Mit Urteil vom 15.09.2016 hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden (AZ C-518/14), dass auch eine im Nachhinein berichtigte Rechnung im Zeitpunkt der Ausstellung der ursprünglichen Rechnung zum Vorsteuerabzug berechtigt, und, dass es zudem europarechtlich nicht zulässig ist, pauschale Zinsen in Höhe von 6% zu erheben, da diese ohnehin viel zu hoch seien.Bis dato hatte der EuGH nicht entschieden, bis zu welchem Zeitpunkt die Berichtigung erfolgen sollte, um den Vorsteuerabzug rückwirkend geltend machen zu können. Der BFH hat mit Urteil vom 20.10.2016 (AZ V R 26/16) zugunsten der Steuerpflichtigen entschieden, dass sich der Vorsteuerabzug selbst dann noch retten lässt, wenn die berichtigten Rechnungen bis zum Ende der letzten mündlichen Verhandlung beim Finanzgericht vorgelegt werden.