Fragen & Antworten
Antworten auf häufige Fragen.
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2304 Fragen · Seite 35 / 47
Welcher Steuersatz gilt bei Anzahlungen, wenn die Leistung erst später ausgeführt wird?
Maßgeblich ist immer der Steuersatz zum Zeitpunkt der Leistungsausführung, nicht der Anzahlung. Wurden Anzahlungen vor dem 01.07.2020 mit 19% berechnet und die Leistung erst zwischen 01.07. und 31.12.2020 erbracht, gilt nachträglich der reduzierte Satz von 16%. Eine Korrektur der Anzahlungsrechnungen ist nicht nötig; die Richtigstellung erfolgt in der Schlussrechnung.
Stand: Juli 2020
Welcher Steuersatz gilt bei Jahreskarten, Abos und Mitgliedsbeiträgen (z. B. Fitnessstudio)?
Jahreskarten und Abonnements gelten als einheitliche Leistung, die erst am Ende der Laufzeit ausgeführt ist; eine Aufteilung in monatliche Teilleistungen erfolgt nicht. Maßgeblich ist der Steuersatz, der am Ende des Leistungszeitraums gilt. Ein im Februar 2020 bezahltes Fitnessstudio-Abo unterliegt daher Ende Januar 2021 wieder dem Steuersatz von 19%.
Stand: Juli 2020
Welcher Steuersatz gilt für Restaurations- und Verpflegungsdienstleistungen ab 01.01.2021?
Vom 01.01.2021 bis zum 30.06.2021 gilt für Speisen im Rahmen von Restaurations- und Verpflegungsdienstleistungen der ermäßigte Steuersatz von 7 %. Getränke unterliegen wieder dem Regelsteuersatz von 19 %. Ab dem 01.07.2021 gilt für Speisen, die zum Verzehr an Ort und Stelle abgegeben werden, wieder der reguläre Satz von 19 %.
Stand: Dezember 2020
Welcher Stichtag ist für die Aufteilung der Anschaffungskosten eines Grundstücks maßgeblich?
Nach Auffassung des FG Münster ist der Tag des Übergangs von Besitz, Nutzen, Gefahr und Lasten maßgeblich. Bei Grundstücken entspricht dies in der Regel dem Tag der tatsächlichen Lieferung, nicht dem Tag des notariellen Vertragsabschlusses oder einer früheren mündlichen Vereinbarung.
Stand: Januar 2023
Welcher Streitwert gilt bei unerlaubter Bildnutzung auf eBay?
Das Oberlandesgericht Köln hat entschieden, dass bei einem Unterlassungsverfahren wegen unerlaubter Nutzung eines fremden Fotos durch private oder kleingewerbliche eBay-Verkäufer ein Streitwert von 3.000 EUR angemessen ist. Der frühere Regelbetrag von 6.000 EUR sei angesichts der gewachsenen Bedeutung des Internets als Marktplatz nicht mehr zeitgemäß. Der Rechtsverstoß bleibt dennoch nicht unbedeutend.
Stand: September 2012
Welcher Text sollte als Hinweis zur Online-Streitbeilegung verwendet werden?
Empfohlen wird folgender Text: „Informationen zur Online-Streitbeilegung: Die EU-Kommission wird eine Internetplattform zur Online-Beilegung von Streitigkeiten bereitstellen. Diese Plattform soll als Anlaufstelle zur außergerichtlichen Beilegung von Streitigkeiten betreffend vertragliche Verpflichtungen, die aus Online-Kaufverträgen erwachsen, dienen. Die Plattform wird unter folgendem Link erreichbar sein: http://ec.europa.eu/consumers/odr.“
Stand: Januar 2016
Welcher Umsatzsteuersatz gilt ab 1.7.2020 auf Speisen in der Gastronomie?
Vom 1.7.2020 bis zum 30.6.2021 gilt befristet ein ermaessigter Umsatzsteuersatz von 7% auf Speisen in der Gastronomie. Diese Regelung wurde im Rahmen der Massnahmen zur Bewaeltigung der Corona-Krise beschlossen. Nach Ablauf der Befristung wuerde grundsaetzlich wieder der Regelsteuersatz greifen.
Stand: Mai 2020
Welcher Umsatzsteuersatz gilt bei Dauerleistungen wie Mietverträgen im Übergangszeitraum?
