem einzelnen EU-Mitgliedstaat umsatzsteuerlich zu registrieren und dort Voranmeldungen abzugeben. Die gesamte Umsatzsteuer wird gebündelt an das BZSt überwiesen.

    Stand: November 2014

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  • Was ist der Partnerschaftsbonus beim Elterngeld Plus?

    Wenn beide Elternteile parallel in Teilzeit mit 25 bis 30 Wochenstunden arbeiten, erhält jeder Elternteil zusätzlich vier weitere Monate Elterngeld Plus als Partnerschaftsbonus. Diesen Bonus erhalten auch alleinerziehende Mütter und Väter, die sich das gemeinsame Sorgerecht teilen.

    Stand: Januar 2015

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  • Was ist der Sperrvermerk nach § 51a Abs. 2e EStG und welche Folgen hat er?

    Mit einem Sperrvermerk kann der Empfänger von Kapitalerträgen beim BZSt der Weitergabe seiner Religionszugehörigkeit an die abzugsverpflichtete Stelle widersprechen. Diese erhält dann nur einen Nullwert, und es wird kein Kirchensteuerabzug vorgenommen. Stattdessen wird die Kirchensteuer im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung nacherhoben, weshalb der Steuerpflichtige zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet ist. Der Sperrvermerk muss bis zum 30. Juni eines Jahres beim BZSt eingehen, um für die folgende Regelabfrage zu wirken.

    Stand: August 2014

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  • Was ist der Unterschied zwischen ELSTER und ERiC?

    ELSTER ist das Online-Portal der Finanzverwaltung für die elektronische Übermittlung von Steuerdaten. ERiC ist die technische Schnittstelle (Client-Software), über die Drittanwendungen wie Kanzleisoftware Daten an die Finanzverwaltung übertragen können.

    Stand: Dezember 2024

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  • Was ist der Unterschied zwischen Grundsteuer A und B?

    Die Grundsteuer A wird auf land- und forstwirtschaftliche Grundstücke wie Bauernhöfe, Ackerland oder Waldbestände erhoben. Die Grundsteuer B betrifft alle übrigen bebauten oder bebaubaren Grundstücke wie Wohneigentum, Miet- und Geschäftsgrundstücke.

    Stand: März 2021

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  • Was ist der Unterschied zwischen Inventar und Inventur?

    Das Inventar ist das schriftliche Verzeichnis aller Vermögensgegenstände und Schulden mit Angabe von Menge und Wert. Die Inventur hingegen bezeichnet die tatsächliche Bestandsaufnahme durch Messen, Zählen und Wiegen. Die Inventur ist somit die Tätigkeit, deren Ergebnis im Inventar dokumentiert wird.

    Stand: November 2023

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  • Was ist der Zeitreihenvergleich als Schätzungsmethode der Finanzverwaltung?

    Der Zeitreihenvergleich ist eine mathematisch-statistische Verprobungsmethode, die insbesondere bei Gastronomiebetrieben im Rahmen von Außenprüfungen angewandt wird. Dabei werden Jahreserlöse und Wareneinkäufe in Wochenabschnitte zerlegt und je Woche der Rohgewinnaufschlagsatz ermittelt. Die Finanzverwaltung wendet anschließend den höchsten Aufschlagsatz eines beliebigen Zehn-Wochen-Zeitraums auf das gesamte Jahr an, was häufig zu erheblichen Hinzuschätzungen führt.

    Stand: August 2015

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  • Was ist der automatische Informationsaustausch über Finanzkonten nach CRS?

    Der Common Reporting Standard (CRS) ist ein von OECD und G20 im Jahr 2014 verabschiedeter gemeinsamer Meldestandard. Auf seiner Grundlage tauschen teilnehmende Staaten jährlich automatisch Informationen über Finanzkonten aus, um internationale Steuerhinterziehung zu bekämpfen. Inzwischen haben sich mehr als 100 Staaten und Gebiete zur Einführung des Standards bekannt.

    Stand: September 2017

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  • Was ist der fortführungsgebundene Verlustvortrag nach § 8d KStG?

    Seit 2016 können Kapitalgesellschaften auf Antrag Verlustvorträge trotz schädlichem Anteilseignerwechsel erhalten, wenn sie ihren Geschäftsbetrieb unverändert fortführen. Voraussetzung ist eine unveränderte Fortführung seit drei Jahren bzw. seit Gründung, keine Aufnahme eines zusätzlichen Geschäftsbetriebs, keine Beteiligung an einer Mitunternehmerschaft, keine Organträgerstellung und keine Einbringung von Wirtschaftsgütern unter dem gemeinen Wert.

