If the mandatory designation is missing, the recipient may be denied the input VAT deduction. In addition, the wrongfully claimed input VAT may be subject to interest charges under § 233a AO. This risk is particularly significant in the case of retrospective tax audits.
As of: December 2012
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Muss eine Gutschrift seit 01.01.2013 ausdrücklich als 'Gutschrift' bezeichnet werden?
Ja, seit dem 01.01.2013 ist die ausdrückliche Bezeichnung als 'Gutschrift' ein umsatzsteuerlicher Pflichtbestandteil. Die frühere Praxis, eine Gutschrift mit 'Rechnung' zu überschreiben, ist nicht mehr ausreichend. Fehlt diese Bezeichnung, liegt ein formeller Mangel vor.
Warum sind Gutschriften ein Prüfungsschwerpunkt der Finanzverwaltung?
Da die formelle Bezeichnung 'Gutschrift' seit 2013 zwingend vorgeschrieben ist, lassen sich Verstöße im Rahmen von Umsatzsteuer-Sonderprüfungen oder Betriebsprüfungen einfach feststellen. Die Finanzverwaltung handhabt diese Pflicht strikt, sodass formale Fehler schnell zu Vorsteuerkürzungen führen können.
Was ist eine Gutschrift im umsatzsteuerlichen Sinne?
Eine Gutschrift im umsatzsteuerlichen Sinne ist die Abrechnung einer Leistung durch den Leistungsempfänger statt durch den leistenden Unternehmer. Sie ist nicht zu verwechseln mit einer Korrekturrechnung (kaufmännische Gutschrift), die eine ursprüngliche Rechnung berichtigt. Diese Unterscheidung ist für die korrekte Bezeichnung wesentlich.
Wie sollten Unternehmen die Bezeichnungspflicht für Gutschriften in der Praxis umsetzen?
Unternehmen sollten ihre Abrechnungsvorlagen und ERP-Systeme prüfen und sicherstellen, dass jede umsatzsteuerliche Gutschrift ausdrücklich das Wort 'Gutschrift' enthält. Zudem ist intern klar zwischen Gutschriften und Korrekturrechnungen zu unterscheiden, um Vorsteuerrisiken zu vermeiden.