Dauerleistungen gelten in der Regel als am Ende des vereinbarten Leistungszeitraums ausgeführt, bei Monatsmieten also am Monatsende. Wird die Leistung vor dem 01.07.2020 erbracht, sind 19% bzw. 7% anzuwenden, bei späterer Ausführung (bis 31.12.2020) 16% bzw. 5%. Verträge, die als Rechnung dienen (mit allen Pflichtangaben), müssen durch einen Zusatz an den geänderten Steuersatz angepasst werden.
Stand: Juli 2020
Welcher Umsatzsteuersatz gilt für Cafeteria-Umsätze in Pflegeeinrichtungen?
Die Umsätze einer Cafeteria in einer Pflegeeinrichtung unterliegen grundsätzlich dem Regelsteuersatz von 19 %. Eine Steuerbefreiung kommt nicht in Betracht, und auch der ermäßigte Steuersatz greift nur, soweit die jeweiligen Voraussetzungen (z. B. Außerhausverkauf) erfüllt sind.
Stand: November 2023
Welcher Umsatzsteuersatz gilt für Fotobücher?
Lieferungen und innergemeinschaftliche Erwerbe von Fotobüchern unterliegen dem allgemeinen Umsatzsteuersatz von 19 % nach § 12 Abs. 1 UStG. Die Steuerermäßigung nach § 12 Abs. 2 Nr. 1 i. V. m. Nr. 49 Buchst. a der Anlage 2 zum UStG ist nicht anwendbar, da Fotobücher umsatzsteuerlich nicht als begünstigte Bücher gelten.
Stand: Mai 2016
Welcher Umsatzsteuersatz gilt für Frühstücksleistungen an Hotelgäste?
Frühstücksleistungen an Hotelgäste unterliegen dem regulären Umsatzsteuersatz von 19%. Der ermäßigte Steuersatz von 7% ist auf das Frühstück auch dann nicht anwendbar, wenn es im Rahmen eines Pauschalangebots zusammen mit der Übernachtung erbracht wird.
Stand: Dezember 2013
Welcher Umsatzsteuersatz gilt für Restaurations- und Verpflegungsdienstleistungen bis 30.06.2021?
Vom 01.07.2020 bis 30.06.2021 wurde der Steuersatz für Speisen in Restaurants, Imbissen, im Lebensmitteleinzelhandel, bei Catering, Bäckereien und Metzgereien von 19 % auf 7 % gesenkt (vom 01.07.-31.12.2020 sogar auf 5 %). Voraussetzung ist die Abgabe verzehrfertig zubereiteter Speisen. Getränke sind ausgenommen; bei Kombiangeboten lässt das BMF eine pauschale Aufteilung von 70 % Speisen und 30 % Getränke zu.
Stand: Dezember 2020
Welcher Umsatzsteuersatz gilt für Speisen in der Gastronomie ab dem 1. Juli 2020?
Für Speisen in der Gastronomie wird der Umsatzsteuersatz vom regulären Satz von 19 % auf den ermäßigten Satz von 7 % gesenkt. Diese Regelung gilt ab dem 1. Juli 2020 und ist Teil des Corona-Steuerhilfegesetzes, das am 6. Mai 2020 vom Bundeskabinett beschlossen wurde.
Stand: Mai 2020
Welcher Umsatzsteuersatz gilt für die Parkplatznutzung von Hotelgästen?
Die Einräumung von Parkmöglichkeiten an Hotelgäste unterliegt dem Regelsteuersatz von 19 % Umsatzsteuer. Sie zählt nicht zu den unmittelbar der Beherbergung dienenden Leistungen, für die der ermäßigte Steuersatz von 7 % gilt. Dies hat der BFH mit Urteil vom 01.03.2016 (Az. XI-R-11/14) entschieden.
Stand: Juli 2016
Welcher Unterschied besteht beim Erwerb von einem privaten Erschließungsträger?
Beim Kauf von einem privaten Erschließungsträger ist regelmäßig das erschlossene Grundstück Gegenstand des Erwerbs. Die Erschließungskosten sind in diesem Fall Teil der Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer. Dies steht im Gegensatz zum Kauf von einer erschließungspflichtigen Gemeinde.