    Stand: Dezember 2017

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  • Was ist die 10-Jahres-Spekulationsfrist beim Verkauf einer Immobilie?

    Wird eine Immobilie innerhalb von 10 Jahren nach Anschaffung oder Herstellung verkauft, unterliegt der Veräußerungsgewinn grundsätzlich als privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG der Einkommensteuer. Eine wichtige Ausnahme gilt jedoch für selbst genutztes Wohneigentum: Hier ist der Gewinn auch innerhalb der 10-Jahres-Frist steuerfrei. Streitig war bisher, wie ein steuerlich geltend gemachtes Arbeitszimmer in diesem Zusammenhang zu behandeln ist.

    Stand: Juni 2018

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  • Was ist die 30/70-Methode in der Betriebsprüfung?

    Die 30/70-Methode ist eine Schätzmethode, die in Speiserestaurants angewendet wird und davon ausgeht, dass 30 % des Umsatzes auf Getränke und 70 % auf Speisen entfallen. Sie beruht auf der Annahme, dass Gäste zu jeder Speise eine bestimmte Menge Getränke konsumieren und das Verhältnis nur geringen Schwankungen unterliegt. Aus dem gebuchten Getränkeumsatz wird so ein fiktiver Gesamtumsatz hochgerechnet.

    Stand: März 2016

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  • Was ist die Arbeitsmittelpauschale von 110 € und wann lohnt sie sich?

    Ohne Einzelnachweise akzeptiert das Finanzamt pauschal 110 € pro Jahr für sämtliche Arbeitsmittel eines Arbeitnehmers, darunter Fachliteratur, Büromaterial und Arbeitskleidung. Da die Pauschale alle Arbeitsmittel zusammen abdeckt, ist sie schnell überschritten. Höhere Beträge sind nur mit Belegen und Rechnungen abziehbar.

    Stand: Dezember 2021

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  • Was ist die BAFF-Auszeichnung?

    BAFF steht für 'Bocholter Auszeichnung für FamilienFreundlichkeit' und wird vom Bündnis für Familie in Bocholt e.V. verliehen. Ausgezeichnet werden Unternehmen für generelle Familienfreundlichkeit sowie für einzelne Maßnahmen und Projekte, die besonders familienfreundlich sind. Die Vergabe erfolgt in verschiedenen Größenkategorien nach Beschäftigtenzahl.

    Stand: Oktober 2013

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  • Was ist die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer nach § 8 und § 9 GrEStG?

    Bemessungsgrundlage ist gemäß § 8 Abs. 1 GrEStG die Gegenleistung des Käufers. Nach § 9 Abs. 1 GrEStG umfasst diese alle Leistungen des Erwerbers, insbesondere den Kaufpreis einschließlich übernommener sonstiger Leistungen. Maßgeblich für den Umfang der Gegenleistung ist der Zustand des Grundstücks im Zeitpunkt des Kaufvertragsabschlusses.

    Stand: Dezember 2022

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  • Was ist die Focus-Money Auszeichnung Top-Steuerberater?

    Focus Money zeichnet jährlich Steuerberatungskanzleien in verschiedenen Größenklassen als Top-Steuerberater aus. Die Auszeichnung gilt als externes Qualitätssiegel und ergänzt formale Zertifizierungen wie ISO 9001 oder die Qualitäts-Zertifizierung des Deutschen Steuerberaterverbands.

    Stand: Januar 2011

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  • Was ist die Förderung wohngemeinnütziger Zwecke?

    Die Förderung wohngemeinnütziger Zwecke wurde als neuer gemeinnütziger Zweck in den Katalog aufgenommen. Sie umfasst die vergünstigte Überlassung von Wohnraum an hilfsbedürftige Personen, insbesondere an Menschen, die aufgrund ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustands auf Hilfe angewiesen sind oder Sozialhilfe beziehen. Dadurch können entsprechende Vermietungen steuerlich als gemeinnützig anerkannt werden.

    Stand: Dezember 2024

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  • Was ist die Inflationsausgleichsprämie und wie hoch ist der steuerfreie Höchstbetrag?

    Die Inflationsausgleichsprämie (IAP) ist eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers, die Beschäftigte bei der Bewältigung inflationsbedingter Belastungen unterstützen soll. Sie kann im Begünstigungszeitraum vom 26.10.2022 bis 31.12.2024 bis zu einem Gesamtbetrag von 3.000 € steuer- und sozialabgabenfrei gewährt werden. Der Höchstbetrag gilt für den gesamten Zeitraum, nicht pro Jahr.

