Bij ontbrekende of tegenstrijdige kasregistraties leiden boekenonderzoeken regelmatig tot aanzienlijke bijschattingen van de inkomsten. Deze schattingen resulteren in forse fiscale nabetalingen inclusief rente. Een zorgvuldige en sluitende kasadministratie is daarom ook voor ondernemers met een EÜR (kasstelselaangifte naar Duits recht) praktisch onmisbaar.
Stand: augustus 2013
Meer hierover in het artikel Oberste Rechtsprechung: Finanzamt darf bei mangelnder Erstellung von Kassenberichten die Einnahmen schätzen!.
Verwante vragen
Müssen Einnahmen-Überschussrechner ein Kassenbuch führen?
Steuerpflichtige, die ihren Gewinn nach § 4 Abs. 3 EStG per Einnahmen-Überschussrechnung ermitteln, sind grundsätzlich nicht verpflichtet, ein Kassenbuch zu führen. Dennoch müssen die Betriebseinnahmen jederzeit vollständig und richtig nachvollziehbar sein und vom Finanzamt überprüft werden können. In der Praxis empfiehlt sich daher eine geordnete Dokumentation der Bareinnahmen.
Wann darf das Finanzamt die Einnahmen schätzen?
Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (Beschluss vom 13.03.2013, X B 16/12) ist das Finanzamt zur Schätzung der Betriebseinnahmen befugt, wenn die geführten Kassenberichte wiederholt korrigiert wurden oder in sich widersprüchlich sind. Eine Schätzung droht außerdem, wenn überhaupt keine geordneten Aufzeichnungen über die Bareinnahmen vorliegen.
Wann gilt ein Kassenbericht als ordnungsgemäß?
Ein Kassenbericht ist nach dem BFH dann ordnungsgemäß, wenn sich die Tageseinnahmen widerspruchsfrei aus den dokumentierten Anfangs- und Endbeständen der Kasse herleiten lassen. Die Aufzeichnungen müssen richtig, vollständig und nachprüfbar sein. Liegen diese Voraussetzungen vor, ist eine Schätzung durch das Finanzamt unzulässig.