Stand: Dezember 2022
Welcher Vergleichsmaßstab gilt für die Beurteilung des steuerlichen Zinssatzes?
Nach Auffassung des BFH darf der gesetzliche Zinssatz nicht ausschließlich mit den am Markt erzielbaren Anlagezinsen verglichen werden. Zusätzlich sind auch die Sollzinsen heranzuziehen, die für die Aufnahme von Darlehen gezahlt werden müssen. Erst aus dieser Gesamtbetrachtung ergibt sich die verfassungsrechtliche Bewertung der Zinshöhe.
Stand: September 2014
Welcher Verspätungszuschlag droht bei verspäteter Abgabe der Steuererklärung?
Geht die Steuererklärung erst nach dem 31. Juli beim Finanzamt ein, wird automatisch ein Verspätungszuschlag von 25 Euro pro Monat festgesetzt. Die Festsetzung erfolgt ohne Ermessensspielraum des Finanzamts.
Stand: Mai 2016
Welcher Wert ist bei der 1%-Regelung für einen Gebrauchtwagen anzusetzen?
Bei der 1%-Regelung wird stets der Bruttolistenneupreis im Zeitpunkt der Erstzulassung herangezogen, auch wenn es sich um einen Gebrauchtwagen handelt. Der tatsächliche Marktwert oder Kaufpreis spielt keine Rolle, selbst wenn er deutlich niedriger ist.
Stand: Februar 2013
Welcher Wert ist bei einer erfolgsneutralen Entnahme als Anschaffungskosten für das private Veräußerungsgeschäft anzuset
Wurde das Grundstück erfolgsneutral mit dem Buchwert aus dem Betriebsvermögen entnommen, ist nach Auffassung von FG Rheinland-Pfalz und BFH dieser Buchwert (Entnahmewert) als Anschaffungskosten im Sinne des § 23 Abs. 3 EStG anzusetzen. Der Teilwert oder Verkehrswert im Entnahmezeitpunkt kann nicht herangezogen werden. Die stillen Reserven werden dadurch erst bei der späteren Veräußerung im Privatvermögen besteuert.
Stand: Juli 2022
Welcher Zeitpunkt ist für die 10-Jahresfrist bei einer Zwangsversteigerung maßgeblich?
Maßgeblich für die Berechnung der 10-Jahresfrist nach § 23 Abs. 1 Nr. 1 EStG ist die Abgabe des Meistgebotes. Mit diesem Zeitpunkt wird ein schuldrechtlicher Kaufvertrag im Sinne des § 433 BGB unterstellt. Ab diesem Stichtag ist zu prüfen, ob die Veräußerung innerhalb oder außerhalb der Spekulationsfrist erfolgt.
Stand: Mai 2022
Welcher Zeitpunkt ist für die Zuordnung des korrekten Mehrwertsteuersatzes maßgeblich?
Maßgeblich ist grundsätzlich der Zeitpunkt der Ausführung der jeweiligen Leistung, nicht der Zeitpunkt der Zahlung oder der Rechnungsstellung. Bei Lieferungen mit Versand oder Beförderung kommt es auf den Beginn der Versendung an, bei sonstigen Leistungen auf den Zeitpunkt der Vollendung. Bei vereinbarten Teilleistungen ist jeweils die Fertigstellung der einzelnen Teilleistung entscheidend.
Stand: Dezember 2020
Welcher Zeitraum ist von der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu § 8c KStG betroffen?
Die Entscheidung betrifft Verlustkürzungen aufgrund eines Gesellschafterwechsels in den Jahren 2008 bis 2015. Für Zeiträume ab 2016 ist noch nicht abschließend geklärt, ob die Neuregelung ebenfalls greift, da der Gesetzgeber die Rechtslage zwischenzeitlich modifiziert hat.
Stand: Juni 2017
Welcher Zweck steht hinter der dreimonatigen Sperrfrist beim Kindergeld?
Die Sperrfrist soll das deutsche Sozialsystem vor unangemessener Inanspruchnahme schützen und verhindern, dass das Kindergeld einen Anreiz für den Zuzug nach Deutschland bietet. Dieser Zweck greift jedoch nicht, wenn bereits vor dem Zuzug ein inländischer Kindergeldanspruch bestand, etwa weil ein Elternteil hier erwerbstätig ist.