    Stand: Januar 2023

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  • Was ist die Kassennachschau nach § 146b AO?

    Die Kassennachschau ist ein Prüfungsinstrument der Finanzverwaltung zur Kontrolle der Ordnungsmäßigkeit von Kassenaufzeichnungen. Sie kann jederzeit und ohne vorherige Ankündigung in den Geschäftsräumen des Unternehmers durchgeführt werden. Geprüft wird insbesondere, ob die Kassenaufzeichnungen mit dem tatsächlichen Kassenbestand übereinstimmen (Kassensturzfähigkeit).

    Stand: Mai 2016

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  • Was ist die Mobilitätsprämie und für wen wurde sie geschaffen?

    Die Mobilitätsprämie ist eine staatliche Förderung für Berufspendler mit geringem Einkommen, deren zu versteuerndes Einkommen unter dem Grundfreibetrag liegt (2022: 9.984 €). Da diese Personen keine Einkommensteuer zahlen, hätte die erhöhte Entfernungspauschale für sie keine entlastende Wirkung. Die Mobilitätsprämie schafft hier einen Ausgleich, damit auch Geringverdiener von der erhöhten Pendlerpauschale profitieren.

    Stand: März 2022

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  • Was ist die Pauschalsteuer nach § 37b EStG bei Sachzuwendungen?

    § 37b EStG ermöglicht es dem Zuwendenden, Sachzuwendungen und Geschenke an Geschäftsfreunde oder Arbeitnehmer pauschal mit 30 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer zu versteuern. Dadurch entfällt die individuelle Versteuerung beim Empfänger. Der Schenker übernimmt die Steuer und meldet sie an das Finanzamt ab.

    Stand: März 2014

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  • Was ist die Wirtschafts-Identifikationsnummer (W-IdNr.)?

    Die W-IdNr. nach § 139c AO ist eine bundeseinheitliche Wirtschaftsnummer für Unternehmen. Sie dient als Primärschlüssel im neuen Unternehmensbasisdatenregister nach dem UBRegG und soll Bürokratie abbauen sowie die Transparenz im Besteuerungsverfahren erhöhen, indem sie verschiedene Steuerarten und Verwaltungsprozesse vereinheitlicht.

    Stand: September 2024

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  • Was ist die erweiterte Grundstückskürzung nach § 9 Nr. 1 S. 2 GewStG?

    Die erweiterte Grundstückskürzung ist eine gewerbesteuerliche Begünstigung für Unternehmen, die ausschließlich eigenen Grundbesitz verwalten und nutzen. Der auf die Verwaltung und Nutzung des eigenen Grundbesitzes entfallende Gewerbeertrag wird vollständig gekürzt, sodass im Ergebnis keine Gewerbesteuer auf diese Einkünfte anfällt. Sie ist insbesondere für rein vermögensverwaltende Kapitalgesellschaften und gewerblich geprägte Personengesellschaften relevant, die nur kraft ihrer Rechtsform gewerbliche Einkünfte erzielen.

    Stand: November 2016

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  • Was ist die erweiterte gewerbesteuerrechtliche Kürzung nach §9 Nr. 1 Satz 2 GewStG?

    Sie ermöglicht Unternehmen, die ausschließlich eigenen Grundbesitz und ggf. eigenes Kapitalvermögen verwalten und nutzen, eine Kürzung des Gewerbeertrags um den Teil, der auf die Verwaltung und Nutzung des Grundbesitzes entfällt. Voraussetzung ist, dass die Tätigkeit nicht über den Rahmen einer privaten Vermögensverwaltung hinausgeht. Bei originär gewerblicher Tätigkeit ist die Kürzung ausgeschlossen.

    Stand: Juni 2024

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  • Was ist die geplante "Aktivrente"?

    Mit der Aktivrente soll Weiterarbeiten im Rentenalter steuerlich attraktiver werden — wie das aussehen soll, lesen Sie im Beitrag. (Quelle: Deubner Recht & Steuern)

    Stand: Dezember 2025

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  • Was ist die strafbefreiende Selbstanzeige im Steuerrecht?

    Die strafbefreiende Selbstanzeige ist ein Instrument, das Steuerhinterziehern ermoeglicht, durch freiwillige Offenlegung der hinterzogenen Steuern und vollstaendige Nachzahlung Straffreiheit zu erlangen. Sie soll Steuersuendern einen Weg zurueck zur Steuerehrlichkeit bieten. Die Regelung ist politisch umstritten, wird aber von vielen Finanzpolitikern weiterhin befuerwortet.