Stand: Februar 2021
Welcher einheitliche Steuersatz wird im BVStB-Modell zur Erbschaftsteuer vorgeschlagen?
Der BVStB schlägt einen einheitlichen Steuersatz von 10 % vor. Begründet wird dies damit, dass ein progressiver Stufentarif mit Grenzsteuersätzen von bis zu 50 % eine besonders gleichheitsgerechte Bewertung voraussetzen würde, was praktisch kaum erreichbar ist. Ein einheitlicher, niedriger Satz soll die Steuer vereinfachen und verfassungsfest machen.
Stand: August 2013
Welcher pauschale Schadensersatz steht Arbeitnehmern bei verspäteter Lohnzahlung zu?
Nach § 288 Abs. 5 BGB haben Arbeitnehmer Anspruch auf eine Verzugspauschale in Höhe von 40,00 EUR, wenn der Arbeitgeber den Lohn verspätet zahlt. Diese Pauschale fällt bei jeder verspäteten Zahlung an, ohne dass ein konkreter Schaden nachgewiesen werden muss.
Stand: Juli 2016
Welcher wirtschaftliche Schaden droht dem leistenden Unternehmer in solchen Altfällen?
Der leistende Bauunternehmer kann die nachträglich festgesetzte Umsatzsteuer wegen zivilrechtlicher Verjährung seiner Forderungen seinem Vertragspartner (dem Bauträger) regelmäßig nicht mehr in Rechnung stellen. Dadurch bleibt die Steuerlast wirtschaftlich bei ihm hängen, was einen erheblichen Vermögensschaden darstellt. Dieser Aspekt war für das FG ein wesentliches Argument zur Gewährung einstweiligen Rechtsschutzes.
Stand: Juni 2015
Welches Aktenzeichen hat das BFH-Urteil zu Umsatzsteuervorauszahlungen am Jahreswechsel?
Das einschlägige Grundsatzurteil des Bundesfinanzhofs stammt vom 27.06.2018 und trägt das Aktenzeichen X R 44/16. Es regelt die zeitliche Zuordnung von Umsatzsteuervorauszahlungen, die kurz nach dem Jahreswechsel geleistet werden.
Stand: Oktober 2018
Welches Aktenzeichen hat das BFH-Urteil zur Absetzbarkeit gemischt genutzter Nebenräume?
Das maßgebliche Urteil des Bundesfinanzhofs stammt vom 17.02.2016 und trägt das Aktenzeichen X R 26/13. Es konkretisiert die steuerliche Behandlung gemischt genutzter Räume im Zusammenhang mit dem häuslichen Arbeitszimmer.
Stand: August 2016
Welches Aktenzeichen hat das BFH-Urteil zur Verfassungsmäßigkeit der Nachzahlungszinsen?
Das maßgebliche Urteil des Bundesfinanzhofs trägt das Aktenzeichen IX R 31/13 und stammt vom 01.07.2014. Darin wurde entschieden, dass der Zinssatz von 0,5 Prozent pro Monat für Steuernachzahlungen nicht gegen das Grundgesetz verstößt.
Stand: September 2014
Welches Aktenzeichen hat das Vorlageverfahren zum Solidaritätszuschlag beim FG Niedersachsen?
Der 7. Senat des Finanzgerichts Niedersachsen hat das Klageverfahren unter dem Aktenzeichen 7 K 143/08 ausgesetzt. Das Gericht legt die Frage der Verfassungsmäßigkeit dem Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung vor.
Stand: August 2013
Welches Aktenzeichen hat die anhängige Revision beim BFH zu Labortests?
Die Revision gegen das Urteil des FG Niedersachsen vom 03.09.2015 (AZ 16 K 340/12) ist beim Bundesfinanzhof unter dem Aktenzeichen V R 25/16 anhängig. Bis zur Entscheidung des BFH besteht in vergleichbaren Fällen eine gewisse Rechtsunsicherheit.
Stand: September 2016
Welches Gericht hat zur Umsatzsteuerbefreiung von Kostengemeinschaften entschieden?
Das FG Münster hat mit Urteil unter dem Aktenzeichen 15 K 196/11 entschieden, dass Leistungen einer Kostengemeinschaft nur gegenüber den Gemeinschaftern umsatzsteuerfrei sind. Gegen das Urteil wurde Revision beim BFH unter dem Aktenzeichen V R 40/15 eingelegt.