    Stand: Februar 2014

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  • Was ist die zumutbare Eigenbelastung bei außergewöhnlichen Belastungen?

    Die zumutbare Eigenbelastung ist ein einkommensabhängiger Selbstbehalt, der bei außergewöhnlichen Belastungen wie Krankheitskosten zunächst vom Steuerpflichtigen selbst zu tragen ist. Erst die darüber hinausgehenden Kosten wirken sich steuermindernd aus. Ihre Höhe hängt vom Familienstand, der Kinderzahl und dem Gesamtbetrag der Einkünfte ab.

    Stand: September 2013

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  • Was ist ein Gesellschafterdarlehen und wer kann es vergeben?

    Ein Gesellschafterdarlehen ist ein Kredit, den ein Gesellschafter seiner Kapitalgesellschaft (z.B. GmbH) gewährt. Es unterliegt den Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches und beinhaltet eine Rückzahlungspflicht des Schuldners. Solange sich die Gesellschaft nicht in der Krise befindet, darf sie das Darlehen wie eine normale Verbindlichkeit zurückzahlen. Diese Finanzierungsform ist Kapitalgesellschaften vorbehalten.

    Stand: Dezember 2020

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  • Was ist ein Statusfeststellungsverfahren bei der Deutschen Rentenversicherung?

    Beim Statusfeststellungsverfahren prüft die Deutsche Rentenversicherung auf Antrag, ob eine Tätigkeit als selbständig oder als abhängige Beschäftigung einzustufen ist. Wird eine abhängige Beschäftigung festgestellt, besteht Sozialversicherungspflicht. Das Verfahren dient der Rechtssicherheit für Auftraggeber und Auftragnehmer.

    Stand: August 2017

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  • Was ist ein fiktiver Familienwohnsitz nach Art. 67 EG-VO 883/2004?

    Ein fiktiver Familienwohnsitz liegt vor, wenn ein Familienmitglied bereits in einem EU-Mitgliedstaat wohnt und arbeitet, sodass die übrigen Familienangehörigen so behandelt werden, als wohnten sie ebenfalls dort. Im Kindergeldrecht reicht dies für die Begründung eines Wohnsitzes aus. Dadurch kann ein Kindergeldanspruch schon vor dem tatsächlichen Zuzug der Familie nach Deutschland bestehen.

    Stand: Februar 2021

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  • Was ist ein innergemeinschaftliches Dreiecksgeschäft?

    Ein innergemeinschaftliches Dreiecksgeschäft ist ein Sonderfall des Reihengeschäfts nach § 25b UStG. Dabei schließen drei Unternehmer aus jeweils verschiedenen EU-Mitgliedstaaten über denselben Gegenstand Umsatzgeschäfte ab, und der Gegenstand gelangt unmittelbar vom ersten Lieferer an den letzten Abnehmer. Die Beförderung oder Versendung muss durch den ersten Lieferer oder den ersten Abnehmer erfolgen und der Gegenstand muss dabei von einem Mitgliedstaat in einen anderen gelangen.

    Stand: Februar 2024

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  • Was ist eine Cash-GmbH im Kontext der vorweggenommenen Erbfolge?

    Als Cash-GmbH bezeichnet man eine GmbH, deren Vermögen ausschließlich oder überwiegend aus Barvermögen, Sichteinlagen und Bankguthaben besteht. Sie wurde genutzt, um Barvermögen schenkungsteuerfrei auf die nächste Generation zu übertragen, weil Barvermögen bisher nicht zum steuerschädlichen Verwaltungsvermögen im Sinne der §§ 13a, 13b ErbStG zählte. So konnte die Verschonungsregelung für Betriebsvermögen genutzt und die Schenkungsteuerbelastung auf null reduziert werden.

    Stand: November 2012

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  • Was ist eine Cash-GmbH im erbschaftsteuerlichen Kontext?

    Als Cash-GmbH bezeichnet man eine GmbH, deren Vermögen ausschließlich oder weit überwiegend aus Barvermögen oder Geldforderungen besteht. Sie wurde in der Vergangenheit genutzt, um Barvermögen über die erbschaft- und schenkungsteuerlichen Begünstigungen für Betriebsvermögen steuerfrei auf die nächste Generation zu übertragen.

    Stand: April 2013

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  • Was ist eine Gutschrift im umsatzsteuerlichen Sinne?

    Eine Gutschrift im umsatzsteuerlichen Sinne ist die Abrechnung einer Leistung durch den Leistungsempfänger statt durch den leistenden Unternehmer. Sie ist nicht zu verwechseln mit einer Korrekturrechnung (kaufmännische Gutschrift), die eine ursprüngliche Rechnung berichtigt. Diese Unterscheidung ist für die korrekte Bezeichnung wesentlich.

    Stand: Dezember 2012

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  • Was ist eine Kassen-Nachschau und wann darf sie erfolgen?

    Die Kassen-Nachschau ist ein besonderes Verfahren zur zeitnahen Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Kassenaufzeichnungen und ihrer Übernahme in die Buchführung. Sie kann während der üblichen Geschäftszeiten unangekündigt erfolgen, in der Gastronomie also auch abends.

    Stand: April 2016

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  • Was ist eine Vorfälligkeitsentschädigung?

    Die Vorfälligkeitsentschädigung ist das Entgelt, das ein Darlehensnehmer an den Kreditgeber zahlen muss, wenn ein Darlehen vor Ablauf der vereinbarten Zinsbindung zurückgeführt wird. Sie kompensiert den entgangenen Zinsertrag der Bank und fällt typischerweise bei vorzeitiger Tilgung im Rahmen einer Immobilienveräußerung an.

    Stand: Februar 2024

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  • Was kann ein Mieter tun, wenn das Finanzamt die Nebenkostenabrechnung als Nachweis nicht anerkennt?

    Werden die erforderlichen Angaben aus der Nebenkostenabrechnung oder Hausgeldabrechnung nicht ersichtlich, muss sich der Mieter Kopien der zugrundeliegenden Rechnungen vom Vermieter oder der Hausverwaltung beschaffen und beim Finanzamt vorlegen. Zusätzlich können auch Betriebskostenabrechnungen ergänzend eingereicht werden.

    Stand: August 2023

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  • Was kritisiert das Finanzgericht an der Behandlung volljähriger Kinder in Ausbildung?

    Das Finanzgericht beanstandet, dass für volljährige Kinder, die sich in Ausbildung befinden, ein geringerer Betrag steuerfrei gestellt wird als für volljährige Kinder ohne Ausbildung. Diese Ungleichbehandlung gehört zu den Fragen, die das Bundesverfassungsgericht klären soll.

    Stand: Dezember 2016

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  • Was muessen Gastronomen bei der Umstellung auf 7% zum 1.7.2020 beachten?

    Gastronomen muessen ihre Kassensysteme und Rechnungsprogramme so anpassen, dass Speisenumsaetze ab dem 1.7.2020 mit 7% statt 19% ausgewiesen werden. Bei der Trennung zu Getraenken (weiter 19%) ist besondere Sorgfalt geboten, ebenso bei der korrekten Buchung im Rechnungswesen und in der Voranmeldung.

    Stand: Mai 2020

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  • Was muss der bauleistende Unternehmer bei der Rechnungsstellung künftig prüfen?

    Der leistende Unternehmer muss klären, ob sein Leistungsempfänger Bauträger oder Generalunternehmer ist. Bei einem Bauträger erfolgt die Abrechnung mit Umsatzsteuer, da § 13b UStG nicht anwendbar ist. Bei einem Generalunternehmer greift grundsätzlich die Umkehr der Steuerschuldnerschaft, sodass ohne Umsatzsteuer abgerechnet wird.

    Stand: Dezember 2013

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  • Was muss ich zur E-Rechnungs-Pflicht beachten?

    Im B2B-Bereich gelten gestufte Pflichten zur elektronischen Rechnung. Die Infografik finden Sie im Merkblatt-Verzeichnis unter "E-Rechnungen". (Quelle: Deubner Verlag)

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  • Was muss ich zur Erbschaft- und Schenkungsteuer wissen?

    Freibeträge und Steuerklassen bestimmen die Erbschaft- und Schenkungsteuer. Die Infografik finden Sie im Merkblatt-Verzeichnis unter "Erbschaftsteuer". (Quelle: Deubner Verlag)

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  • Was passiert bei Anteilsübertragungen von mehr als 50 % nach der Neuregelung?

    Gestrichen wurde nur der quotale Verlustuntergang nach § 8c Abs. 1 KStG bei Erwerben zwischen 25 % und 50 %. Die Regelung zum vollständigen Verlustuntergang bei Übertragungen von mehr als 50 % bleibt von der Gesetzesänderung unberührt. In diesen Fällen gehen die Verlustvorträge weiterhin vollständig unter, soweit keine Ausnahmen wie die Stille-Reserven-Klausel oder § 8d KStG greifen.