Stand: April 2016
Welches Gericht hat über das Eintrittsgeld am Weihnachtsmarkt Schloss Charlottenburg entschieden?
Das Verwaltungsgericht Berlin hat in einem Eilverfahren am 04.12.2014 entschieden, dass der Veranstalter des Weihnachtsmarktes vor dem Schloss Charlottenburg von den Besuchern kein Eintrittsgeld in Höhe von drei Euro verlangen darf.
Stand: Dezember 2014
Welches Gesamtvolumen hatte das Konjunkturpaket 2020 der Bundesregierung?
Das Konjunktur- und Zukunftspaket hatte ein Gesamtvolumen von 130 Milliarden Euro. Davon flossen rund 50 Milliarden Euro in Zukunftsbereiche wie Wasserstoffwirtschaft, Quantentechnologien und Künstliche Intelligenz.
Stand: Juni 2020
Welches Gesetz regelt die längeren Abgabefristen für Steuererklärungen?
Die verlängerten Fristen ergeben sich aus dem Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens. Es bringt strukturelle Vereinfachungen im Besteuerungsverfahren mit sich, wobei die Fristverlängerung zu den wesentlichen praktischen Erleichterungen für Steuerpflichtige zählt.
Stand: Januar 2017
Welches Jahr ist für den Besteuerungsanteil der Rente maßgeblich?
Maßgeblich ist nach § 22 Nr. 1 S. 3 a) aa) EStG das Jahr des tatsächlichen Rentenbeginns. Der zu diesem Zeitpunkt geltende Besteuerungsanteil aus der gesetzlichen Tabelle wird auf die Rente angewendet. Ein früherer möglicher Rentenbeginn (z. B. ab Vollendung des 65. Lebensjahres) ist unerheblich, wenn die Rente tatsächlich erst später bezogen wird.
Stand: April 2023
Welches Risiko besteht, wenn Fahrschulen ihre Leistungen vorsorglich als umsatzsteuerfrei behandeln?
Wenn der BFH die Umsatzsteuerpflicht bestätigt, muss die Umsatzsteuer nachgezahlt werden. Zusätzlich fallen Nachzahlungszinsen in Höhe von 6 % pro Jahr an. Von einer rein steuerfreien Behandlung ohne Absicherung wird daher abgeraten.
Stand: März 2016
Welches Urteil befasst sich mit Unfallversicherungsschutz bei Betriebsfeiern und Alkohol?
Das Hessische Landessozialgericht hat sich unter dem Aktenzeichen L 3 139/05 mit dieser Thematik befasst. Das Gericht bestätigte den grundsätzlichen Versicherungsschutz bei offiziellen Betriebsfeiern, wies aber zugleich auf mögliche Einschränkungen bei starkem Alkoholkonsum hin.
Stand: Dezember 2016
Welches Verfahren ist beim Bundesverfassungsgericht zu den Hinzurechnungen anhängig?
Beim Bundesverfassungsgericht ist das Verfahren mit dem Aktenzeichen 1 BvL 8/12 anhängig. Dort wird geprüft, ob die Hinzurechnung von Mieten, Pachten und sonstigen Zinsen bei der Gewerbesteuer mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Eine Entscheidung könnte erhebliche Auswirkungen auf die Gewerbesteuerbelastung vieler Unternehmen haben.
Stand: August 2013
Welches Verhalten gilt als unerlaubte Konkurrenztätigkeit im Sinne der Rechtsprechung?
Unerlaubte Konkurrenztätigkeit liegt vor, wenn ein Arbeitnehmer Dienste oder Leistungen im Marktbereich seines Arbeitgebers anbietet. Im entschiedenen Fall hatte ein Rohrleitungsmonteur bei einer Kundin des Arbeitgebers privat einen Folgeauftrag ausgeführt und 900 EUR bar vereinnahmt – dies wertete das Gericht als massive Pflichtverletzung.
Stand: März 2013
Welches Wahlrecht hat der Arbeitgeber bei der Besteuerung von Streuwerbeartikeln?
Der Arbeitgeber kann Streuwerbeartikel bis 10,- EUR entweder steuerfrei belassen, regulär lohnversteuern oder pauschal nach § 37b EStG besteuern. Diese Wahlmöglichkeit besteht laut OFD Karlsruhe vom 18.12.2015 für jeden einzelnen geringwertigen Sachbezug gesondert.