    Stand: November 2018

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  • Was passiert bei Verwendung alter NL-USt-IdNrn. in Zusammenfassenden Meldungen ab 2020?

    Ab dem 1. Januar 2020 dürfen in Zusammenfassenden Meldungen ausschließlich die neuen niederländischen USt-IdNrn. der Einzelunternehmer verwendet werden. Bei Verwendung alter Nummern kommt es zu Fehlermeldungen. Dies kann die Steuerfreiheit der ausgeführten Leistung in Frage stellen.

    Stand: Januar 2020

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  • Was passiert bei einem positiven Ausgang der Musterverfahren zur Zinshöhe?

    Wird zugunsten der Steuerpflichtigen entschieden, erhalten alle, die rechtzeitig Einspruch eingelegt haben, die zu viel gezahlten Zinsen automatisch vom Finanzamt erstattet. Ohne Einspruch wird der Bescheid bestandskräftig und eine Erstattung ist nicht möglich.

    Stand: September 2016

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  • Was passiert bei unterjähriger Über- oder Unterschreitung der Leistungsgrenzen?

    Wird eine objekt- oder subjektbezogene Grenze des § 3 Nr. 72 EStG unterjährig überschritten oder unterschritten, gilt die Steuerbefreiung zeitanteilig bis bzw. ab diesem Zeitpunkt. Typische Auslöser sind die Erweiterung um eine Wohn- oder Gewerbeeinheit oder die Inbetriebnahme einer zusätzlichen Anlage. Beispiel: Erhöht sich durch einen Umbau die Anzahl der Gewerbeeinheiten zum 1.8., so wird eine zuvor steuerpflichtige Anlage ab diesem Datum steuerfrei.

    Stand: August 2023

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  • Was passiert bei verspäteter Meldung der RV-Befreiung an die Minijob-Zentrale?

    Wird die 6-Wochen-Frist überschritten, muss der Arbeitgeber die Verspätung erklären. Die Befreiung tritt dann erst nach Ablauf des Monats in Kraft, der auf den Eingangsmonat der Meldung bei der Minijob-Zentrale folgt. Bis dahin bleibt der Arbeitnehmer rentenversicherungspflichtig und muss weiterhin Beiträge zahlen.

    Stand: September 2022

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  • Was passiert beim Vorsteuerabzug, wenn mehr als zwei Betriebsveranstaltungen pro Jahr stattfinden?

    Der Vorsteuerabzug innerhalb der 110-EUR-Grenze ist nur für maximal zwei Betriebsveranstaltungen pro Jahr möglich. Bei weiteren Veranstaltungen geht die Finanzverwaltung nicht mehr von einem überwiegend betrieblichen Interesse aus, sodass die Aufwendungen als private Mitveranlassung gelten und ein Vorsteuerabzug ausgeschlossen ist.

    Stand: August 2023

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  • Was passiert in einer GbR, wenn der alleinige Geschäftsführer verstirbt?

    Mit dem Wegfall des einzigen geschäftsführungsberechtigten Gesellschafters lebt automatisch die Gesamtgeschäftsführungsbefugnis der verbliebenen Gesellschafter gemäß § 709 Abs. 1 BGB wieder auf. Alle Gesellschafter sind dann gemeinsam zur Geschäftsführung berechtigt und verpflichtet.

    Stand: Januar 2015

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  • Was passiert mit Steuerbescheiden, gegen die Einspruch eingelegt wurde?

    Wurde der Steuerbescheid durch einen Einspruch offengehalten, ist er noch nicht bestandskräftig. Das Finanzamt ändert den Bescheid nach der verfassungsgerichtlichen Entscheidung zugunsten des Steuerpflichtigen, sodass die nachträgliche Berücksichtigung der Arbeitszimmerkosten möglich ist.

    Stand: Juli 2010

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  • Was passiert mit bereits gestellten Anträgen auf die Corona-Beratungsförderung der BAFA?

    Bewilligt und ausgezahlt werden nur Anträge, bei denen die BAFA bereits eine Inaussichtstellung erteilt hat. Andernfalls kann eine Berücksichtigung nur über ein Nachrückverfahren erfolgen, sofern ein förderfähiger Verwendungsnachweis eingereicht wird und ausreichend Haushaltsmittel verfügbar sind.

    Stand: Juni 2020

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