Stand: August 2016
Welches Ziel rechtfertigt die Verlängerung der Kündigungsfristen?
Mit der Staffelung soll langjährig beschäftigten und betriebstreuen Arbeitnehmern ein verbesserter Kündigungsschutz gewährt werden. Da diese typischerweise älter sind, wirkt die Regelung zwar mittelbar zugunsten älterer Arbeitnehmer, ist aber angemessen und erforderlich und damit zulässig.
Stand: Dezember 2014
Welches Ziel verfolgt die Anhebung der GwG-Grenze?
Die Anhebung der GwG-Grenze dient vor allem dem Bürokratieabbau und der steuerlichen Entlastung von Mittelstand und Handwerksbetrieben. Durch die Sofortabschreibung wird die Buchhaltung vereinfacht, da weniger Wirtschaftsgüter über mehrere Jahre abgeschrieben und im Anlagenverzeichnis geführt werden müssen.
Stand: März 2017
Welches Ziel verfolgt die Bundesregierung mit der Neuregelung der Verlustverrechnung?
Ziel ist es, Beteiligungsinvestitionen attraktiver zu machen und die Rahmenbedingungen für Wagniskapital zu verbessern. Insbesondere sollen Unternehmen, die zur Finanzierung auf neue oder wechselnde Gesellschafter angewiesen sind, ihre Verluste steuerlich nutzen können. Die Maßnahme setzt das im Koalitionsvertrag vereinbarte Eckpunktepapier Wagniskapital um.
Stand: September 2016
Welches schenkungsteuerliche Risiko besteht bei Übertragung eines Einzelunternehmens auf eine Familien-GmbH?
Neben den ertragsteuerlichen Folgen kann in Höhe des Geschäftswerts eine Schenkung angenommen werden. Nach jüngerer Rechtsprechung gilt diese Schenkung jedoch nicht als Zuwendung an den Gesellschafter (z. B. den Sohn), sondern unmittelbar an die aufnehmende GmbH. Das führt zu deutlich nachteiligen Konsequenzen bei der Schenkungsteuer.
Stand: Juni 2009
Wem wird die Kenntnis von der Schwerbehinderung beim Betriebsübergang zugerechnet?
Die Kenntnis des Veräußerers von der Schwerbehinderung eines Arbeitnehmers wird dem Erwerber zugerechnet. Auch wenn der Erwerber selbst keine Information über die Schwerbehinderung hatte, kann er sich nicht auf Unkenntnis berufen, um den Sonderkündigungsschutz zu umgehen.
Stand: Juni 2009
Wen betrifft die erhöhte Hinzuverdienstgrenze bei der Rente?
Betroffen sind Bezieher einer vorgezogenen Altersrente, die also vor Erreichen der regulären Altersgrenze in Rente gegangen sind. Für reguläre Altersrentner nach Erreichen der Regelaltersgrenze galt ohnehin keine Hinzuverdienstgrenze.
Stand: März 2020
Wer beantragt das beamtenrechtliche Sterbegeld und wer zahlt es aus?
Den Antrag auf Sterbegeld stellen die Erben bzw. Hinterbliebenen des verstorbenen Beamten beim zuständigen Landesamt. Die Auszahlung erfolgt durch den jeweiligen Dienstherrn, im entschiedenen Fall durch das Land NRW über das Landesamt.
Stand: September 2021
Wer darf Sonderabschreibungen auf Saison- und verderbliche Ware geltend machen?
Sonderabschreibungen auf Saisonware und verderbliche Ware wie Kleidung, Obst oder Gemüse sind nun auch für Hersteller und Großhändler zulässig. Zuvor war diese Regelung auf den Einzelhandel beschränkt.
Stand: April 2021
Wer darf eine besondere (manuelle) Lohnsteuerbescheinigung ausstellen?
Eine besondere, also manuelle Lohnsteuerbescheinigung dürfen abweichend von der elektronischen Übermittlungspflicht nur Arbeitgeber erteilen, die ausschließlich geringfügig Beschäftigte in ihren Privathaushalten beschäftigen. Für alle anderen Arbeitgeber ist die elektronische Übermittlung verbindlich.
Stand: September 2014